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Jenseitsführer
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  Zweiwegebuch
Man findet diesen Text auf Särgen vom Ende der XI. Dynastie. Diese Samm­lung von Formeln, die den Verstorbenen bei seiner Reise im Jenseits unterstüt­zen sollten, wurde von einer Vignette begleitet welche die erste von den Ägyptern konzipierte Karte der jenseiti­gen Welt darstellt. Sein Name wurde dem "Buch" von Schack-Schackenburg (1853-1905) gegeben, der 1903 Photos und ein Faksimile davon publizierte. Der Verstorbene steht darin zu Beginn seiner Reise vor einem Feuersee, von dem zwei Wege abgehen, ein Wasser­weg und ein Landweg, die beide in einer kurvenreichen und mit Fallen gespickten Strecke, der eine zum See von Rosetau, der andere zum Land von Rosetau führen, den Eingängen zur Welt des Osiris. Das Zweiwegebuch schließt an eine Spruchsammlung des Mittleren Reiches an, die sogenannten Sargtexte, hebt sich aber durch seine Vignette von diesen ab. Außerdem ist es nur auf 22 Särgen aus El-Berschche belegt, einer Nekropole von Hermopolis. P. Barguet deutet das Zweiwegebuch in seiner französischen Übersetzung (im Anschluß an die Textes des Sarcopha­ges, le Cerf, 1986) als "Initiationstext". Eine deutsche Übersetzung diese Textes bietet E. Hermsen. Die zwei Wege des Jenseits, Orbis Biblicus et Orientalis 112, 1991.

siehe auch --> Totenbuch


Quelle:
Rachet, G., Lexikon des alten Ägypten. Darmstadt 2002, Seite 387

Eingestellt durch: Apedemak (12.10.2002)
Bearbeitet durch:  Apedemak (06.04.2005), naunakhte (17.04.2005)


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