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Ausstellung: 01.10.2023 bis 10.03.2024:
Berlin, Neues Museum, Bodestraße 1-3, 10178 Berlin, James-Simon-Galerie
Geplündert – Geschunden – Gerettet (?) - Die Gräber der Qubbet el-Hawa-Nord
Seit 2015 kümmert sich nun das partnerschaftliche Team des lokalen Inspektorats in Assuan – derzeit geleitet von Dr. Abdelmonem-Said – in Zusammenarbeit mit dem Ägyptischen Museum Berlin unter Leitung von Prof. Dr. Friederike Seyfried um die Aufnahme, Dokumentation, Restaurierung und Publikation der „geplünderten und geschundenen“ Gräber. Aber sind diese Gräber damit „gerettet“ (?) und worin liegt die Bedeutung dieser vergleichsweise kleinen Nekropole auf der Westseite des Nil, gegenüber der Großstadt Assuan, und nördlich des viel bekannteren Gräberberges der Qubbet el-Hawa?

Ziel der Dokumentationsausstellung ist die Präsentation einer „Halbzeit-Bilanz“ des Projektes. Da keinerlei Funde der Ausgrabung in der Ausstellung gezeigt werden können, wurde ein Konzept entwickelt, das auf großen bedruckten Textilbahnen, Fotos und Erläuterungen bereitstellt, die in die Geschichte des Projekts, den Grabungsalltag und die spezifischen Fragestellungen der individuellen Grabanlagen einführt. Besondere Attraktivität dürfte die fotographische 1:1-Replik der Grabmalereien aus dem Grab des User aus der Zeit Amenophis III. (um 1360 v. Chr.) ausstrahlen, die komplementär auch mit Übersetzungen der Texte versehen worden sind.

Infos zu der Ausstellung


Ausstellung: 29.02.2024 bis 11.08.2024:
Hannover, Museum August Kestner, Trammplatz 3, 30159 Hannover
Starker Stoff für bunte Bilder – Textile Schätze aus Ägypten
Textilien führen in Museen immer eher ein Schattendasein, denn Licht ist aus konservatorischen Gründen ihr größter „Feind“. Dabei sind antike Textilien ein besonderer Schatz der Ägyptischen Sammlung im Museum August Kestner, der mit zu den am frühesten erworbenen Stücken zählt und somit ein spannendes Kapitel der Sammlungsgeschichte darstellt. Der Bestand wurde in den letzten Jahren von der Archäologin Jennifer Moldenhauer erforscht und wird im Rahmen der Ausstellung das erste Mal der Öffentlichkeit präsentiert.

Das älteste Stück ist über 5.000 Jahre alt und blieb so gut erhalten, dass es ausschaut wie frisch gewebt! Neben 33 Objekten aus der ägyptischen Früh- bis ptolemäischen Zeit macht das Gros der Sammlung über 400 Elemente von Bekleidung und häuslichen Textilien der spätantik-koptischen und frühislamischen Epoche aus.


Ausstellung: 26.04.2024 bis 27.10.2024:
Berlin, Neues Museum, Bodestraße 1-3, 10178 Berlin, James-Simon-Galerie
Elephantine - Die Nilinsel Elephantine wird mit der Sonderausstellung auf der Museumsinsel erlebbar
Elephantine ist eine Nilinsel an der Südgrenze Ägyptens. In diesem Handels- und Grenzzentrum lebte eine einmalig diverse multilinguale, multikulturelle und multireligiöse Bevölkerung. Es ist der einzige Ort weltweit, an dem Kulturgeschichte durch schriftliche Quellen über einen Zeitraum von 4.000 Jahren „nachgelesen“ werden kann.

Tausende Texte sind auf Papyrus oder Tonscherben in zehn verschiedenen Sprachen und Schriften verfasst (u. a. Hieroglyphen, Aramäisch, Koptisch, Arabisch). Sie werden heute in 60 Sammlungen in 24 Ländern aufbewahrt und wurden in Berlin in einem großen europäischen Forschungsprojekt (ERC) entziffert, übersetzt und digital erschlossen.

In dieser weltweit ersten umfangreichen Präsentation werden herausragende Berliner Objekte mit ausgewählten internationalen Spitzenstücken gezeigt. Die vielfältigen Inhalte der Texte werden durch archäologische Funde kontextualisiert und zeitgenössisch interpretiert.

Infos zu der Ausstellung