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Thamphthis (König, 4. Dyn)
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  Sahu-Rê (König, 5. Dyn)
um 2.496 - um 2.483 v. Chr.
Sahu-Rê (E) (Hor Neb-Chau, Sephres (Manetho))

Sahu-Rê war Enkel des --> Mykerinos (Sohn der Chentkaus), Bruder des --> Userkaf. Die bei Manetho angegebene Regierungszeit von 13 Jahren scheint zu stimmen: der --> Königspapyrus Turin gibt ihm 12 Jahre, der --> Palermo-Stein nennt das 7. Jahr der alle 2 Jahre stattfindenden Zählung. Der Palermo-Stein berichtet von Ankünften von --> Punt-Fahrern und von Erzeugnissen aus dem Sinai, wo man ein Relief von ihm fand und auch einen Block mit seinem Namen. Belege durch eine Fels-Stele bei --> Abu Simbel und Siegelabdrücke aus --> Buhen zeugen von einer Expedition nach --> Nubien. Ob Sahu-Rê auch gegen die --> Libyer gekämpft hat, ist umstritten. Von Krugetiketten weiß man von einem Bauwerk mit dem Namen "Der die Schönheit des Sahu-Rê erhebt", ein Bau, der leider wie sein Sonnenheiligtum "Opferfeld des Rê" bisher noch nicht aufgefunden wurde.
Wesire unter Sahu-Rê waren Sechem-ka-Rê und Wer-bau-ba.

Die Sahu-Rê-Pyramide
Wegen der bereits starken Bebauung der --> Nekropole von --> Saqqara entschloss sich Sahu-Rê, seine Grabstätte in --> Abusir zu errichten. Dieser Bereich wurde dann auch von seinen unmittelbaren Nachfolgern weiter genutzt.
Sahu-Rê´s Pyramidenbezirk mit dem Namen "Die Seele des Sahu-Rê erscheint" wurde erstmals von Ludwig Borchardt in den Jahren 1902 bis 1908 ausgegraben.
Die Pyramide selbst maß 78,75 m im Quadrat und war einst bei einem Neigungswinkel von 50° 11´ 40" gerade einmal 47 m hoch und stellte damit eine Abwendung von den kolossalen Maßen der Pyramiden von --> Gizeh dar, die nur 50 Jahre vorher fertiggestellt wurden.
Der fünf- oder sechs-stufige Pyramidenkern bestand aus groben Kalksteinblöcken. Die Kalksteinverkleidung ist nicht mehr erhalten.
Wie üblich befand sich der Eingang zur Pyramide im Norden in Bodenhöhe. Der Gang zur Grabkammer wird nach kurzem Gefälle von einem Fallstein aus Granit blockiert. Die Passage ist verkleidet mit Kalkstein und führt zur zentral liegenden Grabkammer, deren Giebeldach von drei mächtigen Kalksteinbalken gebildet wird. In der Grabkammer selbst fand Perring nur ein Bruchstück eines Basaltsarkophags.
Die Pyramide ist von einer Mauer umschlossen, die auch den Totentempel für den Totenkult des Königs und eine knapp 11 m hohe Nebenpyramide umfasste.
Taltempel und Totentempel an der Pyramide sind nicht mehr pfeiler- sondern säulengestützt. Sahu-Rê bevorzugte dabei „Palmwedelsäulen". Der Sonnenkult wurde unter ihm zur Staatsreligion.
Der im Osten vorgelagerte Totentempel war über einen 235 m langen Aufweg mit dem Taltempel verbunden, welcher unmittelbar am Abusir-See lag.
Besondere Bedeutung erhielt der Sahu-Rê-Komplex durch die zahlreichen Reliefs, mit denen Tal- und Totentempel sowie die Wände des Aufwegs verziert waren. Eindrucksvoll war sicher auch die Vielzahl der verwendeten Baumaterialien: Alabaster- und Basaltfußböden, Postamente aus Rosengranit und feiner Kalkstein wurde verbaut.




Quelle:
Lehner, M., Das erste Weltwunder, Düsseldorf, München 1997
Stadelmann, R., Die ägyptischen Pyramiden, Darmstadt 1997
Verner, M., Die Pyramiden, Hamburg 1988

Eingestellt durch: semataui - E-Mail (30.04.2003)
Bearbeitet durch:  semataui (23.03.2005), Iufaa (10.04.2005)




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