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  Metternichstele
Die Metternichstele gilt als eine der prächtigsten, auf jedenfall als die größte --> Horusstele.  
Die Metternichstele stellt allerdings eine Erweiterung der üblichen Horusstelen dar. Text- und Bildmaterial gehen über das auf Horusstelen übliche hinaus.
Gefunden wurde sie in einem Franziskanerkloster in Alexandria. Heute befindet sie sich im Metropolitan-Museum in New York. Ihren Namen erhlielt sie nach den österreichischen Kanzler Prinz Klemens Metternich, der sie 1828 von Mohammed Ali geschenkt bekam.

Sie besteht wahrscheinlich aus Grauwacke und wird aufgrund der auf ihr genannten Kartuschen Nektanebos II in die Zeit 360-342 v. Chr. datiert.

Die spätmagischen Texte der Metternichstele berichten u.a. von einer Geschichte, in der --> Isis von --> Seth bedroht wird.
Isis flieht mit ihrem Sohn Horus und wird von 7 Skorpionen (Petet) begleitet. In einem Dorf angekommen, verweigert ihr eine reiche Frau die Aufnahme und den Schutz, den sie von einer armen Frau schließlich erhält. Die Skorpione rächen die Schutzverweigerung an der Familie der reichen Frau.
Isis erweist sich dennoch als gütig und rettet den von einem Skorpion gestochenen Sohn der Frau, indem sie dem Gift befiehlt auszufliessen.




Quelle:
Lexikon der Ägyptologie, Bd. IV. Wiesbaden 1975-86

Eingestellt durch: naunakhte (15.05.2005)
Bearbeitet durch: -




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