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Festungs-Gau
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  Neith (Göttin)
Njt


Hauptkulturort der Göttin Neith ist die Delta-Stadt Sais (nördlich des heutigen Dorfes Sa el-Hagar). Sie zeichnet sich insbesondere als Kriegs- und Jagdgöttin aus, denn ihre Attribute sind zwei über einem Schild gekreuzte Pfeile oder Pfeil und Bogen. Hinzu kommt die unterägyptische Rote Krone, die sie seit frühester zeit trägt und die sie als Göttin des Deltas charakterisiert. Andere Kulturorte der Neith sind Esna, --> Abydos und Memphis.

Bereits in den --> Pyramidentexten des Alten Reiches erscheint Neith (gemeinsam mit --> Isis, --> Selket und --> Nephtys) als Wächterin an der Bahre des --> Osiris, und dem entsprechend fungiert sie im Neuen Reich als eine der vier Schutzgöttinnen, die an den vier Ecken des königlichen Totenschreines stehen und ihre schützenden Arme über die Mumie des Verstorbenen ausbreitet (am bekanntesten ist die Darstellung der Schutzgöttinnen am vergoldeten Schrein Tut-anch-amuns aus dem Ägyptischen Museum Kairo).

Neith soll die Menschen auch das Weben gelehrt haben, so dass Leinenstoffe und -binden als eine Gabe der Göttin gelten und sie von den Griechen mit Athene identifiziert wird.

In der Saiten-Zeit avanciert Neith zur Reichsgöttin, da ihr Hauptkulurort Sais in dieser Epoche Residenzstadt ist.

In einer weiteren Rolle gilt Neith als Muttergöttin und ist "die Gottesmutter, die den Sonnengott --> Rê gebar" .
Als ihr Sohn wird andererseits  auch der Krokodilgott --> Sobek genannt. Diese Verbindung erklärt sich aus ihrem Aspekt als Göttin der Urflut, eine Funktion, in der sie in der Spätzeit mit der kuhgestaltigen Göttin --> Mehet-weret (= die große Flut) verschmilzt.

Häufig werden in der Frühzeit (Hotep-Neith, Merit-Neith) und dann wieder in der Saiten-Zeit weibliche Namen mit "Neith" (Neith-iqeret = Nitokris) gebildet.


Quelle:
Kemet Sammellexikon

Eingestellt durch: Apedemak (15.04.2003)
Bearbeitet durch:  semataui (13.04.2004)


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