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Über die Grabungen in Hattusa, der Hauptstadt der Hethiter
Tagung an der Uni Würzburg
Von Gitta am 15.03.2006 um 19:33:27 

Informationsdienst Wissenschaft - idw - Pressemitteilung
Bayerische Julius-Maximilians-Universität Würzburg, Robert Emmerich

Über die Grabungen in Hattusa, der Hauptstadt der Hethiter

Vor 100 Jahren begannen deutsche Wissenschaftler in Zentralanatolien
mit der Ausgrabung von Hattusa, der Hauptstadt der Hethiter. Die rund
30.000 Keilschrifttafeln, die dort seitdem gefunden wurden, haben das
Geschichtsbild der Späten Bronzezeit in Vorderasien wesentlich
mitbestimmt. Bei einer Tagung an der Uni Würzburg liefern nun mehrere
Ausgräber aus erster Hand Informationen über aktuelle Ergebnisse.

Mehr als 200 Teilnehmer haben sich schon angemeldet, um den 23
Vorträgen von Wissenschaftlern aus acht Ländern zu lauschen und sich
an den Diskussionen zu beteiligen. Bei der Tagung handelt es sich um
das VI. Internationale Colloquium der Deutschen Orient-Gesellschaft,
das in Zusammenarbeit mit dem Würzburger Lehrstuhl für
Altorientalistik organisiert wird. Es findet von Mittwoch bis Freitag,
22. bis 24. März, im Toscanasaal der Residenz und in der Alten
Universität statt. Sein Titel: "Hattusa-Boghazköy - das Hethiterreich
im Spannungsfeld des Alten Orients".

Die Hauptstadt der Hethiter liegt im Herzen Anatoliens, rund 150
Kilometer östlich von Ankara und am Nordrand der Landschaft
Kappadokien. Dort herrschten die Großkönige zwischen 1650/1600 und
1200 vor Christi Geburt über weite Teile Kleinasiens und Syriens.
Neben Ägypten und Assyrien/Babylonien waren die Hethiter die dritte
Großmacht des Alten Orients.

Die ausgegrabenen und restaurierten Überreste von Hattusa sind heute
als archäologisches Freilichtmuseum zugänglich. Der Ort wurde in die
UNESCO-Liste des Weltkulturerbes aufgenommen. Die Keilschrifttafel-
Archive aus Hattusa, die sich in Museen in Ankara und Istanbul
befinden, stehen zudem in der UNESCO-Liste "Memory of the World".

Weitere Informationen: Prof. Dr. Gernot Wilhelm, T (0931) 31-2862,
E-Mail: l-altorientalistik@mail.uni-wuerzburg.de

Weitere Informationen finden Sie unter http://www.altorientalistik.uni-wuerzburg.de/

Die gesamte Pressemitteilung erhalten Sie unter:
http://idw-online.de/pages/de/news150852

Kontaktdaten zum Absender der Pressemitteilung stehen unter:
http://idw-online.de/pages/de/institution99

Informationsdienst Wissenschaft e.V. - idw -
WWW: http://idw-online.de

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