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Große Dürre zum Ende des Alten Reiches
Die Indizien, dass Dürre das Ende des AR bewirkt hat, häufen sich
Von Gitta am 17.04.2004 um 22:08:58 

Wissenschaftler der Universität Chikago betrieben weitere Ursachenforschung hinsichtlich des Niederganges des Alten Reiches. T. Wise-Harthorne fasst sie in einem Online-Artikels des Universitätsjournals zusammen.

Historische und paläoökologische Daten lassen vermuten, dass der grösste Teil Afrikas vor etwa 4.000 Jahren von einer katastrophalen Dürre betroffen war.

Jean-Daniel Stanley und Kollegen nutzten Strontium-Isotope und Materialanalysen aus Kernbohrungen des Nilsediments aus zwei gut erforschten Regionen, um die Schwankungen im Schema der Flussströmung und der jährlichen Flut während dieser Epoche zu erkunden. Dabei wurde der Anteil von 87Sr und 86Sr gemessen. Da die zwei Hauptzuflüsse des Nil Regionen mit unterschiedlichen Werten dieser Isotopen durchfließen, lassen sich  Sedimente des Deltas mit dem des Weißen Nil (mit höherem Anteil) sowie des Blauen Nil (mit niedrigem Anteil) vergleichen. Diese und petrologische Untersuchungen, die die Anwesenheit von eisenoxydhaltigem Sediment dokumentieren - einem Charakteristikum für trockene Perioden - zeigen, dass der Wasserstand im gesamten Einzugsgebiet des Nil um 2200 v.Chr. ausserordentlich niedrig war.

Weitere Belege für trockene Umweltbedingungen finden sich in historischen Aufzeichnungen sowie auf Reliefs, die eine Wüstenlandschaft zeigen. Diese Übereinstimmung von Befunden unterschiedlichster Untersuchungen dieses Zeitabschnitts machen es immer wahrscheinlicher, dass  eine großflächige Dürre die Hauptursache für den Zusammenbruch des Alten Reiches in Ägypten war.

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