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Oxyrhynchus-Papyri sollen lesbar werden
Weltraumtechnik rückt verblichenen Schriftzeichen zu Leibe
Von Gitta am 24.04.2005 um 18:18:42 

Etwa 160 km südlich von Kairo, in Oxyrhynchus, führten 1896 zwei junge Archäologen in der Müllhalde der längst zerstörten antiken Stadt Grabungen durch. Schließliche verbrachten sie 700 Kisten voller Papyrusfetzen, etwa 400.000 Einzelteile, nach England; sie landeten im Keller der Bücherei der Universität Oxford. Schnell musste man nämlich feststellen, dass nur noch wenig Lesbares darunter war. Meist waren die Schriftzeichen im Laufe der Jahrhunderte schlicht verblichen. Datiert werden die Schriften in einen Zeitraum von 700 vor bis 300 nach Christi Geburt. Eine für Aufnahmen aus dem Weltraum konstruierte Infrarot-Spezialkamera soll die Texte nun wieder lesbar machen. Nach Aussagen der Beteiligten sind im nächsten Monat erste Ergebnisse zu erwarten.

Bei einer früheren Bearbeitung von einigen noch entzifferbaren Papyrusteilen ergaben sich Hinweise darauf, dass sich hier Werke berühmter Schriftsteller der klassischen Antike ebenso finden lassen könnten wie sehr frühe christliche Texte. Möglicherweise handelt es sich sogar um Abschriften von Werken, die in der alexandrinischen Bibliothek mit deren Brand untergegangen sind.

Ein längerer Artikel zum Thema mit einigen detaillierten Hintergrundinformationen ist zu finden unter welt.de.

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