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Mumienscans en vogue
via EEF
Von Iufaa am 08.08.2006 um 11:19:16 

Zurzeit sind offensichtlich Computer-tomografische Untersuchungen von Mumien "in".

So berichtet The Mail on Sunday über Untersuchungen einer Kindermumie, die Flinders Petrie im Winter 1888-1889 auf einem Friedhof bei Hawara entdeckt hat. Die Untersuchung identifizierte die Mumie als die eines 4 - 7 Jahre alten Jungen, der vermutlich an Lungenentzündung gestorben, und lege artis mumifiziert worden war. Vier vergoldete Spangen wurden so auf der Mumie angebracht, dass sie nicht nur dekorativ wirkten, sondern die Bandagen auf befestigten.

Hier ein Bild aus der Nachricht, dass die Lage der Spangen zeigt:


Der Merkur-online berichtet über Untersuchungen eines Stuckkopfes aus München, den S. Schoske vor zehn Jahren in London im Katalog des Auktionshauses Christie's entdeckt und dann erworben hat. Das Alter des Stuckkopfes wurde auf 1800 Jahre geschätzt. Bei näherer Betrachtung hatte Schoske den Eindruck, unter dem Stuck könnte sich ein echter Mumienschädel verbergen - dies haben die CT-Scans jetzt bestätigt. Darüber hinaus lassen die Untersuchungen vermuten, dass der Kopf älter ist.

Pajamasmedia berichtet über CT-Scans einer weiblichen Mumie des Reading Public Museums. Die Mumie ist etwa 2300 Jahre alt, stammt aus Akhmin und trug den Namen "Nefer-ii-ne". Auf Basis der CT-Untersuchungen haben Spezialisten der kanadischen University of Manitoba in Winnipeg ein Kunststoffmodell ihres Schädels erstellt, auf dem Forensiker aus Philadelphia dann eine Gesichtsrekonstruktion erarbeitet haben. Die Ergebnisse werden allerdings erst 2008 der Öffentlichkeit vorgestellt, wenn das Museum eine Ausstellung rund um die Mumie eröffnet.



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