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Kanalisation für Esna
Rettungsmassnahmen nach Dammbau
Von Iufaa am 27.01.2007 um 14:56:06 

Al Ahram Weekly online berichtet in einem längeren Artikel über Modernisierungsmassnahmen in Esna. Esna, ca. 33 km südlich von Luxor gelegen, war in pharaonischer Zeit eine bedeutende Stadt, wie ein erhaltener Tempelteil mitten in der Stadt noch heute bezeugt.

Das "moderne" Esna leidet jedoch zunehmend unter dem steigenden Wasserspiegel, der eine Folge des Stauwehres bei Esna ist. Inzwischen ist der Wasserspiegel so hoch, dass nicht nur der alte Tempel, sondern auch die jüngeren Bauten bedroht sind.

Ein besonders übles Problem ist die fehlende Kanalisation. Bisher sammeln die Einwohner ihre "Abfälle" in Tanks oder Fässern, in denen diese vor sich hin faulen, bis sie durch städtische Unternehmen abgeholt, d.h. in Tankwagen umgepumpt werden - was gelegentlich schief geht und in einer sehr "unsauberen" Angelegenheit endet.

Das Unternehmen Arab Contractors Company (ACC) hat nun den Auftrag, Abwasserleitungen zu verlegen, wobei sie auf diverse Schwierigkeiten trifft:
- die antike Stadt, die mehrere Meter unter dem jetzigen Bodenniveau liegt,
- und ein modernes Problem, nämlich fehlende Pläne, welche Leitungen (Strom, Telefon, etc.) den wo verlegt worden sind.

Natürlich hat die ägyptische Altertumsbehörde (SCA) ein aufmerksames Auge auf die Baumassnahmen gerichtet, nicht nur zum Schutz der antiken Stadt, sondern auch, um den Tempel zu schützen. Zu diesem Zwecke wurde ein Plan entwickelt, der stark an die Aktivitäten in Gurna erinnert - man will die Anwohner, die über dem Tempelareal wohnen, umsiedeln und den restlichen Tempel dann wohl freilegen.

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