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Hilferuf für Qasr Ibrim
Bedroht von den Wassern des Nils
Von Iufaa am 31.08.2007 um 22:54:24 

Al-Ahram Weekly on-line widmet dem historischen Ort Qasr Ibrim im Sudan einen ausführlichen Artikel.


- Vollbild -

Quelle: Al-Ahram

Früher war Qasr Ibrim ein Adlerhorst im nördlichen Nubien, seit dem Bau des Hochdamms bei Aswan ist es eine Insel oder Halbinsel, je nach Wasserstand. Qasr Ibrim blickt auf eine mehr als 3000-jährige Geschichte zurück. Die ältesten pharaonischen Relikte stammen aus dem Mittleren Reich, aus der Zeit Sesostris III. (Senwosret III.). Aus der 18. Dynastie finden sich Kapellen von Hatschepsut, Thutmosis III. und Amenhotep II. In der griechisch-römischen Zeit wurden nicht weniger als 6 Tempel aus Nilschlammziegeln für Isis, Amun, und andere ägyptische Gottheiten neben Befestigungsanlagen und Soldatenunterkünften erbaut.

Heute wird der Ort durch die regelmäßigen Überschwemmungen bei Hochwasserständen des Nassersees bedroht. Dr. Mohamed El-Biali, Direktor des SCA für Aswan und die benachbarten nubischen Gebiete, sieht dringenden Handlungsbedarf zur Erforschung und zur Sicherung der antiken Fundstätten. Systematische Ausgrabungen wurden 1963 begonnen, als  Bestandteil des Programms zur Rettung nubischer Monumente im Zusammenhang mit dem Bau des Staudammes bei Aswan. Die Arbeiten sind jedoch bei weitem nicht abgeschlossen. Qasr Ibrim entpuppt sich als eine Art historische Zwiebel, d.h. jede Periode hat ihre Schicht oder Schale hinterlassen - und die meisten sind noch nicht abgearbeitet.
El-Biali hofft auf Unterstützung durch die Unesco, um die Monumente in-situ erhalten zu können.

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