Ägyptologie-Blatt

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Belgisches Team fand ungeplünderte Gräber aus der 11. Dynastie
Bis zu 6 m tiefe Schächte für Angehörige der Elite und ihre Dienerschaft
Von Gitta am 02.07.2003 um 23:06:14 

Kairo - Belgische Archäologen haben im ägyptischen Deir el Berscha zwei unberührte Gräber aus der Pharaonenzeit entdeckt. In einem der Gräber, das offenbar einer Hausangestellten gehörte, fanden sie eine Steinmaske, die von einer vergoldeten Gipsmaske bedeckt war. Die Maske sei zwar stark beschädigt, könne aber aus den vorhandenen Fragmenten fast komplett rekonstruiert werden, sagte Grabungsleiters Harco Willems von der Universität Leiden. Die beiden von Grabräubern unbehelligten Gräber werden auf die Zeit der 11. Dynastie datiert. Eines von beiden sei jedoch in der zweiten Zwischenzeit um 1600 v. Chr. für eine weitere Beerdigung "wieder verwendet" worden. Die Grabkammern in Deir el Berscha in der oberägyptischen Provinz Minia liegen in bis zu sechs Meter tiefen Schächten und wurden für Angehörige der Elite und ihrer Diener genutzt. "Wir haben einige sehr gut erhaltene Skelette gefunden. Zum Teil ist die Haut noch intakt", sagte Willems. Anders als bei den Königen wurden die Leichen der Beamten und des Personals nicht mumifiziert.  dpa

Quelle
http://www.welt.de/data/2003/07/02/127208.html

Kairo - Belgische Archäologen haben im ägyptischen Deir el Berscha zwei unberührte Gräber aus der Pharaonenzeit entdeckt. In einem der Gräber, das offenbar einer Hausangestellten gehörte, fanden sie nach Angaben des Grabungsleiters Harco Willems eine Steinmaske, die von einer vergoldeten Gipsmaske bedeckt war. Die Maske sei zwar stark beschädigt, könne aber aus den vorhandenen Fragmenten fast komplett rekonstruiert werden.

Ein Grab zwei Mal verwendet

Die beiden von Grabräubern unbehelligten Gräber stammen nach Einschätzung der Archäologen aus der 11. Dynastie. Eines von beiden sei jedoch in der so genannten zweiten Zwischenzeit um 1600 v. Chr. für eine weitere Beerdigung worden.

Die Grabkammern in Deir el Berscha in der oberägyptischen Provinz Minia liegen in bis zu sechs Meter tiefen Schächten. "Wir haben einen Grabkomplex mit drei großen Schächten entdeckt, die senkrecht in die Erde gebohrt wurden, die für die ranghöchsten Mitglieder der Gesellschaft reserviert waren", erklärte Willems. Um diese Schächte herum befänden sich weitere Gräber, die offenbar für die Beisetzung der Bediensteten genutzt wurden.

Leichen nicht mumifiziert

Anders als bei den Königen wurden die Leichen der Beamten und des Personals nicht mumifiziert. "Wir haben einige sehr gut erhaltene Skelette gefunden. Zum Teil ist die Haut noch intakt", sagte der Grabungsleiter.

Auf die unberührte Grabanlage waren die Belgier, die bereits seit längerer Zeit in Deir el Berscha graben, durch eine Untersuchung mit einem Magnetometer aufmerksam geworden. "Ohne die Ergebnisse dieser Untersuchung wären wir nie auf die Idee gekommen, ausgerechnet an dieser Stelle zu suchen", erklärte Willems. In den Grabkammern fanden er und sein Team unter anderem auch eine Alabaster-Kopfstütze sowie versiegelte Tonkrüge, die aber erst bei der nächsten Kampagne im kommenden Jahr geöffnet werden sollen. (APA/dpa)

Quelle
http://derstandard.at/?id=1347221

beide via
http://www.nfhdata.de/premium/index.shtml

Offizielle Homepage der Grabungen
http://millennium.arts.kuleuven.ac.be/bersha/

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