Ägyptologie-Blatt

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Ägyptische Königin des AR eine Feministin?
Und vielleicht sogar verantwortlich für den Zusammenbruch?
Von Gitta am 27.07.2002 um 23:57:00 

Französische Ägyptologen interpretierten die Texte in der Pyramide der Königin Anchenespepi II. als Zeugnis für den Kampf um Gleichberechtigung. Ihr wurde schließlich zugestanden, unsterblich zu werden, ein Vorzug, der bis dahin nur Königen zuteil wurde. Ihre Begräbnisstätte ist aussergewöhnlich und die in ihrer Grabkammer eingemeisselten Texte öffneten ihr den Weg in die Ewigkeit.

Anchenespepi II. war Gemahlin von Pepi I. und seinem Nachfolger Merenre. Sie diente einige Jahre als Regentin für Ihren Sohn, Pepi II, der bereits im Alter von sechs Jahren auf den Thron gelangte. Und das sie wie ein König regierte, reklamierte sie für sich auch die königlichen Rechte für das Jenseits, die ihr schließlich auch gewährt wurden. Auf dem Sturz ihres Tempeltores, einem 17 t Block aus Granit, trägt sie den Titel "Mutter des Königs von Ober- und Unterägypten". Eine kleine Statue (im Brooklyn Museum of Art), die sie mit ihrem Sohn auf dem Schoß zeigt, beweist ausserdem ihre Bedeutung.

Der Ägyptologe Labrousse hält den Bruch von Anchenespepi II. mit der Tradition für so gewaltig, dass dadurch sogar religiöse und soziale Aufstände bis hin zu Revolten hätten ausgelöst werden können. Pepi II. war der letzte König des Alten Reiches, bevor es zusammenbrach. Labrousse erhofft sich von anstehenden Ausgrabungen in Sakkara näheren Aufschluss über die noch sehr undurchsichtige Periode vom Übergang des Alten Reiches in die Erste Zwischenzeit.

Quelle:
http://www.news.com.au/common/story_page/0,4057,4628809%255E13780,00.html

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