Ägyptologie-Blatt

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Die Wiege der Medizin stand in Ägypten, nicht in Griechenland
neue Forschungsergebnisse
Von Iufaa am 10.05.2007 um 17:08:00 

In EurekAlert berichten Forscher des Centre for Biomedical Egyptology an der Universität Manchester von ihren Untersuchungen medizinischer Papyri, die 1500 - 1000 Jahre älter sind als Hippokrates.

Verglichen mit modernen pharmakologischen Kenntnissen finden sich in den Papyri, die in der Mitte des 19. Jhds gefunden wurden, Rezepturen die heutigen Arzeneimitteln ähnlich sind - so haben die alten Ägypter Wunden mit Honig, Harzen, und Metallen behandelt, die antimikrobielle Wirkungen haben.

Das Team entdeckte außerdem Rezepturen für Laxativa (= Laxantia = Abführmittel), die aus Rhizinusöl (castor oil), Koloquinten, Feigen, und Kleie bestehen. Andere Stellen berichten, das Koliken mit dem Alkaloid Hyoszyamin (aus dem schwarzen Bilsenkraut), das auch heute noch eingesetzt wird, behandelt wurden, und das Kumin und Koriander gegen Blähungen verwendet wurden.

Muskulo-skelettale Störungen wurden mit Rubefacienzien (hautreizenden Mitteln) behandelt, um die Durchblutung zu steigern, sowie Breiumschlägen zur Erwärmung und Beruhigung.
Sellerie und Safran, beide zurzeit Ziel pharmakologischer Untersuchungen, wurden bei Rheumatismus eingesetzt, Granatapfel zur Behandlung von Bandwürmern, ein Mittel, das bis vor rund 50 Jahren auch noch in Gebrauch war.

Jetzt sind weitere Untersuchungen der ägyptischen Flora geplant.

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Kommentare zu diesem Artikel
Bes_Maat E-Mail14.05.2007 um 14:41:32
... hierzu ein Link zur Berliner Morgenpost
http://www.morgenpost.de/ausgabe/2007/05/13/wissenschaft/899529.html



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