Ägyptologie-Blatt

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Klimawechsel verantwortlich für Entwicklung der Hochkulturen?
Not macht zivilisiert?
Von Iufaa am 09.09.2006 um 23:53:16 

Science Direct bringt einen Artikel über die Hypothese des Archäologen Nick Brooks, nach der starke Klimaveränderungen in der Vergangenheit die Menschen zur Zusammenarbeit gezwungen haben könnte, was schließlich zur Entwicklung der Hochkulturen führte. So könnten die ungünstigen Lebensbedingungen nach dem Klimawandel im 6. und 5. Jahrtausend vor der Zeitenwende, der auch zur Bildung der Wüste Sahara führte, Brooks zufolge die Initialzündung für die praktisch zeitgleiche Bildung von Hochkulturen im heutigen Libyen, in Ägypten und China gewesen sein.
Brooks entwickelte seine Hypothese auf Basis seiner Untersuchungen der antiken Hochkultur der Garamanten im heute libyschen Teil der Wüste Sahara. Archäologische Funde belegen, dass diese Zivilisation entstand, während sich die Lebensbedingungen in der Region dramatisch verschlechterten. Die einst grüne Landschaft begann auszutrocknen, und der Lebensraum der Menschen reduzierte sich auf kleine Gebiete mit Wasserstellen. Die verknappten Ressourcen zwangen die Menschen verstärkt zusammenzuarbeiten. In der Folge organisierten die Garamanten ihre Landwirtschaft, entwickelten ausgeklügelte Bewässerungssysteme und religiöse Strukturen.

Brooks sieht darin ein Entwicklungsmodell, das auch auf andere Gegenden und andere Kulturen, wie z.B. die alte äygptische Kultur, übertragbar ist.

siehe auch Wissenschaft.de

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