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  Nabta
Nabta gehört zum Gebiet von Toschka. Das Toschka-Gebiet befindet sich in Oberägypten und ist ein Wüstenplateau (ca. 200 m Höhe), knapp 100 Kilometer vom Nasser-See entfernt.

Der Boden ist übersät mit Steinabschlägen, so genannten "Mikrolithen", die als Klingen oder Einsätze für Speere und Harpunen benutzt wurden.

Vor 10.000 Jahren, so der Kölner Ur- und Frühgeschichtler Rudolph Kuper, jagten Menschen hier nach Fischen, Kranichen, Hasen - an einem schilfbestandenen Ufer inmitten einer Savannenlandschaft. Später weideten Nomaden hier ihr Vieh, ernteten Wildgetreide, bauten Hütten, bis eine Klimawende vor 7000 Jahren die Seen austrocknete, die dünne Vegetationsdecke verwehte und Mensch und Tier vertrieb. Nabta ist heute vielleicht Ägyptens bedeutendster prähistorischer Siedlungsplatz westlich des Nils. Die Ruinen liegen an der Uferlinie des früheren Sees

Hier laufen seit einigen Jahren Arbeiten zur Urbanisierung des Gebietes. Seit 1976 arbeit hier auch eine amerikanische Grabungsmission. Gefunden wurden eine Fülle von Artefakten aus der späten Steinzeit.

Einer der wichtigsten bisherigen Funde ist eine Steinansammlung, die als meteorologisches "Instrument" angesehen wird. In unmittelbarer Nähe davon befinden sich Reste eines Schlachthauses, wohl zur Herrichtung von Opfertieren zur Regenbeschwörung.

Ebenfalls wurde eine aus dieser Zeit stammende Nekropole gefunden. Zugehörige Megalithgräber enthalten Inschriften auf Sandstein. Der älteste beschriftete Block ist im Nubischen Museum (Aswan) ausgestellt.

Nach Dr. Atya Radwan vom SCA ist das Gebiet, in dem bereits 13 Skelette (9 weibliche, 2 männliche und 2 jugendliche) gefunden wurden, neben Nadeln, Schmuck, einer bearbeiteten Steinplatte und Lehmgefäßen, von großem archäologischen Interesse.


Eingestellt durch: manetho (24.03.2005)
Bearbeitet durch: -


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