Ägyptologie-Blatt

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Der SCA macht Ernst
Neue Regularien für Grabungsteams
Von Gitta am 26.07.2002 um 23:53:38 

Eine ganze Reihe neuer Regeln könnte künftigen Grabungsmissionen Kopfschmerzen bereiten und sie darüber nachdenken lassen, wo sie den Verwaltungsapparat hernehmen sollen, der all die Formulare und Anträge bearbeitet, die nunmehr nötig sein werden.

Einige Beispiele:

Drei Monate von Grabungsbeginn hat der Direktor eine Liste seiner Mitarbeiter, spezifiziert nach Nationalitäten und Position, einzureichen. Die Bewerbung muss in englischer Sprache verfasst sein und den genauen Zeitrahmen für die Grabungssaison enthalten, ebenso wie eine Karte von dem Gebiet, in welchem gegraben werden soll. Ausserdem sind Lebensläufe der Teammitglieder mit einzureichen. Grabungen werden nur Wissenschaftlern von anerkannten Instituten gestattet. Laien erhalten keine Erlaubnis. Mit den Grabungen darf erst dann begonnen werden, wenn die Erlaubnis vom SCA vorliegt bzw. ein entsprechender Vertrag unterzeichnet wurde.

Drei Monate von der Grabung hat jedes Missionsmitglied eine Bewerbung beim SCA einzureichen mit Namen, Geburtsdatum, Nationalität, Kopie des Reisepasses, Position, Namen des entsendenden Instituts, Religion und fünf Passfotos. Für jede Bewerbung ist eine Gebühr von 10,50 LE zu zahlen.

Nachträglich weitere Mitglieder ins Grabungsteam aufzunehmen, ist verboten.

Es ist nicht gestattet, irgendwo mit einer neuen Kampagnen zu beginnen, ehe nicht eine laufende komplett publiziert ist.

Die Grabungskonzession gilt nur für eine Saison pro Jahr. Sollte eine weitere Kampagne nötig werden, muss diese von Anfang an beantragt werden.

Es darf nur an einer Stelle gearbeitet werden. Grabungen an verschiedenen Orten sind verboten.

An Donnerstagen zu arbeiten, bedarf der Erlaubnis. Freitags darf nicht gearbeitet werden.

Studenten erhalten keine Grabungslizenz, ebensowenig wie Personen ohne entsprechende Felderfahrung.

Und so weiter und so weiter....

Die neuen Regeln umfassen insgesamt so in etwa 30 Paragraphen einschl. des Hinweises, dass neue Konzessionen für die nächsten 10 Jahre nur noch für die Westwüste, die Ostwüste und für das Delta ausgegeben werden. Genau das hatte Zahi Hawass schon vor vielen Monaten "angedroht".

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