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Gebel Barkal (Stelen u. Rundplastiken)
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  Gebel Barkal (Amunkult)
Gebel Barkal Amunkult und kuschitischer Königsmythos
(Fortsetzung des Artikels: --> Gebel Barkal - Tempelstadt und Residenz Napata).


1. Amunkult am Gebel Barkal im Neuen Reich
Es gibt eine Reihe von Gründen für die herausragende Bedeutung, die die "heilige Landschaft am Gebel Barkal" im NR und dann vor allem unter den Königen von Kusch einnahm. Hierüber hat in den letzten Jahren vor allem T. Kendall in der Auswertung seiner Grabungen am Gebel Barkal (GB) nachgedacht und publiziert. Seine Ergebnisse stehen im Mittelpunkt der folgenden Zusammenfassung.

Nach der Eroberung Nubiens durch Thutmosis III. (ca 1420 vor Chr.) bot sich die Gegend am Gebel Barkal (GB) zur Errichtung eines erforderlichen Verwaltungszentrums für das gewonnene Land aus dem praktischen Grund an, dass hier uralte Handelswege aus dem südlichen Afrika nach Durchquerung der Bayudawüste über den Nil führten und weiter nach Norden durch die Nubische Wüste in Richtung auf das Kernland Ägypten verliefen; von beiden Seiten des Nils nach Durchquerung der Wüsten ist der Gebel Barkal als Landmarke von Weitem zu sehen und verheißt Erquickung durch Rast und frisches Wasser. Durchaus denkbar ist es, dass es an den Furt- bzw. Fährstellen auch erste Ansiedlungen gab. Die Abb. 1 zeigt die dichte Ansammlung mehrerer Herrschaftsstädte, Begräbnisplätze und benachbarter Wohnstätten, die sich in dieser Gegend am Nil in der Nähe von Napata, der wohl ältesten Gründung, entwickelten.


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Abb. 1: Bild rechts: Die sogen. "Heilige Landschaft" unterhalb des 4. Katarakts mit den Ortsangaben von Sanam, el-Kurru, Nuri und dem Gebel Barkal. Die gestrichelt gezeichneten Karawanenhandelswege Bayuda Road und Meheila Road verbinden Kawa - Napata - Meroe. Im linken Bild zeigt (mit größerem Maßstab!) die Lage mehrerer Inseln an, dass hier der Fluss gut zu überqueren ist. (Vorlage: Adams, WY: Nubia. Corridor to Africa; Princeton Univ. Press 1977; fig. 37, 38)



Thutmosis III. war aber nicht nur erfolgreicher Feldherr und Eroberer, sondern er verstand es darüber hinaus, seine ihm von Amun verliehene Königsherrschaft auch mythologisch und religiös zu untermauern. Das sieht man nicht nur in Ägypten, wo der große Amuntempel von Karnak ihm die wesentliche Erweiterung verdankt, die die Herrscher der 18. Dyn. durchführen ließen, sondern der Eroberer von Nubien sah es offenbar als wichtig und selbstverständlich an, diese neue Provinz seines Reiches ebenfalls unter diesen Gott zu stellen, der als Amun von Theben den Beinamen "Herr der Throne der beiden Länder" schon seit der 12. Dyn. führte (womit allerdings zunächst Ober- und Unterägypten gemeint waren). Die große Stele, die Thutmosis III., wahrscheinlich in seinem 47. Herrschaftsjahr, am GB anfertigen ließ, wo sie Reisner im Tempel B501 fand, enthält diesen Beinamen in einer wohl absichtlich auf den Berg und ganz Nubien bezogenen Abwandlung:

"Hört ihr Menschen des Südlandes,
die ihr an diesem heiligen Berge seid,
den man Throne der beiden Länder nannte,
bevor man ihn kannte" (1).



Die Anwesenheit von "Zuhörern" dieser Ansprache (wie A. Klug den Text der Stele auch sieht) ist durch prähistorische wie Funde aus der Kermazeit am GB durch Feuerstein- und Keramikfunde belegt. Das im folgenden auf der Stele erzählte Sternenwunder kann auch als eine "Einwohnung Amuns" in seinen Berg, seinen eigentlichen und ursprünglichen Wohnort schon seit den ältesten Zeiten verstanden werden (2), worauf die Halbzeile "bevor man ihn kannte" schließen lässt. Auch sollte mit dem "Stern-Ereignis" wohl quasi bewiesen werden, dass dieser Gott tatsächlich in dem Berge wohnt. Die sich damit ergebende Unsichtbarkeit steckt ja schon im Wortstamm des Amun-Namens jmn: "verborgen sein".
Die "Einwohnung" Amuns in den GB wird durch mehrere Überlieferungsstränge tradiert bzw. in die ägyptische Mythologie eingebunden. Zum einen sind alte Kultformen der Saharavölker und Nubier zu erwähnen: in der Sahara findet man vielfach Felszeichnungen, die Widder mit einem Kopfaufbau zeigen, der einer Sonnenscheibe ähnelt, und in Gräbern in Kerma sah man geopferte Schafe mit runden Kronen aus Straußenfedern (3), die den älteren Felszeichnungen sehr ähnelnde Umrisse aufweisen (Abb. 2). Diese Widderverehrung stellt sicher einen Fruchtbarkeitskult dar. Der Boden in Nubien war also durchaus bereit, sich dem Amunkult zu öffnen, weil er Eingang in hier lebende viel ältere und damit fest verwurzelte religiöse Vorstellungen fand (4).


Abb. 2.: vorgeschichtliche Felszeichnung aus der Sahara, die einen Widder mit einer runden Krone oder Scheibe auf dem Kopf zeigt. Vorlage: entnommen aus: G. Camp: "Amun-Re et les beliers a spheroide de l'Atlas", Hommages a Jean Leclant, CIFAO, von Kendall, T.: Kerma and the kingdom of Kush 2500-1500 B.C.; 1997 Natl. Mus. African Art; p. 77.



Dieser Prozess wurde auch dadurch erleichtert, dass der uralte Fruchtbarkeits- und Wüstengott Min, der in Theben schon lange mit Amun-Re verschmolzen war (als Min-Amun-ka-mw-tf verehrt) Anknüpfungspunkt für die Etablierung eines Filialkultes von Karnak in Napata hergab, wurde doch über diese Gleichsetzung Amun geradezu zum Herrscher von Punt und Herrn der Nubier erklärt, von dem es in einer Hymne heißt:

"Dessen Wohlgeruch die Götter lieben
Wenn er heimkehrt aus Punt,
reich an Düften, wenn er aus Nubien herabkommt,
schönen Gesichts, wenn er aus dem Gotteslande kommt. (5)



Aber nicht nur Wohlgeruch und Luxusgüter bringt dieser Gott aus Nubien mit, sondern die Lebensessenz des Nillandes - die Nilflut. Amun von Napata wurde so vielfach mit Fruchtbarkeit und dem Nilwasser identifiziert, er verschmilzt inhaltlich mit dem Nilgott Hapi, und in einem Ostrakon der 19. oder 20. Dyn. heißt es: "….die Wasser, die von dort kommen, darin ist Amun im Land von Kush" (6). Fruchtbarkeit und alljährliche Erneuerung stehen ja auch im Mittelpunkt des Opet-Festes, in dem der Amun von Napata (im Luxortempel) der Garant der Regeneration des Pharaos und des Amun von Theben/Karnak ist (6).

Des Weiteren könnte die Vorstellung vom Gott im Berge ihren Ursprung darin haben, dass dieser Widdergott ursprünglich in (vielleicht auch natürlichen) Felsenhöhlen verehrt wurde. Im GB gibt es einige kleinere Höhlen (7; eine davon mit Gottes-Graffito), und die ältesten Anlagen von B200 und B300 könnten auf ursprüngliche Felsen-Schreine schon aus der Zeit vor dem NR zurückgehen (8).

Bezüglich der auffallenden "Naturfigur" des pinnacle ist es auch denkbar, dass schon Thutmosis III. (bzw. die ihn begleitenden Priester) die einem Uräus ähnliche Form des Felsenturmes sahen, wie sie dann von Ramses II. in Abu Simbel als Relief abgebildet wurde, s. die Abb. 11 im Artikel "Gebel Barkal (Götterschrein)", womit eine erste Rückwirkung vom GB nach Ägypten sichtbar wird.

Über die Sichtweise des Felsenturmes als Uräus wird der GB in den weiten Kreis der Augensagen der ägyptischen Mythologie einbezogen (s. LÄ I 562-567), und es lag nahe, hier auch den "im Süden" gelegenen Ort anzunehmen, an dem sich Tefnut nach ihrer Entfernung von ihrem Vater Atum-Re verborgen hielt, bis sie von Thot und Schu zurückgeholt wurde (ausführlich in: 9). Die prominente Form des ganzen Berges lässt sich natürlich leicht auch als bn-bn sehen, der als Urhügel eine so wichtige Rolle in allen kosmogonischen Vorstellungen der Ägypter spielte, dass es in den politisch oder religiös bedeutenden Städten Ägyptens die Bestrebung oder den Anspruch gab, eine solche Stätte "des ersten Mals" nachweisen zu können (10), und das wurde demzufolge auch auf die Neugründung Napata übertragen. Diese auf der ägyptischen Mythologie beruhenden Sichtweisen hat Kendall in der l.c. (7) genannten Arbeit ausführlich vorgestellt und mit Literaturnachweisen belegt.

Man ersieht aus der Stele, wie von Thutmosis III. herrschafts- und sendungsbewusst geradlinig der Weg gebahnt wird für eine religiöse Begründung der gottgewollten Ausdehnung der ägyptischen Herrschaft auf Nubien: der Gott Amun selbst, von dem entsprechend der Königsideologie des NR Thutmosis seine Herrschaft verliehen bekam, hat hierher die uralte Grenze des Reiches schon in der Göttervorzeit gesetzt, deshalb ist es nicht nur gottgefällig, sondern auch von ihm gewollt, dieses Land nun wieder mit Ober- und Unterägypten zu vereinigen und zu beherrschen.

Andererseits wird mit der Phrase "Amun, Herr der Throne der beiden Länder" auch eine enge Beziehung zum Amuntempel von Karnak hergestellt, denn der Amun von Karnak wurde ja seit alters als "Herr der Throne der beiden Länder" bezeichnet, womit zunächst seine Einführung als Reichsgott neben dem Sonnengott Re von Heliopolis begründet und gestützt werden sollte. Diese "Verwandtschaftsbeziehung" klingt im Titel einer Arbeit von Kendall (2) an: "Le Gebel Barkal, le Karnak de Kush"; darin bezeichnet er den GB auch als kA des Tempels von Karnak.

Es fand aber auch eine Rückwirkung des Amun vom GB nach Ägypten statt, die Aufnahme des widderköpfigen Amun von Nubien durch die Ägypter lässt sich vielfach belegen. Der Amun vom Heiligen Berge, von Napata, wird seit dem späten NR in Menschengestalt, aber mit Widderkopf dargestellt, und gelegentlich trägt sogar der vergöttlichte Pharao in Theben, z. B. Amenophis III. und Ramses II. im Luxortempel (11), dezent angedeutete Widderhörner, die das Ohr am Kopf anliegend umrunden. Pamminger (12) trägt weitere ältere Befunde aus dem großen Felsentempel von Ramses II. in Abu Simbel zusammen, die zeigen, dass man sich in dieser Zeit sogar auch den Amun-Re von Karnak eindeutig widderköpfig vorstellen konnte und ihn als Ersten oder Herrn (xntj bzw. Hrj-ib) von tA-stj bezeichnete. Pamminger meint darüber hinaus, dass der Luxortempel "ursprünglich für die thronende Widdergottheit vom GB errichtet worden" sein könnte, um dieser neuen Form des Amun-Re auch in Ägypten eine Heimstatt zu geben (12, p. 109; und das dient als Begründung für die ungewöhnliche Nord-Süd-Ausrichtung des Luxortempels). In Umkehrung des Titels der erwähnten Arbeit von Kendall (2) könnte man also formulieren: "Louxor - le Gebel Barkal de Theben"; Török spricht ganz entsprechend vom Heiligtum von Luxor als "Theban Napata" (6).
Es gibt auch noch eine räumliche Beziehung zwischen den erwähnten mythologischen Sichtweisen des GB und seinem Felsenturm und der Lage der verschiedenen Tempel am GB: Blickt man von Osten aus auf den Felsenturm (wie in der Darstellung im Tempel von Abu Simbel), so wird seine Ähnlichkeit mit einem Phallus unübersehbar - das könnte ein Argument für die Position der Amuntempel auf dieser Seite des Berges sein; Amun-Min-Kamutef, der Fruchtbarkeitsgott, gehört sozusagen auf diese Seite des Berges, während die "weibliche" Seite die von Westen aus auf den Berg blickende ist, wo die Uräusähnlichkeit des Pinnacle besonders deutlich ist. Hier liegen die den Göttinnen geweihten Tempel. Der Muttempel B300 (vgl. Abb. 9 im Beitrag "GB Götterschrein") betont den weiblichen Aspekt der Schöpfung, der Phallus den männlichen, und das alles ist an diesem einen geographischen Platz vereinigt wie nirgends sonst in Ägypten so naturgegeben. Das alles mögen Argumente sein, die lange nach dem NR die kuschitischen Fürsten spürten, sahen und die ihre Überzeugung begründeten, rechtmäßige Fortführer der großen pharaonischen Traditionen des NR zu sein, wie wir sie auf der Höhe der 25. Dyn. in Taharqa so eindrucksvoll verwirklicht sehen.
Insbesondere in späteren kuschitischen Darstellungen auf Stelen und in Reliefs erscheint häufig der Amun von Napata (aber auch der von Kawa und Pnubs) mit Widderkopf und daneben der Amun von Karnak mit Menschenkopf, wie es sehr schön z.B. die Stele von Harsiotef (Gen. 23, 404-369 v. Chr.) zeigt, Abb. 3. Harsiotef ist als König an dem Doppel-Uräus an seiner Stirn zu erkennen, er überreicht dem Gott jeweils ein Pektoral und eine Kette; hinter ihm auf beiden Seiten seine Königin mit Sistrum und etwas unterschiedlichem Kopfputz.


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Abb. 3: Lunette der Stele des Königs Harsiotef (404-369 vor Chr.), Kairo JE 48864, gefunden 1862 am GB; Details der Fundgeschichte im Beitrag: "Gebel Barkal - Stelen und Rundplastiken". Man erkennt sehr gut die parallel angeordneten Szenen mit den beiden Amun-Göttern: dem napatanischen Amun mit Widderkopf (rechts) und dem von Karnak in völlig menschlicher Gestalt. Zum weiteren Inhalt der Darstellung s. Abb. 6 im Beitrag --> GB - Stelen und Rundplastiken. Vorlage: Lohwasser, A.: Die Darstellung der kuschitischen Krönung. 3. Ägypt. Tempeltagung 1994 Hamburg, erschienen 1995 AAT 33,1 Abb. 5 (entnommen aus Grimal: Quatre steles)



Diese Ausführungen sollten verdeutlichen, wie eng geknüpft das mythologische Netz zwischen Nubien und Ägypten sehr bald nach der Eroberung durch Thutmosis III. war und wie nicht nur einfach der ägyptische Amunkult dort aufgestülpt, sondern in gegenseitigem Wechselspiel assimiliert wurde. Jan Assmann hat das sehr klar und schön so formuliert: "So wurde über den Kult von Gebel Barkal Nubien nicht nur politisch, sondern auch religiös der ägyptischen Welt einverleibt und erhielt den mythischen Glanz einer heiligen Landschaft, in der die Götter beheimatet sind. Mit dem Begriff Nubien verband sich eine religiöse Semantik, der im Norden nichts entsprach. Nubien war nicht nur das Land des Goldes und aller möglichen anderen Luxusgüter, als das man es seit jeher geschätzt und ausgebeutet hatte, sondern es gewann auch eine religiöse Bedeutung, ohne die das Folgende nicht zu verstehen ist." (5).

Gemeint ist die Herrschaftsübernahme über das ganze ägyptische Reich durch die Könige der 25. Dyn., wovon im nächsten Abschnitt berichtet werden soll.



2. Der Amunkult in Napata und die 25. Dynastie
Nach dem Niedergang des NR am Ende der 20. Dyn. (um 1050 vor Chr.) scheint, entgegen früher geäußerten Vorstellungen (z.B. 13), eine fortgesetzte Nutzung des Großen Amuntempels B500 und ein Fortdauern des Amunkultes am GB fraglich; Kendall bezieht sich auf Reisners Grabungstagebücher, die auf eine lange Unterbrechungsphase priesterlicher Aktivitäten in den Tempeln am GB und auf deren Verfall in der 3. Zwischenzeit schließen lassen (14). Anders in Karnak. Unter der Priesterschaft dort bleibt die Erinnerung an den Amun von Napata, der im Reinen Berge wohnt (Hrj-ib Dw-wab) erhalten und lebendig; zu eng war seine Symbolik mit der ägyptischen Mythologie und den Vorstellungen vom Gotteskönigtum des NR verflochten (s.o. Pkt. 1).

Hier soll im Weiteren ein wenig auf die Entstehungsgeschichte der 25. Dyn. eingegangen und herausgestellt werden, aufgrund welcher Gegebenheiten die Fürsten aus Nubien die Herrschaft über ganz Ägypten (auf "beiden Thronen" im erweiterten Sinne: Ägypten und Nubien) übernehmen und fast 100 Jahre ausüben konnten. Zwischen 1050 und 850 v. Chr. gibt es keine sicheren Befunde über Herrscher oder Geschehnisse in Obernubien (d.h. die Region südlich des 3. Kataraktes); Unternubien war vermutlich sogar nur noch relativ dünn besiedelt (15). In Ägypten kämpften während dieser sogen. 3. Zwischenzeit (ZZ) verschiedene Regionalkönige gegeneinander und um die Vorherrschaft, was sich im Nebeneinander der (bis zu 20) Könige der 21. - 23. Dyn. in Bubastis/Herakleopolis, Hermopolis, Tanis, Leontopolis und auch in Theben ("Priesterkönige") äußerte. Verstärkend zu diesen verworrenen Zuständen mit dem Verlust einer Zentralgewalt kam ein anderer Zwist in Theben. Hier hatte der tanitische König Takelot II. (850 - 825 v. Chr.) gegen den Widerstand der dortigen Priesterschaft seinen Kronprinzen Osorkon als Hoherpriester eingesetzt. Osorkon bekämpfte die gegen ihn arbeitenden Kräfte der thebanischen Führer- und Priesterschaft mit großer Grausamkeit in einem über 10 Jahre lang dauernden Bürgerkrieg, wovon seine lange Inschrift im Bubastidentor im Tempel von Karnak berichtet. Infolge dieser Unterdrückung der thebanischen Priesterschaft ist es denkbar, dass Amunpriester aus Theben (etwa nach 840 v. Chr.) Sicherheit und Zuflucht in Nubien an der ursprünglichen Wohnstätte Amuns am/im GB gesucht haben könnten. Archäologische Befunde an den Gräbern von el-Kurru stützen diese Vorstellung, indem dort ein gleichzeitiges Nebeneinander von Gräbern mit nubischen und mit ägyptischen Begräbnissitten gesehen wurde (16; 17).

Noch während der späten 3. ZZ hatten sich in Obernubien Stammesfürstentümer ausgebildet und etabliert, darunter in el-Kurru (15 km stromabwärts von Napata, s. Abb. 1), auch in Kawa, das noch weiter stromabwärts am Ende einer Karawanenstrasse durch die Nubische Wüste lag. Die zugewanderten Priester lösten eine verstärkte Ägyptisierung in Obernubien aus, es wurden die alten Amunmythen durch sie wieder lebendig gemacht, und man kann sich vorstellen, dass sie auch den "Fürsten" von el-Kurru den Inhalt der Thutmosis-Stele nahebrachten - schon weil damit ihre Aktivitäten am GB sich begründen ließen. Die Wiedereinrichtung des Amunkultes am GB hätte ja auch solchen Flüchtlingen - wenn die Vermutung von ihrem Eintreffen wirklich zutrifft - mehr Sicherheit und Auskommen verschafft, andererseits dürfte es zutreffen, dass sich die lokalen nubischen Herrscher durch die Übernahme der Amunreligion bald als legitime Erben der ägyptischen Pharaonenherrschaft zu fühlen begannen und auch danach strebten. Ohne diese Konversion, die die Könige von Kusch zweifellos zu überzeugten Amunanhängern gemacht hatte, kann man sich die Übernahme der Macht in Ägypten nicht so glatt vorstellen, wie sie im großen und ganzen sich vollzogen hat, s.u.

Der erste namentlich fassbare Fürst von el-Kurru war Alara (nach (18): vor 760 v. Chr.). Von ihm berichtet sein 5. Nachfolger Taharqa auf zwei Stelen (Kawa IV und Kawa VI), die in dem von ihm gebauten Amuntempel von Kawa gefunden wurden, über die Gründung eines Bundes mit Amun (19). Nach den Stelentexten erfolgte diese Bundesgründung in einem Akt, der mit dem Ausdruck bjAt (Wunder, aber auch Orakel; vgl. Lexikonbeitrag "Wortfamilie bjA") benannt wird. Damit kann man sowohl an das von Thutmosis III. auf seiner Stele erwähnte Sternenwunder als auch an die aus späteren Zeiten bezeugte Nachfolgeregulation durch Orakelentscheidungen denken (s. z.B. Nastasenstele). Jedenfalls wird mit diesen Stelentexten die Wiedereinführung des Amunkultes am GB sozusagen urkundlich erwähnt (vgl. 20), und sie könnte eine Folge der Aktivitäten der zugewanderten thebanischen Amunpriester gewesen sein (so auch Assmann, 5). (Es drängt sich der Vergleich mit ähnlichen Situationen im christlichen Europa auf: man ließ sich taufen um der politischen Situation willen.) Seit Alaras Herrschaft kann man vom Königtum von Kusch sprechen, wenn auch eine pharaonische Titulatur erst von seinem Nachfolger (und Halbbruder?) Kashta bekannt ist, der sich als nsw bjtj bezeichnet (21, 22). Kashta war es auch, der in Vorbereitung der Machtübernahme über ganz Ägypten durch die Könige der 25. Dyn. eine Expansion nach Norden unternahm (wohl sogar in Theben schon mit Herrschaftsanspruch auftrat: 23), nachdem er durch die Annahme des Königstitels im Sinne der 3. ZZ Anspruch auf die Anerkennung als ein gleichrangiger König neben den ägyptischen Herrschern der 22./23. Dyn gestellt hatte.

Als nächsten Schritt auf dem Wege zur Erlangung der pharaonischen Alleinherrschaft und die Übernahme der Herrschaft über ganz Ägypten im klassischen Sinne nahm Kashtas Sohn Piye (747-716 v. Chr.) Einfluss auf das Priestertum in Theben, indem er in seinem 12. Regierungsjahr der dort pharaonengleich regierenden Großen Gottesgemahlin Shepenupet I. seine Schwester Amenirdis zur Adoption "aufnötigte" (23), was nach den üblichen Nachfolgeregeln in diesem hohen Amt seiner Familie die Königsnachfolge (Bruder oder Sohn) sichern sollte und konnte. Es gibt keine Hinweise darauf, dass bei Kashtas Übernahme der Herrschaft über (Ober-)Ägypten Gewalt erforderlich war (23). Sei es, dass es eher eine Art Kompromiss zwischen ihm und Shepenupet zur Vermeidung einer Machtübernahme durch andere Könige aus dem Delta war, sei es, dass er eine nubische Söldnertruppe, die als Garnison schon in Theben stationiert war, an seiner Seite wusste; waren doch nubische Söldner, vor allem Bogenschützen, seit alters her Bestandteil des ägyptischen Heeres und zunehmend gerade in der 3. ZZ.

Im Delta jedoch entstand Gefahr durch eine Allianz mehrerer Könige, zu der Tefnacht aus Sais, der seit etwa 730 v. Chr. regierte, auch die zum oberägyptischen Herrschaftsgebiet gehörenden Könige von Herakleopolis und Hermopolis überredet hatte. Dies war das Signal, das Piye zum Handeln zwang - er nahm in einem sehr erfolgreichen Feldzug im Jahre 726 v. Chr. nacheinander alle abtrünnigen Städte ein. Die restlichen Deltafürsten (außer Tefnacht) unterwarfen sich und Piye bestätigte sie als regionale Herrscher, er selbst verstand sich nun als König über Könige, als Herr beider Länder und nahm wohl nun den Doppel-Uräus als Kopfschmuck an (24). Die Siegesstele aus seinem 21. Jahr berichtet darüber in großer Länge (sie enthält den mit Abstand längsten Stelentext der ägyptischen Geschichte, s. 5) und mit vielen Details, Jan Assmann hat diesen Text in seiner "Sinngeschichte" ausführlich gewürdigt.


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Abb. 4: Die Lunette der großen Siegesstele aus dem 21. Jahr von König Piye (747-716 v. Chr.), gefunden 1862 von einem ägyptischen Offizier im Großen Amuntempel am Gebel Barkal (Details der Fundgeschichte im Beitrag über Stelen und Rundplastiken). Wir sehen im Zentrum Amun mit was-Szepter und AnH sitzend, dahinter Mut mit der Doppelkrone; vor diesen steht Piye (partiell zerstört), und dann die gerade besiegten Herren aus Ägypten. Die Bilddarstellung in der Lunette zeigt das politische Programm, das Piye nach dem Sieg in Ägypten verfolgt, und nicht wie sonst auf den Königsstelen die Regel eine Götter-Opferszene: die besiegten Anführer werden fein differenziert, aber anerkannt: rechts die als Könige (unter Piye!) akzeptierten Regionalherren, deren Namen in Kartuschen geschrieben werden: stehend und dadurch herausgehoben König Nimlot von Hermopolis mit Sistrum, der sein Pferd am Zügel führt und vor ihm seine Piye begrüßende Königin Nestjenet; darunter in Proskynese drei weitere als Könige anerkannte: Osorkon von Tanis-Bubastis, Iuput von Leontopolis und Peftjauawibastet von Herakleopolis (von links nach rechts). Angedeutet erkennt man, dass diese Herren einen Uräus als Königssymbol am Kopfe tragen. Auf der linken Seite der Lunette sehen wir vier durch die Kopf-Feder gekennzeichnete Ma-Häuptlinge: oben Djedamunefanch aus Mendes und Akanosh aus Sebennytos; darunter zwei weitere Ma-Häuptlinge (von links): Pimuj aus Busiris und Patjenfi aus Per-Seped, dann Prinz Petisis aus Athribis/Heliopolis (mit Jugendlocke am Kopf?). Hervorzuheben ist, dass "sie nicht als Rebellen und elende Feinde, sondern im vollen Ornat ihrer herrschaftlichen Identität erscheinen" (Assmann (5), S. 358). Und das ist das ausgesprochen bemerkenswerte Programm Piyes: dass er die polyzentrische Ordnung, die sich in der 3. ZZ herausgebildet hatte, erhalten will, solange er der Herr darüber bleibt. Es fehlt allerdings einer seiner Gegner: Tefnacht der Saite, der sich dieser Ordnung nicht angeschlossen hatte und dessen Sohn erst einige Jahre später von Schabaqo, Piyes Nachfolger entmachtet wird. Die Stele berichtet im Text nicht nur von dem erfolgreichen Feldzug, sondern auch ausführlich über Piyes Frömmigkeit, Opferungen und Priesterdienste in Theben, Memphis, Babylon, Hermopolis. Diese Berichte von seiner Frömmigkeit und dem Gottvertrauen, aber auch seiner Gerechtigkeit, Milde und der Schonung der Besiegten bilden vermutlich die Grundlage für die in der Antike geradezu sprichwörtliche Untadeligkeit und Gerechtigkeit der Äthiopenkönige. (Woher allerdings die Wurzeln für die Legenden von Besuchen der Götter bei den Äthiopen stammen, von denen Homer berichtet, ist unklar, da sie wohl zeitlich früher einzuordnen sind als Piyes Stele). (aus FM. Snowden: Blacks in Antiquity. Ethiopians in the Greco-Roman experience: Cambridge Mass. 1970; p. 144-155) (Vorlage der Abb.: aus Budge, EAW.: Egyptian Literature, vol. II: Annals of Nubian Kings. London 1912, pl. P. LI)



Im Großen Amuntempel von Napata wurden die Hauptereignisse des Feldzuges als Wanddekoration angebracht, s. Abb. 8 und 9 im Beitrag: "Gebel Barkal - Tempelstadt und Residenz Napata"
Wenige Jahre später nahm Tefnacht einen Königstitel an, weshalb er von Manetho als Begründer der 24. Dyn. gezählt wird. Piyes jüngerer Bruder Schabaqo war inzwischen König geworden und hatte Memphis als Hauptstadt gewählt - als Einleitung der intensiven Besinnung auf alte ägyptische Traditionen, was sich auch an der Namenswahl der kuschitischen Pharaonen ablesen lässt, die vielfach die Namen von Pharaonen des AR annahmen (vollständige Liste: (25). Schabaqo entmachtete den Sohn Tefnachts Bockcheris in Sais, beendete damit schon 711 v. Chr. die 24. Dyn. und übernahm nun die volle Kontrolle über das ganze nördliche Ägypten. Damit war die 25. Dyn. endgültig in Ägypten etabliert - für die nächsten rund 50 Jahre, bis Taharqa 669 v. Chr. von den Assyrern besiegt wurde und sich fluchtartig nach Napata zurückziehen musste.



3. Der Gott im Berg als ikonographisches Bildmuster
Die hier umfangreich zitierten Vorstellungen Timothy Kendalls zur Bedeutungsvielfalt des GB, insbesondere die Interpretation des pinnacle als Uräus vor dem Berg und die Einwohnung des Gottes im Berge, sind nicht unwidersprochen geblieben. Der hauptsächliche Einwand, den Laszlo Török hervorhebt, ist die außerordentliche Seltenheit, mit der diese Darstellung in der Kendall'schen Sichtweise bisher in Ägypten und Nubien gefunden wurde, wenn man sie z. B. mit der in der Art ähnlichen Ikonographie der Hathor im Westgebirge von Theben vergleicht (26).

Nur das Relief an der SW-Wand des Tempels B303 zeigt zweifelsfrei den Amun von Napata im Reinen Berge thronend, s. Abb. 9 im Artikel "GB - Götterschrein". Auch die Darstellung des opfernden Ramses II. vor dem Amun von Karnak im Berge in der großen Säulenhalle des Südtempels von Abu Simbel kann so interpretiert werden, s. Abb. 11 im Beitrag "GB - Götterschrein". Drei weitere Beispiele desselben ikonographischen Typs, die bisher aufgefunden wurden, stammen ebenfalls alle aus Nubien und zwar aus dem Aspelta-Schrein des Amuntempels von Sanam (27), vom Löwentempel in Musawwarat (28) und vom Apedemak/Löwentempel in Naqa (29). Aufgrund des fragmentarischen Charakters dieser Reliefs ist ihre Überzeugungskraft, dass sie als weitere Beispiele für die Abbildung des Gottes im GB herangezogen werden können, in der Tat eingeschränkt. Töröks Einwand, diese Darstellungen würden alle als Baldachine, an deren Rand ein Uräus befestigt ist, anzusehen sein und nicht als Andeutungen einer Bergsilhouette, kommt mir allerdings auch nicht überzeugend vor. Immerhin meint er abschließend, dass "the problem of Amuns dwelling in the Pure mountain requires further research".

Es gibt jedoch eine Reihe weiterer Darstellungen, die Kendall zur Untermauerung seiner hier dargestellten Interpretation des GB als Beispiele gesammelt hat, auf denen man eine GB-Silhouette bzw. Ähnlichkeit mit der GB-Hieroglyphe (s. dazu: "Gebel Barkal - Götterschrein") erkennen kann. Sie stammen aus zwei Gräbern in Meroe (Beg N. 7, N.11), von einem Ring aus dem Ferlinischatz der Königin Amanishaketo (Beg N.6), von zwei Graffiti in Felshöhlen im GB bzw. im Gebel Suweigat (gegenüber von Nuri auf dem rechten Nilufer gelegen). Auch einige Darstellungen in Königsgräbern von Szenen aus dem Amduat, dem Pforten- oder Höhlenbuch, auf denen Schlangen sich in Form eines Urhügels über verschiedenen Göttern wölben, führt Kendall als Beispiele dafür an, dass das Bild des Gottes im Berg als ikonographisches Muster nicht so selten ist. (Literaturnachweise in (7). Hinzufügen könnte man vielleicht auch die Abbildung einer Stele aus Abydos, die Wainwright in ganz anderem Zusammenhang abgebildet hat (30). Können diese Beispiele Töröks Einwand der Seltenheit entkräften? Oder sollte man sagen: diese Darstellungsform wurde nur deshalb so selten gewählt, weil sie eine Entsprechung in der Unsichtbarkeit und Verborgenheit findet, die Amuns vielen Eigenschaften von Anfang an zugeordnet gewesen waren?

Man darf also gespannt darauf sein, inwieweit mit neueren Forschungsergebnissen die Vorstellungen Kendalls weiter präzisiert werden können.


Quelle:
(1) Klug, A.: Königliche Stelen in der Zeit von Ahmose bis Amenophis III. Fond. Egypt. Reine Elisabeth, Brepols 2002; S. 201, l. 33
(2) Kendall, T.: Le Djebel Barkal: le Karnak de Koush. Les Dossiers d'archeologie 196(1994)46-53; hier: p. 52
(3) Kendall, T.: Kerma and the Kingdom of Kush 2500-1500 BC. Natl. Museum of African Art, 1997; p. 77
(4) Werth, E.: Die afrikanischen Schafrassen und die Herkunft des Ammonkultes. Ztschr. f. Ethnologie 73(1941/1944)307-321
(5) Assmann, J.: Ägypten. Eine Sinngeschichte. Fischer Tb-Verl. Frankfurt. 1999; S. 352 ff
(6) Török, L.: The image of the ordered world in ancient Nubian art. The construction of the kushite mind, 800 BC - 300 AD, p. 12
(7) Kendall, T.: Why did Taharqa build his tom at Nuri? In: Between the Cataracts. Proc. 11th Conf. for Nubian Studies, Warsaw, 2008, 117-147, hier: p. 129 ff.
(8) Török, L.: wie (6), p. 22
(9) Junker, H.: Die Onurislegende. Nachdr. von: Wien 1917; Georg Olms Verlag 1988
(10) Bonnet, H.: RÄRG, S. 847
(11) Bell, L.: Luxor Temple and the Cult of the Royal kA. JNES 44(1985)251-294, hier: fig. 4 and 5
(12) Pamminger, P.: Amun und Luxor - der Widder und das Kultbild. Beitr. z. Sudanforsch.. 5(1992)93-140; hier 108183
(13) Adams, WY: Nubia. Corridor to Africa. Princeton Univ. Press 1977; p. 243
(14) Kendall, T.: The origin of the Napatan state: El-Kurru and the evidence for the royal ancestors. Meroitica 15(1999)3-117; hier: 66 ff.
(15) Adams, WY: wie (13), p. 242; kritisch dazu Török, L.: The kingdom of Kush. Handbook of the Napatan-Meroitic civilization. Handbook of Oriental Studies, vol. 31, Brill 1997; p. 84, ff; p. 109-110
(16) Kendall, T.: wie (14), p. 55
(17) Török, L.: in wie (15), p. 112 (ausführlich!)
(18) Wenig, St.: Africa in Antiquity, Vol. II. The catalogue, The Brooklyn Museum, 1978, p. 16-17
(19) Török, L.: wie (15), 123-126
(20) Jansen-Winkeln, K.: Alara und Taharqa: zur Geschichte des nubischen Königshauses. Orientalia 72(2003)141-158; s. auch Priese (23)
(21) Török, L.: wie (15), p. 200 ff
(22) Kendall, T.: Die Könige vom Heiligen Berg; Napata und die Kuschiten-Dynastie; in: D. Wildung (ed.): Sudan - Antike Königreiche am Nil. Tübingen 1996, S. 161-171
(23) Priese, K-H.: Der Beginn der kuschitischen Herrschaft in Ägypten. ZÄS 98(1970)16-32; hier S. 17
(24) Kendall, T.: wie (14), p. 71
(25) Török, L.: wie (15), p. 200 ff.
(26) ders. wie (6), p. 2384
(27) Griffith, FLl: Oxford Excavations in Nubia. LAAA 9(1922)67-124; hier pl. 47/1 u. p.110
(28) Hintze, F, U. Hintze, K-H. Priese und K. Stark: Musawarat es Sufra, I.2: Der Löwentempel; Tafelband, Berlin 1971; pl. 59
(29) Gamer-Wallert, I.: Der Löwentempel von Naqa in der Butana (Sudan) Bd. III: Die Wandreliefs; Wiesbaden 1983; Bl. 11a
(30) Wainwright, GA: An aniconic form of Amun. ASAE 28(1928)175-189, fig. 8

Eingestellt durch: menna (02.04.2010)
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