Ägyptologie-Blatt

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Universität Heidelberg gründet Sonderforschungsbereich
Eine Forschergruppe soll die bisher ungeklärte Dynamik von Ritualen untersuchen
Von Gitta am 23.06.2002 um 15:43:23 

Das auf zwölf Jahre angelegte Projekt umfaßt fünfzehn überwiegend kulturwissenschaftliche Fächer in siebzehn Teilprojekten. Mit einer Bewilligungssumme von über 3,5 Mio Euro werden zunächst für drei Jahre über zwanzig wissenschaftliche Stellen für den akademischen Nachwuchs geschaffen.

U.a. werden die Wanderungen von Ritualen von einer Kultur oder Religion in eine andere untersucht und die Wiederbelebung von alten Ritualen im Laufe von Epochen. Methodisch sollen die Ergebnisse des Projektes auf drei Ebenen verglichen werden: durch den interkulturellen Vergleich, durch einen Vergleich teilweise großer Zeiträume - vom alten Ägypten bis zum Intrenet - sowie durch einen Vergleich von Text und Kontext, z.B. von Ritualskripten und deren Anwendung im Ritual selbst. Man wird sich dabei auf umfangreiches Material stützen, das zum Teil erstmalig erschlossen wird: zahlreiche ägyptische Pyramiden- und Sargtexte, ganze Bibliotheken assyrischer Ritualtexte, "Ozeane" an Ritualtexten in Sanskrit, dreißig Bände rajasthanisches Hofprotokoll, weitläufige griechische Kultregelungen, Handbücher christlicher Lithurgie und deren Auslegung usw. Hinzu kommen empirische Erhebungen und Auswertungen.

Neben einer Reihe anderer hochrangiger Wissenschaftler der einschlägigen Fachrichtungen sind für die Ägyptologie Professor Jan Assmann und Dr. Hubert Röder an dem Projekt beteiligt.

Quelle: Pressemitteilung des idw vom 14.06.2002
http://idw-online.de/

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