Ägyptologie-Blatt

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Das Geheimnis der Falten im Stoff ...
... Bienenwachs ?
Von Lutz am 06.03.2018 um 14:23:54 


Zitat:
... Es handelt sich bei Plissee um ein ebenmäßiges Textil, in das künstlich Falten eingearbeitet werden. Damit diese Falten dauerhaft Bestand haben, werden die meisten Plissee-Kleidungsstücke aus synthetischen Fasern wie zum Beispiel Polyester hergestellt. Das hat einen einfachen Grund: Falten aus Naturfasern sind nicht wäschebeständig. ...( Elle )

Die Vorliebe der alten Ägypter für aufwendig gefaltete Stoffe und Kleidungsstücke ist auf den zahlreichen Abbildungen in Gräbern und Tempeln unübersehbar. Schon das älteste bekannte Objekt, das sogenannte "Tarkhan Dress" (London U.C. 28614B, 3482-3102 BC) zeigt diese Mode.

Das Ägyptische Museum in Turin ist stolzer Besitzer mehrerer plissierter Tuniken. Cinzia Oliva, Restauratorin am Museum, war über den aussergewöhnlich guten Erhaltungszustand der Stoffe mit alternierender Faltenbildung überrascht. Zu erwartende Risse im Leinen waren nicht zu erkennen.

Um das Geheimnis der altägyptischen Schneider zu lüften, suchte man Unterstützung bei Chemikern der Universität Turin. Diese wiesen per Infrarot- und Resonanz-Spektroskopie Bienenwachs auf den Kleidungsstücken nach. Die Ergebnisse sind jedoch als vorläufig anzusehen, eine Analyse weiterer Kleidungsstücke ist notwendig.

Quelle : La Stampa, 14.02.2018 .


Gillian Vogelsang-Eastwood : Die Kleider des Pharaos - Die Verwendung von Stoffen im Alten Ägypten. - Hannover / Amsterdam : Kestner-Museum / Batavian Lion, 1995. - ISBN : 9076073849. - 152 S. - Seite 77 :

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