Ägyptologie-Blatt

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100 Jahre Deutsches Haus in Theben-West
Ägyptologen feiern Jubiläum - am 24.12.2004
Von Gitta am 18.12.2004 um 20:40:55 

In der Online-Ausgabe der Lausitzer Rundschau findet sich ein interessanter Artikel zum Deutschen Haus, dem Grabungshaus des DAIK in Theben.

Das traditionsreiche Anwesen feiert in diesem Jahr sein 100jähriges Bestehen und begeht diesen besonderen Tag im kleinen Kreis am - Heiligabend. Der Artikel berichtet von der wechselvollen Geschichte des Hauses, das am 24.12.1904 von Ludwig Borchardt feierlich eingeweiht wurde:

"Mit den vom Deutschen Kaiser Wilhelm II. bewilligten Mitteln auf einem von der Regierung des ägyptischen Vizekönigs Abbas II. überlassenen Grundstück errichtet, soll es deutschen Gelehrten und Künstlern die Möglichkeit gründlicher Arbeit und frischen Schaffens inmitten der ausgedehntesten und wichtigsten Felder der ägyptischen Altertumskunde geben und den gleichstrebenden Männern anderer Nationen zum selben Zwecke gastliche Aufnahme gewähren."

In den Kriegswirren mehrfach zerstört und verlassen, bietet das Deutsche Haus seit 1984 nun in der derzeitigen Form Wissenschaftlern und Studierenden Raum zum Leben und Arbeiten. Das Gästebuch, aus dem der Artikel zitiert, beinhaltet teilweise amüsante Eintragungen, wie zum Beispiel diese aus dem Jahre 1960: "Götter, Gräber, Sarkophage, abends Bier und Hundeplage. Tempel, Wüste, Sonnenglut, Zuckerrohr und Hatschepsut. Fliegenwedel, Bakschischheischer, um dies alles sind wir reicher."

Ein Vorgänger dieses besonderen Erinnerungsstückes dürfte die Salamat von Theben sein, Richard Lepsius' Gästebuch aus dem Jahre 1844.


Foto: Gitta

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