Ägyptologie-Blatt

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"Pyramidenforscher" ohne Roboter und Kamera
Wie den Pyramiden lange vor dem Einsatz von High Tech zu Leibe gerückt wurde
Von Gitta am 20.10.2002 um 12:25:39 

Lange bevor Ausländer Sonden und Kameras in den Schächten der Großen Pyramide versenkten, sandte der Kalif Ma'moun im Jahre 809 ein Team nach Giza, um sich mit Pickeln und Schaufeln einen Weg zu den Schätzen des Chufu zu bahnen. Den heute von Touristen genutzten Eingang zur Pyramide verdanken wir dieser "Expedition", die seinerzeit vor einem soliden, torlosen Steinberg stand.

Kalif Ma'moun war ein gelehrter Mann, der es sich zum Ziel gesetzt hatte, den Geheimnissen des antiken Ägypten auf die Spur zu kommen. Und ganz besonders angetan war er von dem Geheimnissen der Pyramiden. Seine Männer suchten sich eine Stelle an der Nordseite der Großen Pyramide, um sich ihren Weg in das Innere freizuhacken. Nach einigen Monaten waren sie 30 m vorangekommen und nahe daran aufzugeben, als sie im Inneren Gestein herabfallen hörten, was sie auf einen Hohlraum schießen ließ. Dies ermutigte sie weiterzumachen und bald stießen sie auf einen abwärts geneigten Korridor, an dessen Ende sie nichts weiter als einen leeren quadratischen Raum vorfanden. Sie hatten vielleicht ein Königsgrab gefunden, aber von einem Schatz war nichts zu sehen. Sie schlugen einen anderen Weg ein, einen absteigenden Gang, der in einer unterirdischen Kammer endete, angefüllt mit Steinen und Schutt. Hinter der Südwand fanden sie eine weitere Kammer, aber anstatt eines Schatzes sahen sie sich wieder solidem Fels gegenüber. Der Kalif stoppte daraufhin die Grabungskampagne, die erste neuzeitliche überhaupt.

Historiker vermuten, die Große Pyramide sei bereits lange vorher geplündert worden, möglicherweise beim Zusammenbruch des alten Reiches.

Quelle
http://www.uk.sis.gov.eg/online/html7/o101022c.htm

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