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Pharao der Superlative - Ramses II.
Titelstory der aktuellen Damals-Ausgabe hat den großen König zum Thema
Von Gitta am 21.05.2004 um 01:57:30 

Die jüngste Ausgabe der Zeitschrift "Damals" nimmt sich der Geschichte Ramses' II. an. Aus diesem Anlass erscheint ein Artikel von Dr. Heike Sternberg-el Hotabi in der gleichnamigen Online-Ausgabe, von dem ich hier eine Zusammenfassung geben möchte.

Nach einer Kurzbiografie, Erläuterungen zur Herkunft und einem Einblick in seine frühe militärische Ausbildung nehmen die Frauen und die zahlreiche Nachkommenschaft des Königs großen Raum ein. Von seinen beiden Großen Königlichen Gemahlinnen, ein Novum im ägyptischen Königshaus, stirbt Nefertari im 24. Regierungsjahr und Isisnofret, Mutter des ersten Thronfolgers, segnet im 34. Regierungsjahr das Zeitliche. Zeit ihres Lebens blieb Nefertari die Favoritin des Herrschers.

Ramses ehelichte daraufhin seine Schwester oder Tochter - jüngere Forschungen sollen Letzteres belegen - Henutmire und weiter Bint-Anat und Meritamun - beides Töchter des Ramses -, Nebettaui sowie zwei hethitische Prinzessinnen. Das Vater-Tochter-Verhältnis scheint nicht nur der Staatsräson gedient zu haben. Zitat: Obwohl in der Ägyptologie noch immer kontrovers diskutiert, gibt es klare Hinweise darauf, daß der König die Ehe mit ihnen vollzogen und mindestens zwei seiner Enkeltöchter selbst gezeugt hat!

Im Gegensatz zu anderen Königen ließ Ramses II. Darstellungen seiner Söhne und Töchter an Tempelwänden verewigen, eine weitere "Innovation" im alten Ägypten. Am zahlreichste traten die Prinzessinnen und Prinzen wie es scheint im Innenhof des Tempels in Wadi es-Sebua auf: 30 Söhne und acht Töchter konnten dort ausgemacht werden.

Der Pharao überlebte zwölf seiner Söhne, so dass erst der 13. Sohn, Merenptah, im für seine Zeit hohen Alter von 55 Jahren König wurde. Im Tal der Könige in Theben erhielten die Ramses-Söhne ein Gemeinschaftsgrab, KV5, das derzeit von Kent Weeks ausgegraben wird.

via EEFNEWS

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Kommentare zu diesem Artikel
Ti21.05.2004 um 15:10:40
War es wirklich ein Novum, wenn ein König mehr als eine große Königsgemahlin hatte? Bei Amenhotep III. stieß ich auf den Hinweis, daß seine Mutter, Teje und Satamun, seine Tochter, diesen Rang inne hatten, um die drei Erscheinungsformen der Hathor darzustellen, also das alte Göttinnenbild von Jungfrau, Mutter und Alte/Weise.
Liebe Grüße Ti

Anubis21.05.2004 um 17:17:50
Ist ja ekelhaft!
Der hat seine eigenen Töchter geknallt?
Nu mach ich ne nicht mehr.

Gitta E-Mail23.05.2004 um 11:52:44
Frage von Ti: War es wirklich ein Novum, wenn ein König mehr als eine große Königsgemahlin hatte?

Ich frage mich auch, womit eigentlich diese Aussage begründet wird. Ich habe weder in der Ramses-Biografie von CDN noch von Tyldesley etwas gefunden, das darauf schließen lässt. CDN schreibt sogar ausdrücklich, Isetnofret würde nach dem Tode Nefertaris ziemlich plötzlich als GKG auftauchen.

Ti24.05.2004 um 08:38:50
Hallo Gitta,
bin ich froh, daß ich damit nicht allein stehe.



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