I. Die Entwicklung --> Ziegel sind seit der Naqada I- Zeit das Baumaterial in Ägypten, wird jedoch im Sakralbau ab der 3. Dyn teilweise, ab der 12. Dyn fast ganz durch den Steinbau verdrängt. Gebrannte Ziegel sind selten (Festungen in Buhen und Schalfak, Straßenpflaster in Kahun, 12. Dyn) und werden vermehrt erst ab der 21. Dyn verwendet. Als Wetterschutz dient ein Putz aus Nilschlamm und weißer Anstrich. Im Mauerinneren wurde gegen Reißen beim Trocknen in regelmäßigen Abständen Lagen von Matten eingebracht (Mastaben 1. Dyn, Umfassungsmauer Senwosret II in Illahun, nubische Festungen der 12. Dyn, Tempel Seti I in Abydos, Montemhet-Grab). Teilweise wurden auch Trennfugen verwendet. II. Formen Die Mauern waren aus Stabilitätsgründen leicht geböscht ( --> Pylon) und oben abgerundet, häufig zinnenförmige Eckaufsätze. Bogen und Tonnengewölbe seit der 1. Dyn für Deckenkonstruktionen, Getreidespeicher, Gewölbe. Formziegel benutzte man für Bauschmuck. III. Technik Meist überwiegt der Wechsel von Läufer- und Binderschichten. Das Fundament ruht auf einer Rollschicht, im Mauerinneren zur Verkürzung der Mauerstärke Fischgrätverband. Gelegentlich auch Kombination von Stein- und Ziegelmauerwerk, Verstärkung duch Steinblöcke, in Großbauten auch eingelegte Balken.
Quelle: Arnold, D., Lexikon der ägyptischen Baukunst. Düsseldorf 1994
Eingestellt durch: | semataui (04.06.2003) |
Bearbeitet durch: | Iufaa (14.04.2005) |
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