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   Architektur & Kunst (459)
   Türbefestigungen (27)
  Autor/in  Thema: Türbefestigungen
Mubarek  
Gast

  
Re: Türbefestigungen 
« Antwort #15, Datum: 01.04.2007 um 01:52:05 »     

Die Erklärung könnte lauten, daß die senkrechte Drehachse nicht den seitlichen Abschluß des Türflügels bildete, der Türflügel sich also über die Achse hinaus fortsetzte.
Diese Konstruktion ergibt Sinn, wenn die Wandstärke der Flügelportale mindestens dem Abstand zwischen dem Zentrum des (metallenen) Drehlagers und der Wand entspricht und der Flügel ein relativ hohes Gewicht hat; es vereinfacht die Verteilung der gewichtsbedingten Zug- und Hebelkräfte auf die Achse sowie die Achsbefestigung im/am Türblatt.
Das muß allerdings nicht zwingend bedeuten, daß die Achse mittig zwischen Türinnen- und Außenwand geführt wird; sie kann sowohl nach innen als auch nach außen versetzt angebracht sein.
Kurze Ergänzung:
Ist das untere Achslager nicht im Lot mit dem oberen, sondern gegen die Schließrichtung versetzt, dient das dem selbstständigen Schließen der Tür, wobei die Schließkraft vom Achswinkel zur Senkrechten und vom Gewicht des Türflügels abhängig ist.
« Letzte Änderung: 01.04.2007 um 01:55:18 von Mubarek »
> Antwort auf Beitrag vom: 31.03.2007 um 17:06:15  Gehe zu Beitrag
naunakhte  weiblich
Moderatorin - Themenstarter

  

Re: Türbefestigungen 
« Antwort #16, Datum: 03.04.2007 um 16:44:45 »   

Hallo Mubarek,

wenn es sich bei deinen Ausführungen nicht um eine Hommage an das Datum handelt*, würde ich dich bitten es erneut zu formulieren.

Gruß
nauna

* als die nicht nur ich die Erläuterungen abgetan habe
> Antwort auf Beitrag vom: 01.04.2007 um 01:52:05  Gehe zu Beitrag
Mubarek  
Gast

  
Re: Türbefestigungen 
« Antwort #17, Datum: 03.04.2007 um 17:44:27 »     

Nun denn, hier etwas schlichter formuliert:

Wenn das Türblatt sehr dick ist, muss die Achse so weit weg von der Wand sein, daß die Tür auch ganz aufgeht und bei vollständiger Öffnung parallel zur Wand steht.
Um bei geschlossener Tür keinen offenen Spalt zwischen Achse und Wand zu haben, schließt das Türblatt nicht mit der Achse ab, ähnlich unseren heutigen Türangeln, sondern läuft noch ein Stückchen über diese hinaus.
Kurz: Der Abstand der Löcher von der Wand ist abhängig von der Dicke des Türblattes.
« Letzte Änderung: 03.04.2007 um 17:49:52 von Mubarek »
> Antwort auf Beitrag vom: 03.04.2007 um 16:44:45  Gehe zu Beitrag
naunakhte  weiblich
Moderatorin - Themenstarter

  

Re: Türbefestigungen 
« Antwort #18, Datum: 03.04.2007 um 17:49:52 »   

Hallo Mubarek,

so in etwa hatte ich deine Erläuterungen auch verstanden. Allerdings passt es dann irgendwie nicht, dass der Drehpunkt der Tür nach aussen sofort durch einen tieferhängenden Teil des Architravs begrenzt wird. Zudem sehe ich irgendwie keine Möglichkeit des Türblattes sich zu drehen - durch die seitliche Begrenzung. Jedenfalls stören mich die Begrenzungen vorne und an der Seite bei deinen Überlegungen. In Gedanken bekomme ich diese Tür noch nicht auf ....

Gruß
nauna
> Antwort auf Beitrag vom: 03.04.2007 um 17:44:27  Gehe zu Beitrag
Mubarek  
Gast

  
Re: Türbefestigungen 
« Antwort #19, Datum: 03.04.2007 um 18:03:06 »     

Du bist sicher, daß es sich um ein Architrav und nicht um eine Bodenplatte handelt? - Dann wäre der Innenraum dem Foto entsprechend links von den Achslagern.
Bei sehr dicken Türblättern, erklärt durch den Abstand der Achslager zur Wand, hieße das, daß die Türen wandseitig mit der Achse abschließen. Der bei geschlossenen Türflügeln jeweilig bestehende Spalt zwischen Türblatt und Wand wäre dann außenseitig durch eine starre Verkleidung verdeckt gewesen; sei es aus Holz, sei es aus Stein.
Außerdem bitte ich zu bedenken, daß die Türblätter nicht auf Stoß Decke und Boden berührten.
Bisher außer Acht gelassen ist der Verschluß durch einen Riegelbalken. Auch wenn das Türblatt nur so dick wie die Achse ist, wird nach innen hin Platz für den Balken, bzw. dessen Halterungen benötigt.
« Letzte Änderung: 03.04.2007 um 19:18:38 von Mubarek »
> Antwort auf Beitrag vom: 03.04.2007 um 17:49:52  Gehe zu Beitrag
naunakhte  weiblich
Moderatorin - Themenstarter

  

Re: Türbefestigungen 
« Antwort #20, Datum: 04.04.2007 um 12:33:38 »   

Hallo Mubarek,

ja es handelt sich um einen Architrav. An dem Stück findet man noch Reste der Hohlkehle und der im Bild linke Abschluss ist mit Sternen verziert. Eindeutige Hinweise auf eine obere Begrenzung des Durchganges.

Ja, der Innenraum ist links der Löcher und die Tür müsste nach innen aufgegangen sein.


Zitat:
Der bei geschlossenen Türflügeln jeweilig bestehende Spalt zwischen Türblatt und Wand wäre dann außenseitig durch eine starre Verkleidung verdeckt gewesen; sei es aus Holz, sei es aus Stein.


Diesen Verschluss durch Stein sieht man bei bestehenden Kapellen deutlich. Dies beschreibt 4U2 in seinem bearbeiteten Bild ja wohl mit Anschlag:


wobei auffällt, dass der Architrav meiner Frage keinen seitlichen Anschlag hat - es sei denn, dieser würde durch die Seitenmauern erzeugt ohne Spuren am Architrav zu hinterlassen.


Zitat:
Bisher außer Acht gelassen ist der Verschluß durch einen Riegelbalken. Auch wenn das Türblatt nur so dick wie die Achse ist, wird nach innen hin Platz für den Balken, bzw. dessen Halterungen benötigt.


Den Riegelbalken sollten wir auch weiterhin ausser acht lassen. Der taucht in den im OAM befindlichen Kapellen nicht auf - sprich: es gibt keine Anzeichen in den seitlichen Wänder der dort stehenden Kapellen. Diese werden wohl nur "auf eine kleine Art" verschlossen (eventuell wie Truhen - zwei Knöpfe die verbunden werden).

Sinnvoll wäre wohl tatsächlich (für mich) nur eine seitliche Ausmauerung bis in die Nähe der Drehlöcher.
Wir befinden uns mit den Löchern ganze 30 cm von der Wand entfernt - ein sehr großer Abstand. Es passt einfach nicht zu den anderen vorhandenen Beispielen.

Aber vielleicht hat ja noch jemand eine Erklärung dazu.

Gruß
nauna
> Antwort auf Beitrag vom: 03.04.2007 um 18:03:06  Gehe zu Beitrag
4U2  
Gast

  
Re: Türbefestigungen 
« Antwort #21, Datum: 11.07.2007 um 12:09:07 »     

hi

Zitat:
Sinnvoll wäre wohl tatsächlich (für mich) nur eine seitliche Ausmauerung bis in die Nähe der Drehlöcher.
Wir befinden uns mit den Löchern ganze 30 cm von der Wand entfernt - ein sehr großer Abstand. Es passt einfach nicht zu den anderen vorhandenen Beispielen

Dem kann ich nur zustimmen.
Ein weiteres Beispiel aus dem Tempel der Hatschepsut untermauert es. Auch hier sehen wir übringens die Aussparungen für die Lamelen, die ein verdrehen der eingesetzten Zapfenbüchse verhindert.

- Vollbild -
 
> Antwort auf Beitrag vom: 04.04.2007 um 12:33:38  Gehe zu Beitrag
maat-heru  maennlich
Member

  

Re: Türbefestigungen 
« Antwort #22, Datum: 25.09.2012 um 19:44:44 »   

Hallo zusammen,

als neues Mitglied bin ich gerade dabei, die Fragen durchzugehen.

Literaturhinweis zur gegenständlichen Frage und anderen Fragen betreffend AÄ Türen:
Otto Koenigsberger
Die Konstruktion der Ägyptischen Tür
Ägyptologische Forschungen, Heft 2, Verlag von J.J. Augustin in
Glückstadt, 1936
Abb. 35 Drehlager, S 26 - 34.

Ein IMG.pdf der relevanten Seiten konnte ich leider nicht hochladen, da ich bereits vorher eine Datei mit gleicher Bezeichnung angehängt habe.

Bitte daher um Anleitung, wie ich das trotzdem anhängen kann.
Bin auch gerne bereit, die Auszüge per mail an Interessenten zu versenden.

Viele Grüße

maat-heru
> Antwort auf Beitrag vom: 06.12.2006 um 08:28:25  Gehe zu Beitrag
Iufaa  maennlich
Moderator

  

Re: Türbefestigungen 
« Antwort #23, Datum: 25.09.2012 um 20:11:10 »   

Hallo,

zwei Anmerkungen:

1. macht es wenig Sinn, alte Beiträge lediglich mit Literaturverweisen zu beantworten bzw. ergänzen, ohne einen neuen Erkenntnisgewinn zu beschreiben (nicht jeder ist in der Lage, sich alte Literatur zu beschaffen);

2. wie wär´s mit "Umbenennen" der Datei (z.B. einfach ein "a" anhängen und neu hochladen)?

Iufaa
> Antwort auf Beitrag vom: 25.09.2012 um 19:44:44  Gehe zu Beitrag
maat-heru  maennlich
Member

  

Re: Türbefestigungen IMG_0001.pdf - 875,74 KB
« Antwort #24, Datum: 25.09.2012 um 20:17:03 »   

Hallo zusammmen,

Anhang zu meinem vorhergehenden Beitrag,
aus Die Konstruktion der ägyptischen Tür, Auszug zum Thema
Drehlager, S 26 - 35.
Betreffend Metallring mit "Nasen" entsprechend den Vertiefungen
siehe z.B. Abb. 35, S 33.

Mit einem simplen PC-Laientrick ist mir der Anhang doch gelungen.

Viele Grüße

maat-heru
> Antwort auf Beitrag vom: 25.09.2012 um 19:44:44  Gehe zu Beitrag
Iufaa  maennlich
Moderator

  

Re: Türbefestigungen 
« Antwort #25, Datum: 25.09.2012 um 20:24:34 »   

Schön,

und wo ist der Erkenntnisgewinn im Vergleich zu den bisherigen Diskussionbeiträgen zu Türbefestigungen? Oder sollen wir jetzt Deine Literatursammlung bewundern?
> Antwort auf Beitrag vom: 25.09.2012 um 20:17:03  Gehe zu Beitrag
maat-heru  maennlich
Member

  

Re: Türbefestigungen 
« Antwort #26, Datum: 25.09.2012 um 20:35:59 »   

Hallo lufaa,

Warum so unfreundlich?

Ich schlage vor, meinen Anhang zu lesen und dann zu beurteilen,
ob es sich um einen neuen Erkenntnisgewinn handelt. Bitte mir dann per KM mitzuteilen und mich aufzuklären, falls das nicht der Fall ist.

Ich habe verstanden, dass wir ein offenes Forum sind, wir freundlich miteinander umgehen und sachliche Diskussionsbeiträge
willkommen sind.

Warum soll daher jemand die Literatursammlung eines Mitgliedes oder Gastes bewundern?

Freundliche Grüße

maat-heru
> Antwort auf Beitrag vom: 25.09.2012 um 20:24:34  Gehe zu Beitrag
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