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Fort aus dem Alten Reich auf dem Sinai
Kanadier legten 4.200 Jahre alte Befestigung frei
Von Gitta am 26.12.2004 um 22:43:05 

Ein Artikel von 21.11.2004 bei ctv.ca berichtet über die Freilegung eines Forts auf dem Sinai, nahe der Küste zum Roten Meer. Die Anlage wird auf 2200 v.Chr. datiert. Das kanadische Team hatte bereits vor zwei Jahren bei Kartierungsarbeiten auf dem Sinai von den Mauerresten gehört. Aufgrund eines kurzen Berichtes über Ruinen in der Gegend von Ras Budran und weiterer Informationen von dortigen Beduinen hatte es sich seinerzeit auf den Weg entlang der Rotmeerküste gemacht, konnte jedoch in der Kürze der Zeit lediglich eine Untersuchung der Oberfläche vornehmen. Im vergangenen Sommer kehrten die Kanadier zweck Grabung zurück. Die Wissenschaftler fanden eine Festung mit ungewöhnlicher Form. Die 7 m dicken Mauern beschreiben einen Kreis von 44 m Durchmesser. Als Material für die Festungsmauer dienten nicht die üblichen Nilschlammziegel, sondern Kalksteinblöcke. Der Standort sei ein guter Checkpoint für Reisende, die sich in der Antike die Küste entlang bewegten, meint Dr. Lawrence Pavlish, Mitglied des Archäologenteams. Der Bau der Festung diente der Verteidigung und scheint ein Akt der Verzweiflung der Ägypter gewesen zu sein, die zu dieser Zeit in Kriegshandlungen mit Sinai-Beduinen verwickelt waren. Nach den Befunden war die Anlage vielleicht ein Jahr besetzt gewesen, ehe sie aufgegeben wurde. Die Existenz der Befestigung unterstützt die unter Ägyptologen populäre Theorie, dass die kriegerischen Auseinandersetzungen auf dem Sinai und in Nubien ein wichtiger Faktor für den Zusammenbruch des Alten Reichs gewesen seien.

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