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  Ameny Qemau (König, 13. Dyn)
Jmny omAw


Ameny Qemau ist nur durch eine Pyramide bekannt. Ein König Ameny Qemau erscheint nicht im Turiner Königspapyrus, doch ist ein von zeitgenössichen Quellen bekannter König Hotep-ib-Rê vielleicht mit Ameny Qemau zu identifizieren. Auf einem Block aus el-Atawla erscheint nämlich ein König Hotep-ib-Rê Qemau-sa-Horenherjotef. Hier erscheinen beide Namen (Qemau, Hotep-ib-Rê) zusammen.
Im Turiner Königspapyrus erscheint ein König Sehotep-ib-Rê (Turin 6.12), der eventuell wiederum mit Hotep-ib-Rê identisch ist.
N. Dautzenberg interpretiert die Sachlage wie folgt:

Zitat:
No TP-4: "SehetepibRe" I.= HetepibRe Hornedjherjotef. Der nächste König trägt im TP den Thronnamen "sHtp-jb-Ra", der auch einige Nummern später noch einmal vorkommt. Es ist jedoch durch zeitgenössische Dokumente klar, dass einer der beiden "SehetepibRes" in Wirklichkeit Htp-jb-Ra geheißen haben muss. Die Gleichsetzung dieses HetepibRe mit dem König No. TP-8 durch v. Beckerath ist im wesentlichen willkürlich erfolgt. Man beachte daher, dass wir bei der anderen, hier favorisierten Möglichkeit, "HetepibRe" mit TP No.4 gleichzusetzen, Htp-jb-Ra als einen direkten Gegensatz zum Namen des Vorgängers, Nr-kA-Ra, begreifen können.

NB: Bei Einordnung in TP-4 würde HetepibRe Hornedjherjotef, der "Sohn von Aamu/Qemau", womit der König Ameni-Aamu/Qemau gemeint sein dürfte, im übrigen der direkte Nachfolger eines Amenemhet, der dann auch mit Ameni-Aamu/Qemau gleichzusetzen wäre.


Im Jahr 1957 entdeckte Charles Arthur Musès in --> Dahschur-Süd die Überreste einer  Pyramide aus der 13. Dynastie. Während der Oberbau durch Steindiebstahl (wie er glaubte) fast völlig zerstört war, war die Substruktur erhalten. Die Anordnung der Kammern ist typisch für die späte 12./beginnende 13. Dynastie. Die Pyramide maß etwa 52 m im Quadrat.

Der riesige Steinsarkophag bestand aus einem Stück, in das man einen Hohlraum für die Mumie und einen weiteren, kleineren, für die Kanopen geschlagen hatte. Er war aufgebrochen und bis auf einige unidentifizierbare Knochen leer. Auf der Suche nach Wertgegenständen haben die Grabräuber die Kanopenkrüge zerschlagen zurückgelassen. Musès setzte sie wieder zusammen und fand auf ihnen den Namen des Königs: Ameny-Qemau. Man kann davon ausgehen, dass der König in seiner Pyramide bestattet wurde, da entsprechende Spuren vorhanden waren. Musès Aufzeichnungen wurden jedoch eigentümlicherweise aus seinem Haus in Kairo entwendet.


Umzeichnung semataui,  nach Musès, Ch. A., Die Königspyramide des Ameny Quemau ( Kemet 2000)



Quelle:
Musès, Ch. A., Die Königspyramide des Ameny Quemau ( Kemet 2000)
von Beckerath, J., Handbuch der äg. Königsnamen. MÄS 49, Mainz 1999
Dautzenberg, N., Die Wahl der königlichen Namen im Verlauf der ägyptischen Geschichte (Vortrag gewidmet Jürgen von Beckerath aus Anlass seines 80. Geburtstages, 2000)

Eingestellt durch: Udimu (13.11.2003)
Bearbeitet durch:  Udimu (24.01.2005), semataui (16.02.2005), Iufaa (12.04.2005)




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