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  Mentuhotep III. Se-anch-ka-Rê (König, 11. Dyn)
um 1.995 - um 1.983 v. Chr.
MnTw-Htp (III)


  • Eigenname: MnTw-Htp (w) (Mentuhotep III)
  • Thronname: sanx-kA-Ra (Seanch-ka-Rê [Saqqara 45])
  • Horusname: sanx-tAwj.fj (Seanch-tauifi)
  • Nebtiname: sanx-tAwj.fj (Seanch-tauifi)
  • Goldnamen: bjk-nbw Htp (Bik-nub hotep)

Sohn des Mentuhotep Nebhepetres. Von diesem übernahm er ein nach der erneuten Reichseinigung reorganisierte und wieder gut funktionierendes Staatssystem. Dies gab die Möglichkeit, die Handelsbeziehungen mit Nubien weit in den Süden hinein wieder aufzubauen. Es wurden Expeditionen durchgeführt, so in die östlichen Wüstengebiete (z.B. Wadi Hammamat) und in den Sinai zur Rohstoffgewinnung.
Im 8. Jahr ist eine Expedition mit 3000 Mann unter Henenu durchs Wadi Hammamat zum Roten Meer belegt. Von hier startete eine Reise nach Punt.
Mentuhotep III. war nicht gezwungen, größere Kriege zu führen, sondern war Förderer von bildender Kunst und Archtektur. Die stilistische Qualität ist nach Einschätzung von D. WILDUNG ein Höhepunkt der altägyptischen Reliefkunst.
Ein ihm zugesprochener Totentempel südl. von Deir el-Bahari ist nur begonnen und wird neuerdings Amenemhet I. zugewiesen.

Im Jahre 1904 entdeckte man auf einem Berg in Theben-West die Reste eines --> Tempels, der Horus geweiht war und in die Zeit Mentuhotep Seanchkares datiert. Er misst 21 x 24 m und enthielt 3 Kapellen. Die dem Tempel vorgelagerten Pylonreste sind die ältesten  nachweisbaren Pylone.
Weitere Bauten von ihm sind aus Tod, Abydos und Elephantine (Felskapelle) bekannt. Aus Abydos stammt auch eine Opferplatte Sesostris I an Mentuhotep Seanchkare.
Aus Chatana im Ostdelta stammt eine Statuengruppe mit einer Inschrift für den vergöttlichten Mentuhotep Seanchkare.

In seine Regierungszeit datieren nach herkömmlicher Lehrmeinung die Heqanachte-Papyri. James P. Allen (The Heqanakhte Papyri, New York 2002, S. 127-33) möchte die Papyri lieber in die Zeit Amenemhet I. datieren, genauer gesagt in dessen Endphase.


Quelle:
Schneider, Thomas: Lexikon der Pharaonen. Zürich 1994
HÖBER-KAMEL, Die 11. Dynastie und die Zweite Reichseinigung - geschichtlicher Überblick, KEMET 1/2010, S. 4ff

weiterführende Literatur: H.WILDUNG, Sesostris und Amenemhet
LÄ, Bd. IV, Sp. 68-69

Eingestellt durch: semataui (30.05.2003)
Bearbeitet durch:  naunakhte (16.09.2005), manetho (06.01.2010)


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