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Das Wunder der Großen Pyramide des Cheops
Neues Buch von Zahi Hawass
Von Gitta am 09.05.2004 um 23:36:18 

"The Miracle of Great Cheops Pyramid", also das "Wunder der Großen Pyramide des Cheops", ist der Titel eines neuen Buches von Zahi Hawass, Chef des Supreme Council of Antiquities SCA. Das in acht Kapitel unterteilte Buch soll Enthüllungen enthalten rund um die Große Pyramide, die noch heute ein Mysterium sei. So wird u.a. zu lesen sein, dass
  • die Wahl des Bauplatzes kein Zufall war, sondern dass zu diesem Zweck architektonische und astronomische Untersuchungen vorgenommen wurden
  • der Pyramidenbau ein nationales Projekt unter Einbeziehung der Bevölkerung war, die ihrem König damit zur Gottwerdung verhalf
  • Cheops 30 bis 32 Jahre regierte und nicht nur 23 Jahre wie bisher angenommen. Grundlage für diese Erkenntnis ist eine Inschrift aus dem Jahr 27 des Cheops, die vor einiger Zeit in der Westwüste aufgefunden wurde.

Hawass schätzt die Gesamtbevölkerung Ägyptens im Pyramidenzeitalter auf 1 Million, von denen 20.000 bis 30.000 am Bau der Pyramide beteiligt waren, eingeteilt in große und kleine Gruppen, die jeweils eine bestimmte Anzahl an Arbeitsstunden leisteten.

Die Anordnung der Kammern in der Großen Pyramide begründet Hawass damit, dass mit der Bestattung des Cheops von einer Regel abgewichen wurde: dieser König sah sich selbst als Gott Re, nicht als Horus auf Erden, der erst nach seinem Tode als Re zum Himmel aufsteigt. Nach dieser Lesart war es nicht möglich, ihn unter der Pyramide zu begraben; er wurde also in der Pyramide beigesetzt. Die Göttlichkeit von Cheops sei auch der Grund, weshalb in ganz Ägypten kein einziger Tempel aufzufinden sei, der auf ihn zurückgeht.

Hawass bezieht sich in seinem Buch auch auf ein "Abenteuer", das er in der Pyramide erlebte: eine Besichtigung der fünf Entlastungskammern oberhalb der Grabkammer. Die erste der Kammern aus Kalkstein und Granit enthält keine Inschriften. Die zweite enthält Inschriftenreste mit der Kartusche Cheops' und schriftliche Hinterlassenschaften der Arbeitsgruppe. Die dritte Kammer enthält Inschriften einer anderen Arbeiterkolonne. In der vierten Kammer befinden sich Steine mit dem Namen des Cheops, die jedoch augenscheinlich vor dem Einbau beschriftet worden waren. Die fünfte Kammer enthält den Namen eines Arbeiters. Dies alles sei, so Hawass, der Gegenbeweis für die hier und da geäusserte These, es habe nie einen König Cheops gegeben.

Ein anderes Kapitel befasst sich mit den Gewölben, Tunneln und Hohlräumen der Pyramide. Hawass erklärt, diese seien aus zwei Gründen geschaffen worden: zum Einen aus religiösen Gründen, zum Anderen in Verbindung mit den Schätzen des Königs. Die Ägypter stellten sich das Jenseits mit Toren, verschlossenen Türen und Gewölben vor, die der Verstorbene kennen musste um den Himmel zu erreichen. Auf der anderen Seite suchten sie nach Wegen, um die Schätze vor Plünderern zu verbergen. Er persönlich glaube, die mittels eines Roboters entdeckten Verschlusssteine würden noch viele Geheimnisse bergen.

Nach einer Meldung von Egypt online vom 06.05.2004

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Kommentare zu diesem Artikel
Anubis12.05.2004 um 10:48:42
Ich finanziere diesen Selbstdarsteller nicht indem ich seine "Werke" kaufe.

franz14.05.2004 um 20:08:42
Kann Anubis nur zustimmen.Die egomanische Art des Herrn Hawass finde ich fürchterlich.



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