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  Hinrichtung
Die alte rituelle Form des "Erschlagens der Feinde" wurde auch als Bestrafung durchgeführt. Die Leichen wurden anschließend kopfüber aufgehängt, wie z.B. der hingerichtete Anführer der nubischen Aufständischen, den Thutmosis I. am Bug entsprechend aufhängen liess ("...Seine Majestät fuhr stromab, indem alle Länder in seiner Faust waren, jener elende In-pdtj war mit dem Kopf nach unten aufgehängt am Vorderteil des Königsschiffes Seiner Majestät. Es wurde gelandet in Ipt-iswt" aus dem Bericht des Admirals Ahmose aus dessen Grab in Elkab; Sethe, Urk. IV, 8).


Die übliche Form der Bestrafung von Verbrechern und gefangenen Feinden war jedoch wohl das Pfählen. Weiterhin sind belegt das Verbrennen einer Ehebrecherin (Weib des Vorlesepriesters Webaoner; 2. Erzählung im pWestcar; Simpson, a.a.O.) und das Vorwerfen der Verurteilten vor Krokodile (pWestcar). In den teilweise erhalten Prozessberichten zur Harimsverschwörung unter Ramses III. wird berichtet, dass es einigen der zum Tode verurteilten hochgestellten Personen erlaubt worden war, Selbstmord zu begehen (7 Personen der 2. und 3. Liste, darunter Prinz Pn-tA-wrt, der wohl von den Verschwörern zum Nachfolger von R. III. ausgewählt worden war; Weber, a.a.O.).




Quelle:
Helck, W. in: Lexikon der Ägyptologie, Bd. II. Wiesbaden 1975-86, Sp.1218
Sethe, K., Urkunden der 18. Dynastie, Leipzig, 1914
Simpson, W. K., in: Lexikon der Ägyptologie, Bd. IV. Wiesbaden 1975-86, Sp. 744ff
Weber, M. in: Lexikon der Ägyptologie, Bd. II. Wiesbaden 1975-86, Sp.987ff



Eingestellt durch: Iufaa (03.09.2005)
Bearbeitet durch: -


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