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Seltene Ibis-Rasse markiert, um den Vogel Pharaos zu retten
via EEF und Reuters
Von Iufaa am 03.08.2006 um 15:45:57 

Environmental News Network meldet am 25. Juli 2006:

LONDON - Wissenschaftler haben drei Exemplare des nördlichen kahlen Ibis (Waldtrapp, Geronticus eremita) markiert, die zu  den letzten Überlebenden dieser Vogelart im Mittleren Osten gehören, um sie vor dem Aussterben zu retten. Diese Vögel wurden so verehrt, dass sie es zu einer eigenen alten ägyptische Hieroglyphe brachten.
Nur 13 der Vögel befinden sich in Syrien, sagte Britain's Royal Society for the Protection of Birds (= RSPB) und die Agentur für Vogelschutz BirdLife International in einer Pressemitteilung.

Die Vögel, mit ihrem kennzeichnenden schwarzen Gefieder und langen, nach-unten-gekrümmten roten Schnäbeln, wurden einst im pharaonischen Ägypten verehrt und lebten überall im Nahen Osten, dem nördlichen Afrika und den europäischen Alpen.
Da akut gefährdet, werden sie jetzt durch die International Union for the Conservation of Nature and Natural Resources in das höchste Niveau der Bedrohung eingestuft.

Bis vor vier Jahren dachte man, die Art sei in Syrien ausgestorben und die letzte freilebende Population habe nur in Marokko überlebt.
"Ohne dieses Überwachungs-Projekt wäre der Vogel der Geschichte geworden und nur in den Hieroglyphen erhalten geblieben" sagte Ibrahim Khader, Leiter von BirdLife Middle East, in der Erklärung.
"Wir wussten aus Berichte von Beduinen und örtlichen Jägern, dass es sie noch bei Palmyra gab."

Wissenschaftler vom BirdLife and dem RSPB markierten die drei Ibisse, mit den Namen Zenobia, Sultan und Salam in einem Gebiet bei Palmyra im südöstlichen Syrien, und hoffen, sie bei ihren jährlichen Wanderungen, die in diesem Monat beginnen, überwachen zu können, um herauszufinden, wo sie sich fortpflanzen.
"Die Überwachung der Vögel und ihrer Überwinterungsorte könnte die letzte Chance sein, sie zu retten," sagte der RSPB-Wissenschaftler Ken Smith. "Wir werden nicht im Stande sein, ihnen zu helfen, bis wir wissen, wohin sie gehen und welchen Bedrohungen sie ausgesetzt sind."

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