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Chet
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  Längenmaße
Wie in den meisten alten Kulturen lieferten auch im alten Ägypten Körperteile die Basis für die Längenmaße. Als Vorlage dienten Körperteile wie Elle, Hand oder Spann. Als Ausgangsbasis wurde die Elle mH verwendet, die vom Ellenbogen bis zur Spitze des Mittelfingers gemessen wurde. Da aber jeder Mensch unterschiedlich groß ist und daher unterschiedliche Armlängen besitzt, wurde letztendlich ein einheitliches  Ellenmass eingeführt, die sogenannte "Königselle". Im Alten Reich war die Königselle 52,39 cm lang, die jüngere ägyptische Königselle mass 52,92 cm.
Die Königselle wurde unterteilt in 7 Handbreit Ssp oder in 28 Finger Dba. Das bedeutet, jeder Handbreit war 4 Finger breit. Im Alten Reich benutzte man als Längenmaß auch noch die "halbe Elle". Die ältesten Belege finden sich in den Angaben zur Höhe der Nilflut und in Angaben von Hand- und Fingerbreiten auf Kalksteingefäßen, die in der Djoser-Pyramide gefunden wurde.  
Die Ellenstäbe wurden aus unterschiedlichen Materialien gefertigt und z.B. aus Holz, Bronze oder Stein hergestellt. Im Handwerkerdorf von Deir el-Medinah wurde ein zusammenklappbarer Ellenstab aus Holz aus der Zeit von Amenophis II gefunden, gewissermaßen ein Vorläufer des heutigen Zollstocks.

Handwerker benutzen als Längenmasse weiterhin die "Stange = nbj", die ca. 65 cm lang war, und das Abw-Mass, dessen Länge unbekannt ist.
Weitere Längenmaße waren der Meßstrick nwH, mit einer Länge von 100 Ellen. Für sehr lange Strecken verwendete man das Mass jtrw, (z.B. auf dem Kiosk des Sesostris in Karnak), das 20000 Ellen = ca. 10,5 km entsprach.





Quelle:
Helck, W. in: Lexikon der Ägyptologie, Bd. III Wiesbaden 1975-86, Sp. 1199ff

Eingestellt durch: Iufaa (15.05.2005)
Bearbeitet durch:  Iufaa (15.05.2005)


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