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  Ba.u (Götter)
Mit Ba.u bezeichnet man eine Variante des Zusammenschlusses von Göttern zu Gruppen, die "Seelen".
Sie bezeichnen nach Kees zum einen "die Gesamtheit aller am genannten Orte vorhandenen Gottheiten", wie die --> "Ba.u von Nechen" (Hierakonpolis, Kom el-Ahmar), die --> "Ba.u von Buto" (= Pe, Tell el-Fara'in), die "Ba.u von Hermopolis" (el-Aschmunein), die "Ba.u von Heliopolis" (Südost-Spitze des Deltas), zum anderen aber auch die "Seelen des Neumondtages", worunter alle Götter, die zu diesem bestimmten religiösen Kalenderfest gehören, zu verstehen sind.

Die Definition des Begriffes "ba.u" ist in der Ägyptologie nicht einheitlich. Nach Kees ist er eine allgemeine Bezeichnung für die bedeutendsten Götter einer Stadt, z.B. der "Neunheit von Heliopolis", Zabkar betrachtet die "ba.u" als Bezeichnung für die nach ihrem Tode vergöttlichten prädynastischen Herrscher der Städte, denen sie zugerechnet werden (was aber eher unwahrscheinlich ist). H. Beinlich dagegen versteht sie als eine Art Göttervolk, das untergeordnete Aufgaben verrichtet, wie dem Verstorbenen eine Himmelsleiter zu bauen oder ihn im Jenseits zu begrüßen. Der Begriff "Lokalgötter" weist auf den Hauptkultort (aber nicht unbedingt auf den Ursprung!) eines Gottes hin.

Eingestellt durch: manetho (17.01.2004)
Bearbeitet durch:  semataui (13.01.2005)


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