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   Pyramidenbau (2)
  Autor/in  Thema: Pyramidenbau
aegypliss  
Gast

  
Pyramidenbau  
« Datum: 17.11.2009 um 22:16:44 »     

Hallo an Alle,

heute habe ich mich hier registrieren lassen und eine Frage an Euch: Ich beschreibe (m)eine Hypothese zur Pyramidenbautechnik und möchte eure Meinung dazu kennen lernen, wie die Denkansätze aus fachmännischer Sicht einzustufen sind.

Heute morgen erirnerte ich mich daran, was mein Vater mir als Kind von seiner Theorie bezüglich des Baus ägyptischer Pyramiden erzählt hatte. (Er war u. a. Erfinder von technischen Sachen, baute ein paar Häuser und entwarf u. a. einige Rechensysteme.
Bis heute dachte ich kaum noch an die Geschichte. Mit der Erinnerung kam in mir heute mittag das Interesse auf, im Internet bezüglich Theorien oder Erkenntnisse zum Pyramidenbaus nach zu schauen.
Entsprechendes fand ich unter:
http://www.kemet.de/Ausgaben/3-1998/Pyramiden.htm,
wo es u. a. heißt, dass die Technik des Pyramidenbaus noch immer Rätsel aufgibt usw.

Zu der Theorie meines Vaters habe ich (m)eine Erweiterung hinzugefügt und möchte beide Ansätze zwar hier kurz vorstellen, gleichzeitig wollte ich Euch vor allem fragen, welche mir vielleicht unbekannten Fakten oder auch zu berücksichtigenden Faktoren evtl. gegen die Theorie oder Hypothese sprechen könnten.

Den von meinem Vater formulierten Aspekt, dass die Pyramidensteinblöcke auf Wasser nach oben Stufe für Stufe transportiert wurden, beschreibe ich einleitend. Danach die Erweiterung in Sachen Sand.

Mein Vater war überzeugt, (jedenfalls gemäß meiner Erinnerung) dass Stufe für Stufe mit Hilfe eines um den Pyramidengrundstock angelegten Wasserlaufs der Wasserstand proportional zu jeder weiteren Stufenerrichtung angeglichen also erhöht wurde (Assoziationen: Nil-Überschwemmungszeiten, und die Erkenntnis, dass die Steinblöcke mit Schiffen nahe zum Bauplatz angeliefert wurden, sowie die Auspflasterung mit Steinen, wie ich es vorhin nachlas)
Gemäß dieser Theorie gelangten die Steine mit Booten oder Flößen gleichzeitig von allen Seiten zum jeweiligen Bestimmungsort, dies Stufe für Stufe. Weitere die Arbeiten unterstützende Maschinen und Geräte waren ebenfalls zusätzlich im Einsatz.

Dem eigentlichen Baubeginn ging voraus, und hier setzt meine Erweiterung an, dass aus Sand (oder anderen nachträglich leicht abtragbarem Material) quasi zunächst eine Art Negativform der Pyramide angelegt wurde, so dass zuerst eine Pyramide aus Sand oder alternativem Material da stand. Die Kammern konnten bereits zu diesem Zeitpunkt vorbereitet gewesen sein oder erst nachträglich, wozu ich keinen Theorieansatz entwickelt habe.

Diese Sandmasse diente zu statischen Zwecken, als Stütze für die Steinblöckestufen. Die Steinblöcke wurden also beginnend mit der ersten Stufe angelegt. Dann erfolgte das Auffüllen des Wasserlaufs "rund" um das Pyramidenfundament bis zur Höhe deer ersten Stufe, was mithilfe der starken Nil-Überschwemmungen und weiterer technischer Anwendungen relativ leicht vonstatten gehen konnte. Auf die Weise konnten viele Steinblöcke jeweils pro Stufe sogar gleichzeitig zum jeweiligen Bestimmungsort gelangen, quasi je Stufe theoretisch alle Steinblöcke nahezu gleichzeitig. Das hing davon ab, welche Anzahl an Booten oder Flößen gleichzeitig eingesetzt wurde oder ob es nur eine Art "Stauddammaufzug" gab oder mehrere usw.

Der Wasserstand des Umlaufs wurde jeweils angehoben, sobald die nächste Steinblöckestufe errichtet war wieder genau auf die gleiche nächste Stufenhöhe. So konnten die Flöße sehr sehr nahe ran fahren, einen Steg vom Boot / Floß zum Stufenuntergrund legen und der Steinblock brauchte einfach über eine sehr kurze Strecke von ein paar cm rüber gezogen werden.

Bei der obersten oder den obersten Stufe(n) angelangt, begann man innerhalb meiner Hypothese mit dem Entfernen des Sandes / Stützmaterial bzw. trug es ab.
Dies geschah so, indem der Sand / Material nicht etwa einfach nur aufgeschüttet worden war, sondern in Portionen in Lagen aufgestockt, die z. B. aus Schubkarren, sonstigen Behältnissen oder einfach aus mit Sand gefüllten Säcken mit bereits angebrachten Seilen bestanden (um das spätere Abtragen zu vereinfachen), neben- und übereinander gestapelt.

Vor Errichten der obersten Steinblockstufe brachte man zwecks anschließend geplanter Entfernung des Sandes aus dem Innern.. zum gegenseitigen Stützen der "Wände" vorübergehend aus statischen Gründen Pflöcke an, die solange dienten, bis die Sand(Material)masse aus dem Innen abgetragen war.
Möglich ist innerhalb dieser Hypothese auch, dass anstelle des Sandes, Wasser als statische Stütze diente, dessen Wasserstand man ebenfalls wie außen nach jeder fertig gestellten Stufe anhob. Das nachträgliche Ablassen des Wassers würde einfacher gewesen sein  als das Abtragen des Sandes. Wichtig wäre dann, dass das Abfließen des Wassers oder das Absenken des Wasserstandes innen und außen völlig parallel vonstatten ging wegen der Gleichmäßigkeit der Druckverhältnisse. Weil das Wasser nach außen bzw. nach innen drückt, wenn kein Gegengewicht da ist. Bei Sand jedoch regiert das Schwerkraftgesetz und dem Sand eigene besondere Eigenschaften, so dass er dort, wo man ihn hinlegte, auch bedenkenlos liegen blieb.

Das Wasser kann auch nach dem Prinzip: Tetrapack - in jeweiligen Behältnissen - gestapelt als statische Stütze im Innern der Pyramide fungiert haben, um Schimmelbildung oder Anweichen der Steinblöcke zu verhindern.
Das Abtragen des Sandes (falls innen Sand und kein Wasser verwendet wurde) erfolgte sytstematisch beginnend mit der obersten Sand- oder Materialschicht bzw. der obersten Lage der gefüllten Behältnissen. Dabei wurden die Behältnisse mit Hilfe der an ihnen im Vorfeld befestigten Seile durch die obere Öffnung ins Freie befördert und evtl. über Rutschen nach unten. Möglich war ebenso, lediglich im Vorfeld Sand - nicht in Behältnissen aufgebaut zu haben, der später raus geschaufelt wurde, was jedoch viel mehr Zeit beansprucht haben würde.

Unreal oder möglich? Ich freue mich über eure Kommentare.

Grüße Liss
semataui  maennlich
Member

  

Re: Pyramidenbau  
« Antwort #1, Datum: 17.11.2009 um 22:48:22 »   

aus unserem Lexikon:

Zitat:
2. Steinpyramide des --> Djedef-Rê (4. Dyn), unfertig oder stark zerstört. Identifiziert durch Statuenfragmente und Beamtengräber.
Diese Pyramide ist die nördlichste aller ägyptischer Pyramiden und wurde auf einem Hügel erbaut, deutlich höher als das Giseh-Plateau.


Die ägyptischen Pyramiden bestehen entgegen verbreiteter Meinung nicht nur aus den drei Giseh-Denkmälern.
Unter Berücksichtigung aller Vorgänger- und Nachfolgerbauten ist die o.a. Theorie undurchführbar. Der Beweis ist einfach: nur mal hinfahren!
> Antwort auf Beitrag vom: 17.11.2009 um 22:16:44  Gehe zu Beitrag
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