Ägyptologie-Blatt

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Diebe finden Sarkophag mit zwei intakten Mumien
... und laufen mit ihrem Fund der Polizei direkt in die Arme
Von Gitta am 20.05.2003 um 22:04:56 

19. Mai 2003

Drei Diebe haben bei illegalen Grabungen im oberägyptischen Maghagha mehr Glück gehabt, als so manchem Archäologen in seiner gesamten Karriere beschert ist.

Wie die Kairoer Tageszeitungen am Montag berichtete, entdeckten ein Fahrer und zwei Arbeiter aus der Provinz Minia zwei mit Goldfarbe bemalte Sarkophage aus der Pharaonenzeit mit den gut erhaltenen Mumien zweier Königinnen aus der 26. und 30. Dynastie (664-525 v. Chr und 380-343 v. Chr).

Der Diebstahl fiel auf, als die drei ihren Fund für fünf Millionen ägyptische Pfund (rund 770 999 Euro) einem Händler anbieten wollten. Denn der angebliche Händler, mit dem sie verhandelten, war ein Polizist der Altertümerpolizei. Am Sonntag wurden die Diebe bei einer fingierten Übergabe der Mumien für drei Millionen Pfund in der Provinzstadt Minia verhaftet.

In Marghagha sind ein Felsengrab aus der 6. Dynastie sowie mehrere Gräber aus der Spätzeit bekannt. Nach Angaben der Zeitung „Al-Ahram“ waren die Särge aus Edelhölzern gefertigt und jeweils rund 1,85 Meter lang. Beide Mumien hätten Totenmasken und bunte Goldketten getragen. Auf einem der beiden Sarkophage stand in Hieroglyphen „Herrin der Stadt“. „Al-Ahram“ zeigte am Montag das Bild eines der Sarkophage, auf dem - wahrscheinlich in idealisierter Form - das Antlitz seiner Besitzerin aufgemalt war.

Quelle:
http://www.faz.net/s/RubF7538E273FAA4006925CC36BB8AFE338/Doc~E07987A9C 51264BDB87EEA76CDD325F39~ATpl~Ecommon~Scontent.html

Mit Dank an Ankh, die diesen Artikel "ausgegraben" hat: 

Drei Diebe haben bei illegalen Grabungen im oberägyptischen Maghagha mehr Glück als so mancher Archäologe gehabt: Der Fahrer und die zwei Arbeiter aus der Provinz Minia entdeckten zwei mit Goldfarbe bemalte Sarkophage aus der Pharaonenzeit mit den gut erhaltenen Mumien zweier Königinnen aus der 26. und 30. Dynastie. Der Diebstahl fiel auf, als die drei ihren Fund für umgerechnet 771.000 Euro einem Händler anbieten wollten. Dieser war eigentlich ein Polizist der Altertümerplozei.

Quelle (nicht online):
"Neues Volksblatt" vom 20.05.2003, Österreich

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