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Weitere CT-Untersuchungen an Mumien
Mehrere Mumien in Nordamerika untersucht
Von Iufaa am 08.11.2007 um 18:45:02 

Der Star berichtete am 6. Nov. über die Untersuchungen diverser Mumien aus dem Royal Ontario Museum.
Untersucht wurde die Mumie der Sängerin des Amun-Tempels in Karnak, Djedmaatesankh, die schon früher mehrfach untersucht worden war. Die Dame starb etwa 850 v. Chr. (Datierung aufgrund der Mumienbandagierung und Inschriften auf dem Sarg), vermutlich an einer Sepsis, die von einem Abzess am linken Unterkiefer ausging. Sie trug ein Geier-förmiges Amulett aus Gold und einen Skarabäus aus Stein - womit sie wohl als Mitglied einer wohlhabenden Familie anzusehen ist.

Neben schlecht erhaltenen Kindermumien wurde noch eine Mumie untersucht, die bis dato aufgrund der Beschriftung des Sarges für einen Wabpriester gehalten wurde. Die Untersuchung ergab jedoch, dass es sich um die Mumie einer Frau handelt - offensichtlich lag diese im falschen Sarg. Die Dame starb rund 1000 v. Chr. im Alter zwischen 20 und 30, wurde sorgfältig mumifiziert, wobei das Gehirn im Schädel verblieb, verfügte aber über keinerlei Beigaben - sie dürfte somit eher einer armen Familie angehört haben.

abc13 berichtete am 5. Nov. über die CT-Untersuchungen einer rund 2000 Jahre alten Kindermumie aus dem Museum of Fine Arts Houston.
Das Geschlecht der Mumie war bisher ein Rätsel, die Untersuchungen zeigten jedoch, dass die Mumie zwei Ohrringe und ein Amulett um den Hals trug, dies deutet auf ein Mädchen hin. Das 2 - 4 Jahre alte Mädchen war nach dem Zustand des Skeletts in einem offensichtlich guten Ernährungszustand und zeigte keine Verletzungen, die auf die Todesursache hindeuten würden - ein paar gebrochene Rippen dürften eher post mortem entstanden sein. Das Gehirn wurde bei der Mumifizierung entfernt.

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