Ägyptologie-Blatt

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Flakon der Hatschepsut untersucht
Kein Parfüm, sondern eine Hautcreme?
Von Iufaa am 19.08.2011 um 17:44:16 

Untersuchungen an der Bonner Universität an einem Fläschen aus der Sammlung des Bonner ägyptologischen Museums welches der Hatschepsut zugewiesen wird, ergaben, dass die Chemikalienreste, die in dem Fläschen gefunden wurden, wohl nicht Reste eines Parfüms sind, sondern wohl eher Reste einer Hautsalbe.

Zitat:
Und weil die eben auch krebserregende Substanzen enthalten habe, sei sie womöglich mit schuld am Ableben der Königin."
vermuten die Bonner nun sofort, dass der Krebs, den Hawass bei der Mumie KV60A gefunden hat, eine Folge der Anwendung dieser Hautcreme sein könnte (bei dieser Gewebemasse "die vom linken Darmbein (Os ilium) ausging und dessen beide Oberflächen erodierte, dürfte es sich wohl um die Metastase eines [nicht identifizierten] Primärtumors handeln).

Und wieder dreht sich in den Medien das Karussell der Spekulationen. Wobei auffällt, dass im Spiegelartikel das Alter der Pharaonin mit
Zitat:
Sie wurde kaum älter als 35 Jahre
aufgeführt wird - Hawass vertrat in seinen Untersuchungen die Ansicht, dass die Dame KV60A wohl "zwischen ihrem 46. und dem 60. Lebensjahr verstorben sei". Quelle: Hawass, kmt 18, 3, 2007.
Die Pressemitteilung der Uni Bonn verwendet im Gegensatz zu den Medienberichten an den entsprechenden Stellen allerdings den Konjunktiv.

Unbeantwortet ist die Frage nach der Zuordnung des Flakons, der nur eine Kartusche mit dem Namen "Maat-ka-Ra" trägt. Es könnte sich daher auch um ein Fläschen der Königin "Maat-ka-Ra" aus der 21. Dyn. handeln, es sei denn, die Fundumstände erlauben nur eine eindeutige Zuweisung an Hatschepsut.

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