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Theban Tomb (TT)
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  Amenhotep (Aufseher, 20. Dyn, TT58)
Jmn-Htp



Amenhotep war Aufseher über die Propheten des Amun in der Ramessidenzeit. Für seine Grabanlage usurpierte er ein älteres Grab aus der 18. Dyn. in --> Sheik Abd el-Korna, Nord (8/E) (TT 58). Der ursprüngliche Grabinhaber ist nicht mehr zu ermitteln. Der von Polz vermutete Name Amenemhat bezieht sich wahrscheinlich auf TT 122, ein Grab, das mit TT 58 über einen Durchbruch in Verbindung steht.  
Jüngste Untersuchungen haben ergeben, dass TT 58 schon in der 19. Dyn usurpiert wurde (Kampp, S. 269).
Amenhotep war also bereits der dritte Grabinhaber. Ebenfalls hier bestattet wurde sein Sohn, der Tempelschreiber Amenemonet und dessen Frau Henit-anensu.

Foto: ©naunakhte

Der Hof ist mit Schutt bedeckt. Vor der Fassade rechts befindet sich ein senkrechter Grabschacht, ein weiterer soll sich auf der linken Seite befinden (nach E. Baraize, 1904), ist jedoch nicht mehr erkennbar. Der geflickte Riss in der Fassade ist wahrscheinlich auf ein Erdbeben zurückzuführen.
Zeichnung: ©semataui.de/Klaus Adams nach P&M

Dekoration
Querhalle
1. Im Durchgang links Textreste
2. Drei Register:
I. Vignetten aus dem Pfortenbuch
II. + III. Opferszenen
3. Drei Register:
I. Vignetten aus dem Pfortenbuch. Der Grabherr und seine Frau beten zu einem Gott. Sie werden von einem Gott geführt. [Herzwägung] mit sechs Helfern. Sie werden von Horus zu [Osiris] geführt.
II. Frau (gehört zu 2.. Opferszene. Harfner vor einem Paar.
III. Begräbnisszene. Kuh mit Kalb. Knieender Mann (unfertig). Darunter Priester vor den Mumien.
4. Zwei Register:
I. Text und Opferliste über Opferhandlung
II. Mann mit Opfern
5. [Der Erstbesitzer des Grabes] (Skizze) vor Amenhotep III und Hathor.
6. + 7. Drei Register:
I. Vignetten aus dem Totenbuch und Text, mit Kartusche des Ramses I.
II. Der Grabherr mit Familie vor einem [Gott] sowie mit Frau und drei Töchtern vor Osiris und einer Göttin
III. Der Grabherr vor einem Schrein mit dem negativen Sündenbekenntnis. Priester räuchern vor Widder- und Osiris-Emblem.
8. Zwei Register:
I. Vignetten aus dem Totenbuch
II. Der Erstbesitzer des Grabes und seine Frau vor Amenhotep III und Maat, die sich in einem Kiosk befinden. An der Basis des Kiosk: hingestreckte Syrer.

Innerer Raum
9. Im linken Durchgang der Grabherr und seine Frau. Rechts der Grabherr vor [Osiris]. Oben ein geflügelter Skarabäus, angebetet von den knieenden Göttinnen Isis und Nephtys sowie dem knieenden Sohn Amemnemonet auf jeder Seite.
10. Drei Register:
I. Der Grabherr und seine Frau vor Rê-Harachte und Maat sowie vor Osiris mit seinem Emblem
II. Opferszenen
III. Ein Mann mit Rauch- und Trankopfer vor einem Paar, ein Paar vor drei Göttern knieend.
11. + 12. Zwei Register, zerbrochen:
I. Der Grabherr, seine Frau und weitere Frauen vor Osiris-Onnophris und einer Göttin
II. Menschen vor Mut-Thoeris
13. Drei Register, in jedem opfert ein Mann der Statue des Verstorbenen.
14. Zwei unvollendete Register:
I. Der Grabherr und seine Frau vor der göttlichen Barke sowie vom knieenden Thot den Göttern Osiris und Horus präsentiert.
II. Sempriester opfern den Verstorbenen. Ein Mann opfert Hathor. In einer Unterszene Prozession zu einem Gott.
15. Imitierter Schrein mit Doppelszene. Der Grabherr kniet vor einem Gott
16. Zwei Register:
I. Der Grabherr und seine Frau
II. Ein Mann opfert einem sitzenden Paar
17. Nische. An den Seiten der sitzende Grabherr. Auf der Rückwand eine Doppelszene: die Horussöhne vor Osiris links sowie sein? Emblem vor Osiris rechts.
An den Seiten der Nische drei Register mit dem Grabherrn vor Anubis und einem Djed-Pfeiler.
Der Fries über 10. - 12. zeigt Hathor-Köpfe und Anubis-Schakale.
An der Decke die Barke des Rê, angebetet von zwei Pavianen und dem Verstorbenen. In der Mitte der knieende Grabherr, im inneren Teil Texte und Dekoration.

Die Schachtkammer im hinteren Teil des Grabes soll nach Kampp aus der Erstbenutzung stammen (dagegen: Polz, der den Raum der 20. Dyn zuordnet).


Quelle:
Porter & Moss, The Theban Necropolis Part One, Oxford 1994
Kampp, F., Die Thebanische Nekropole. Zum Wandel des Grabgedankens von der XVIII. bis zur XX. Dynastie, Mainz 1996, S. 269 ff

Eingestellt durch: semataui (25.05.2007)
Bearbeitet durch: -




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