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Prähistorische Häuser in Farafra
Italiener erfolgreich im 'Verborgenen Tal'
Von Gitta am 18.07.2004 um 14:43:05 

Italienische Wissenschaftler der Universität Rom fanden bei ihrer Grabungsmission in Farafra Reste von steinzeitlichen Wohnhäusern. Die rechteckige Struktur weist auf Wände aus "Millstone" hin, einem Baumaterial, das ich leider bis dato nicht identifizieren konnte - aufgebaut auf schlammigem Untergrund. Innerhalb der Räumlichkeiten fand man rote Öfen, Kochstellen, die sehr lange in Gebrauch waren, und in diesen noch Überreste von Rindern und Schafen.

Auch Werkstätten für Steinwerkzeug wurden ausgemacht. Gefunden wurden Messerklingen, Pfeilspitzen, Äxte und Bohrer. Es scheint dort auch Spezialisten für die Herstellung von Schmuck aus Straußeneiern gegeben zu haben, wie Ketten und Armbänder vermuten lassen oder ein auf Schalenresten befindliches Muster mit Längslinien.

Das "Hidden Valley" ist eine versteckte Senke, ursprünglich mit Wasser gefüllt, wovon zahlreiche Fischgrätfunde zeugen. Die Siedlungsreste, so der Grabungsleiter, rühren wohl von frühen Beduinenstämmen, die sich von Fisch und Geflügel ernährten. Nach Art und Anzahl der pflanzlichen Überreste müssen sie auch Landwirtschaft betrieben haben.

Die früheste Erwähnung findet die Oase Farafra, das "Land der Kuh" Ta-ihu, in der Geschichte vom beredten Oasenbewohner aus der 5. Dynastie.

Nach einer Meldung von Egypt online.

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Kommentare zu diesem Artikel
Gitta E-Mail19.07.2004 um 22:28:45
Ein fachkundiger Leser (danke, Bernie ) wies darauf hin, dass es sich bei "Millstone" (auch "Gritstone) um eine Art grobkörnigen Sandstein handelt.



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