Ägyptologie-Blatt

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Beruehrungsfreie Untersuchung historischer Kunstschaetze
Methode der Uni Hohenheim datiert auf's Jahr genau
Von Gitta am 03.06.2004 um 22:31:48 

Informationsdienst Wissenschaft - idw - - Pressemitteilung
Universitaet Hohenheim, 03.06.2004

Beruehrungsfreie Untersuchung historischer Kunstschaetze -
Pressekonferenz am Montag, 14. Juni 2004

Im Rahmen eines interdisziplinaeren Forschungsprojekts der
Fachhochschule Aalen, der Universitaet Hohenheim und dem
Wuerttembergischen Landesmuseum Stuttgart ist es weltweit erstmals
mittels eines Computertomografen gelungen, hochwertige archaeologische
Objekte beruehrungsfrei aufs Jahr genau zu datieren. Gegenstand der
Untersuchungen waren drei keltische Holzfiguren aus der Viereckschanze
von Fellbach-Schmiden. Sie gehoeren zum kostbarsten Bestand des
Wuerttembergischen Landesmuseums Stuttgart. Bisher entzogen sich derart
einmalige Kunstobjekte einer exakten Datierung, da sich das Entnehmen
von Holzproben verbot.


Die im klimatisierten Computertomografen der Aalener Fachhochschule/
Arge Metallguss gewonnenen Daten wurden anschliessend im renommierten
dendrochronologischen Labor der Universitaet Hohenheim zur
Jahrring-Messung aufbereitet. Dank der industriellen
Roentgen-3D-Computertomografie konnten dort virtuelle Schnitte in einer
derart hohen Aufloesung hergestellt werden, dass an ihnen eine
Altersbestimmung jahrgenau moeglich war.

Die Analyse der Jahrringe ergab fuer die drei untersuchten Figuren ein
Alter von 127.v. Chr. In jenem Jahr wurde die Eiche, aus der alle drei
Objekte geschnitzt sind, gefaellt. Das neue Verfahren eroeffnet nun
voellig neue Moeglichkeiten, archaeologische bzw. kunsthistorisch
wertvolle Objekte beruehrungsfrei zu datieren und hochaufloesend zu
analysieren.

Pressetermin
am Montag, 14. Juni 2004 im Alten Schloss in Stuttgart
um 11.00 Uhr

An den Originalobjekten in den Keltenausstellung begruesst Sie der
Direktor des Wuertt. Landesmuseums Prof. Dr. Volker Himmelein

Dieses Projekt (Power-Point-Praesentation) werden Ihnen vorstellen:      
         
Dr.-Ing. Irmgard Pfeiffer-Schaeller, FH Aalen, Computertomografie        
         
Dr. phil. Erwin Keefer, Wuertt. Landesmuseum Stuttgart, Archaeologe      
       
Dipl. Agrarbiologe Michael Friedrich, Uni. Hohenheim, Dendrochronologe

Screenshots, Fotos und Texte liegen vor

Informationsdienst Wissenschaft e. V. idw

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Kommentare zu diesem Artikel
Seqenenre E-Mail04.06.2004 um 09:01:56
Wobei das wohl natürlich nur für Gegenstände aus Holz gilt und nur dann, wenn eine Chronologie zweifelsfrei datierter Vergleichsstücke bereits vorhanden ist. Für die Ägyptologie ist das doch wohl kaum der Fall, oder?



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