Ägyptologie-Blatt

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Einzigartiges Unterwassermuseum im Alexandria
Auch Hobbytauchern ist es jetzt gestattet, die versunkenen Schätze zu besuchen
Von Gitta am 20.10.2002 um 12:24:43 

Nachdem das französische Team von Tauchern den Meeresboden eingehend untersucht hat, haben nun auch Amateure die Chance, den "Palast der Seufzer" zu besuchen, der vielleicht Zeuge der Umarmungen von Kleopatra und Antonius gewesen ist.

Die Eröffnung des ersten Tauchcenters gibt Touristen Gelegenheit, sich die Wunder der auf dem Meeresboden befindlichen antiken Schätze anzusehen.

Begonnen haben die Unterwasserausgrabungen 1934, nachdem ein Pilot der britischen Luftwaffe aus 900 m Höhe ein Schiffswrack vor Abukir bemerkt hatte. Seinerzeit wurde ein Versuch mit Freiwilligen unternommen, das Wrack zu bergen. Im Jahre 1962 wurden vor der Festung Qaitbay diverse Granitstatuen gefunden. Man glaubt, dass die Festung an der Stelle erbaut wurde, wo einst der Pharos, Alexandrias berühmter Leuchtturm, gestanden hatte - eines der sieben Weltwunder. Die ägyptischen Behörden informierten daraufhin die UNESCO und 1965 wurde ein U-Boot eingesetzt, um den Meeresboden zu kartieren. Sorgfältiger wird nun seit 1992 das Meer vor Alexandria erforscht.

Der Direktor des Tauchcenters von Alexandria, Ashraf Sabri, hat über acht Jahre rund 5.000 Taucher in Nizza ausgebildet. Als er hörte, dass an Ägyptens Mittelmeerküste große Unterwasserflächen mit Kunstschätzen ausgemacht worden waren und die Fülle an Artefakten niemals in einem Museum untergebracht werden könnte, kam ihm die Idee, ein Tauchcenter zu eröffnen. Innerhalb eines Jahres zog das Center schon mehr als tausend Touristen an aus Amerika, Belgien, Kanada, Japan und Frankreich. In Begleitung von professionellen Tourtauchern können Besucher die Antiquitäten aus fünf bis zehn Metern Entfernung besichtigen. Die 45minütige Tour durch den Osthafen beinhaltet die Besichtigung pharaonischer, ptolemäischer, griechisch-römischer und islamischer Artefakte. Die grösste Popularität jedoch geniesst Kleopatras Palast. Das Gelände des Osthafens war in ptolemäischer Zeit das königliche Viertel.

Quelle
http://www.uk.sis.gov.eg/online/html7/o101022b.htm

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