In der Überlieferung der Hebräer gibt es die in der Genesis festgehaltene Episode, dass Joseph die Ägypter durch eine siebenjährige Hungersnot leitet, indem er in den 7 reichen Jahren Getreide sammeln lässt, und es in den armen Jahren an die Ägypter verkauft. Diese Geschichte ist in zweierlei Hinsicht interessant. Erstens ist sie ein Beleg für Finanzwirtschaft, Einsatz von Edelmetallen (Münzen gab es noch nicht) Es ist aber gewogen und gerechnet worden. Zweitens, wenn die Geschichte so stattgefunden hatt, wie dort berichtet, dass die Freien Bauern ihren Boden verpfänden mussten, und danach Zinsen zahlen mussten, dies zu gewaltigen sozialen Unruhen geführt haben müsste, denn es sit ein direkte Nachweis von Zinsen und Wucher. Wenn dies alles in dem masse, wie in der Genesis behauptet, stattgefunden haben soll, müsste dies Geschehen in den ägyptischen Quellen irgendwo greifbar sein. "Die siebenjährigen Hungersnot (Genesis 41,25–36) zwingt die Ägypter, Getreide von Joseph zu kaufen – zunächst gegen Geld (V. 14). Schritt 2: Vieh als Zahlungsmittel Als das Geld aufgebraucht ist, verlangen die Ägypter Brot im Tausch gegen ihr Vieh (V. 16–17). Schritt 3: Landverkauf und Leibeigenschaft Im zweiten Jahr der Hungersnot haben die Bauern kein Geld und kein Vieh mehr – sie bieten Joseph ihr Land und ihre Freiheit an (V. 18–19). Joseph kauft alles Land für den Pharao und macht die Bauern zu Pächtern: Sie müssen fortan 20 % ihrer Ernte (einen Fünftel) an den Pharao abgeben (V. 20–26). "
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