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1) Nehi (Vizekönig von Kusch)
Nehi war während der Zeit der Pharaonin Hatschepsut und ihres Sohnes Thutmosis III. in Nubien als Vizekönig tätig, wie unter anderem aus seiner in Semna am 2. Katarakt gefundenen Stele hervorgeht. Seine Amtszeit fällt ungefähr in die Jahre 1498 - 1450 v. Chr.


Quelle:
(1) Stele des Vizekönigs Nehi, Chicago Oriental Institute Museum, Inv. No. 9052.
(2) Schliephack, Horst : Gallery of the Oriental Institute of the University of Chicago, Semna-West, 1907, No. P. 3295 u. P. 3367.
(3) Larson, John : Lost Nubia : A centennial exhibit of photographs from the 1905 - 1907 Egyptian Expedition of the University of Chicago, Chicago 2006, S. 44 - 45 (Photo 22a : Nehi)
(4) Lobban, Richard Andrew : Historical Dictionary of Ancient and Medieval Nubia, Lanham u. Oxford 2004, S. 410 - 411 (Liste der Vizekönige von Nubien nach Reisner 1920)

Eingestellt durch: Lolli2u (03.05.2021)
Bearbeitet durch:  Lolli2u (03.05.2021)


2) Katimala (Königin, 21. Dynastie, Nubien)
Das wichtigste Zeugnis der Königin Katimala fand sich auf der Außenwand des Tempels des Gottes Dedwen in Semna auf der Westseite des Nils. Semna liegt in der Landschaft Wawat (W3w3t) in Unternubien (1) und wurde erstmals durch Frédéric Cailliaud topographisch erfasst. (2) Als Cailliaud 1820 den dortigen Tempel des Dedwen zeichnerisch dokumentierte, gab er die nubische Königin Katimala, welche an der Außenwand auf einem großen Relief mit der gefiederten Doppelkrone des Gottes Amun gezeigt wird, als Mann wieder, obwohl sie ein langes Kleid trägt. (3) Dieser Fehler wurde erst 1907 im Rahmen einer von James Henry Breasted geleiteten Expedition in den Sudan korrigiert, als Horst Schliephack in seinem Auftrag die damals noch sehr gut erhaltenen Inschriften und Bildreliefs auf den Innen- und Außenwänden photographisch neu dokumentierte. Dabei erwies sich die auf dem Photo P. 3348 gezeigte Person, welche die doppelte Federkrone des Gottes Amun trug, eindeutig und zweifelsfrei als eine Frau, genauer genommen sogar als eine Königin. (4)(5)

Dieser in Semna am Nil befindliche Tempel des nubischen Gottes Dedwen wurde bereits zur Zeit einer Strafexpedition des ägyptischen Pharao Thutmosis III. (1479 - 1425) errichtet, während Nehi (1498 - 1450) Vizekönig von Nubien war. (6)(7) Der Tempel des Dedwen zeigt auf seinen Wänden denn auch häufig Bildreliefs der nächtlichen Barkenfahrt, wobei diese durch die Pharaonen Sesostris III. und Thutmosis III. besetzt gedacht wurden. (8) Als der für das Verständnis des Neuen Reiches und der Dritten Zwischenzeit höchst bedeutsame Tempel des nubischen Gottes Dedwen dann im Jahr 1960 wegen der bevorstehenden Fertigstellung des Assuan Staudammes seiner Reliefs und Inschriften entkleidet und danach im staatlichen sudanesischen Museum von Khartum wieder neu aufgebaut wurde, (9) nahm der Ägyptologe Ricardo Caminos im Vorfeld einige sehr genaue epigraphische Untersuchungen vor und belegte dabei erneut, dass es sich bei der auf der Außenwand des Dedwen Tempels in Semna dargestellten Königin um die nubische Pharaonin Katimala handelte. (10)(11)

Mit ihrer Verifizierung durch Caminos kam es schließlich durch Bennet zu der Konkretisierung, dass diese Pharaonin Katimala eine Tochter Osorkon des Älteren sein wird. (12) Als Tochter Osorkon des Älteren unterstellte sie ihrem Neffen, dem Pharao Osorkon I. (979 - 964) offenbar die von ihrem General Zerah geführten nubischen Truppen. (13) Dies deckt sich mit den von Frédéric Colin anhand der Stele von Napata erzielten Ergebnissen. (14) Timothy Kendall vertrat hierzu schon früh die Auffassung, dass die nubische Königin Katimala ihre Herrschaft durch eine Heirat mit dem ägyptischen Pharao Siamun gefestigt habe. (15) Fachkreise ordnen die nubische Königin Katimala der "frühen Dritten Zwischenzeit" zu. (16) Daher dürfte die Lebenszeit der Königin Katimala etwa in die Jahre 1035 - 970 v. Chr. zu setzen sein. Sie wurde demnach in der Zeit der ägyptischen Pharaonen Amenemope und Osorkon des Älteren sozialisiert. Die Amtszeit der Königin Katimala dürfte ungefähr in die Jahre 1005 - 970 v. Chr. fallen. Sie war offensichtlich eine Enkelin der Königin Mehetenweskhet. (17) Die Kartusche des in der Inschrift der Pharaonin Katimala als "seine Majestät" bezeichneten Königs war zum Zeitpunkt ihrer Entdeckung bereits ausgekratzt, weshalb der Name ihres Gemahls anonym blieb. (18) (19) (20)


Quelle:
(1) Gardiner, Alan : Egyptian Grammar, 3. ed. Oxford 1957, S. 559.
(2) Cailliaud, Frédéric : Voyage a Méroé et au Fleuve blanc, Paris 1823, Vol. II, Planche XXIII.
(3) Cailliaud, Frédéric : Voyage a Méroé, Vol. II, Planche XXIV. Ebenfalls fehlerhaft ist an dieser Stelle selbst die Zeichnung von Ernst Weidenbach in : Lepsius, Carl Richard : Denkmäler aus Aegypten und Aethiopien, III. Abt. Tafeln, Bd. 5, Berlin 1849 - 1858, Blatt 47 - 56 (Tempel von Semneh)
(4) Schliephack, Horst : Gallery of the Oriental Institute of the University of Chicago, Semna-West, Photo P. 3348.
(5) Coleman Darnell, John : The Inscription of Queen Katimala at Semna. Textual evidence for the Origins of the Napatan State, New Haven u. Yale 2006, S. 111, Platte VII.
(6) Larson, John : Lost Nubia : A centennial Exhibit of Photographs from the 1905 - 1907 Egyptian Expedition of the University of Chicago, Chicago 2006, S. 44 - 45, Foto 22a, Stele des Nehi (heute : Chicago Oriental Institute Museum, Inv. No. 9052)
(7) Lobban, Richard Andrew : Historical Dictionary of Ancient and Medieval Nubia, Lanham u. Oxford 2004, S. 410 - 411 (Liste der nubischen Vizekönige)
(8) Larson, John : Lost Nubia, Chicago 2006. Sowie : Schliephack, Horst (1907), Oriental Institute, Gallery Semna-West, P. 3338 - 3383.
(9) Keating, Rex : Nubian rescue, London u. New York 1976, S. 124. Sowie : Dunham, Dows ; Reisner, George ; Janssen, Jozef : Semna - Kumma, Second Cataract Forts, Bd. 1, Boston 1960. So auch : Willeitner, Joachim : Nubien, antike Monumente zwischen Assuan und Khartum, München 1997, S. 54.
(10) Caminos, Ricardo Augusto : The New-Kingdom Temples of Semna and Kumma, Part I : The Temple of Semna, London 1998, Platte 15.
(11) Coleman Darnell, John : The Inscription of Queen Katimala at Semna, New Haven u. Yale 2006, S. 108, Platte IV. Sowie : Sargent, Cara Lia : The Napatan Royal Inscriptions : Egyptian in Nubia, Yale 2004.
(12) Bennet, Chris : Queen Karimala, daughter of Osochor ? In : Göttinger Miszellen, Band 173, Göttingen 1999, S. 7 - 8. Siehe dazu auch : Coleman Darnell, John : The Inscription of Queen Katimala at Semna, Yale 2006, S. 59.
(13) Schulman, Alan : The Kushite Connection. In : Manuelian, Peter Der ; Freed, Rita : Studies in Honor of William Kelly Simpson, Volume 2, Boston 1996, S. 713 - 715. Siehe dazu erneut : Coleman Darnell, John : The Inscription of Queen Katimala at Semna, S. 59.
(14) Colin, Frédéric : Le faiseur de rois et de chefs libyens, sur la stéle de Napata au Musée de Khartoum, SNM 1851. In : Archimède, Carnet de Laboratoire en Archéologie Égyptienne, Straßbourg 2020.
(15) Kendall, Timothy : The Origin of the Napatan State :El Kurru and the evidence for the Royal Ancestors. In : Wenig, Steffen : Studien zum antiken Sudan. Akten der 7. Internationalen Tagung für meroitistische Forschungen, Wiesbaden 1999, S. 3 - 118. Siehe dazu : Coleman Darnell, John : The Inscription of Queen Katimala, S. 55 - 59.
(16) Coleman Darnell, John : The Inscription of Queen Katimala, S. 55 - 59. Sowie : Bennet, Chris : Queen Karimala, daughter of Osochor ? In : Göttinger Miszellen, Band 173, Göttingen 1999, S. 7 - 8. Sowie : Kendall, Timothy : The Origin of the Napatan State. In : Wenig, Steffen : Studien zum antiken Sudan, Wiesbaden 1999, S. 59 - 63.
(17) Siemer, Eckhard : Über die Provenienz der im Oktober 2019 im Al-Asasif gefundenen Sarkophage und ihre Bedeutung für die Chronologie der ägyptischen Pharaonen der 21. und 22. Dynastie (1091 - 736 v. Chr.), Goslar 2021, S. 56 - 60.
(18) Lepsius, Carl Richard : Denkmäler aus Aegypten und Aethiopien, Textbände, Vol. 5 : Nubien, Sinai, Europäische Museen, Leipzig 1913, S. 192 u. 198. (Semne : S. 190 - 205)
(19) Lohwasser, Angelika : Das Paneel der Katimala in Semna. In : Der antike Sudan, Mitteilungen der Sudanarchäologischen Gesellschaft, Heft 29, Berlin 2018, S. 89 - 96. Hier zitiert S. 94.
(20) Caminos, Ricardo Augusto : Notes on Queen Katimala's Inscribed Panel in the Temple of Semna. In : Berger, Catherine ; Clerc, Gisèle ; Grimal, Nicolas : Hommages à Jean Leclant, Volume 2 : Nubie, Soudan, Éthiopie, Kairo 1994, S. 73 - 80.

Eingestellt durch: Lolli2u (03.05.2021)
Bearbeitet durch:  Lolli2u (05.05.2021)


3) Kusch
Abgleitet vom ägyptischen Wort "Kasch". Das Reich von Kusch bezeichnet geographisch Nubien und befand sich im Norden des heutigen Sudan.

Eingestellt durch: Apedemak (13.04.2021)
Bearbeitet durch: -


4) Mehetenweskhet (Königin, 21. Dyn)
Der Name der Königin Mehetenweskhet findet sich unter anderem in einem Priesterstammbaum, welcher im 7. Regierungsjahr des Pharao Takelot I. in das Dach des Tempels des Gottes Chons in Karnak gesetzt wurde. (1) Ein weiteres bedeutendes Denkmal zur Dokumentation ihrer Persönlichkeit stellt die von Auguste Mariette im Serapeum von Memphis entdeckte Pasenhor Stele dar. (2) Die Königin Mehetenweskhet gehört der 5. Generation der in der Pasenhor-Stele dargestellten Genealogie des libyschen Hauses der Meschwesh und Tjehenu an. (3) Damit wird ihre Blüte in den späten Jahren des Hohepriesters Herihor, oder kurz danach, begonnen haben. (4) Ihre ungefähre Lebenszeit wird daher in die Jahre zwischen 1090 - 1030 v. Chr. zu setzen sein. Lepsius und Flinders Petrie erwarben in den Jahren 1843 und 1887 in Theben einige ihrer Uschebtis, wodurch sie zu der Überzeugung gelangten, dass die Überreste ihres Grabes ebendort zu finden seien. (5)

Der Name der Königin Mehetenweskhet schließt das Wort "Mehet" ein, was soviel wie "die Nördliche" bedeutet und der Name einer im Buch Amduat genannten Göttin ist. (6) Die Göttin Mehet (MHt), auch Mehen (MHn) genannt, ist jene, welche sich in Gestalt einer Schlange um die Kabine des Sonnengottes Re wickelt, damit dieser während seiner nächtlichen Barkenfahrt nicht von der feindlichen Unterweltsschlange Apophis angegriffen werden kann. Sie gibt dem im Bug stehenden Seth den Befehl, diese feindliche Schlange zu töten, als diese die Nachtbarke angreift. (7) Der Name Mehetenweskhet war demnach mit einer machtvollen Göttin verbunden zu denken.

Über die Herkunft der Königin Mehetenweskhet lassen sich nur Vermutungen anstellen. Am Schluss der Pasenhor Stele, welche ihren chronologischen Anfang darstellt, finden sich zwei Djedpfeiler dargestellt, welche entsprechend dem Bericht des Wenamun für den Pharao Smendes I. und seine Gemahlin Tentamun stehen könnten. (8) Demnach wäre die Königin Mehetenweskhet eine Tochter der Tentamun und des Smendes I. und damit zugleich eine Schwester der ebenfalls in Theben bestatteten Prinzessin Henuttawy. Doch der Verfasser der Pasenhor Stele, namentlich der gleichnamige memphitische Priester Pasenhor, auch Harpeson genannt, leitete seine eigene Abstammung ebenfalls aus dieser durchgehenden Genealogie ab und bezeichnete die dort genannten Könige zuletzt als "Prinzen von Kusch" in Nubien. Demnach könnte die Königin Mehetenweskhet auch aus Napata stammen, was hier aber zugunsten der Tentamon verworfen wird. (9)

Königin Mehetenweskhet ist die Gemahlin des Königs Schoschenq I. des Älteren. (10) Dessen Lebenszeit wird hier, ähnlich derjenigen der Mehetenweskhet, in die Jahre 1095 - 1030 v. Chr. gesetzt. Der durch den Pharao Takelot I. im Dach des Chonstempels zu Karnak in Theben inschriftlich gesetzte Priesterstammbaum berichtet, dass Königin Mehetenweskhet die Mutter Osorkon des Älteren gewesen ist, wie Flinders-Petrie, sowie später erneut auch Yoyotte, nachweisen konnten. Dort heißt es unter anderem : "Tashaenkheper, the royal wife of Pharao Osorkon, the child of Mehetenweskhet." (11) Osorkon der Ältere ist demnach also der Sohn der Mehetenweskhet und des Scheschonq A. Er ist Nachfolger des Pharao Amenemope und Vorgänger des Siamun. (12) Daher wäre ihr Sohn Osorkon entsprechend seiner Kartusche eigentlich als Pharao Osorkon I. anzuerkennen und die bisher übliche Folge der Könige "Osorkon" neu durchzunummerieren. (13) In der Pasenhor Stele wird Osorkon der Ältere und seine Gemahlin Tashedkhonsu (Tashaenkheper) jedoch erst später, in der 8. Generation eingeführt, was jedoch fehlerhaft ist. (14) Flinders-Petrie zufolge fiel die 6. Generation Osorkon des Älteren einer doppelten Nennung des Namlot und der Tentsepeh zum Opfer, welche der 7. und 11. Generation angehören. (15) Tatsächlich scheint Tentsepeh die Enkelin der Mehetenweskhet gewesen zu sein, (16) weshalb zwischen dem Gemahl der Königin Mehetenweskhet und dessen Namensvetter, Pharao Schoschenq I., zwei ganze Generationen zu setzen sind. Erstens diejenige des Sitnebtaui Osorkon und seiner Gemahlin Tashaenkheper, als Zweite sodann diejenige des Namlot und der Tentsepeh.

Im Ergebnis ist Königin Mehetenweskhet demnach in der Zeit des späten Herihor aufgewachsen und könnte als die zweite Tochter der Königin Tentamun und des Pharao Smendes I. zu bezeichnen sein. Ihre Schwester wäre die Prinzessin Henuttawy, welche ihrerseits die Gemahlin des Hohepriestes Pinudjem I. war. Osorkon der Ältere ist nachweislich ihr Sohn, Tentsepeh vermutlich ihre Enkelin gewesen. Das in Theben vermutete Grab wurde bisher nicht gefunden.


Quelle:
(1) Flinders Petrie, William Matthew : History of Egypt, Vol. 3, London 1905, S. 244 - 245.
(2) Mariette, Auguste : La Sérapéum de Memphis, découvert et décrít par Auguste Mariette, Paris 1857, Platte 31.
(3) Breasted, James Henry : Ancient Records of Egypt, Historical Documents, Vol. IV, The Twentieth to the Twenty-Sixth Dynasties, Chicago 1906, S. 399.
(4) Lepsius, Carl Richard : Über die XXII. Ägyptische Königsdynastie, Berlin 1856, S. 264 - 265.
(5) Flinders Petrie, William Matthew : Ebenda, S. 251.
(6) Lepsius, Carl Richard : Ebenda, S. 268 - 269. Siehe dazu : Semataui, Lexikon, Art. Mehet u. Mehen.
(7) Hannig, Rainer : Die Sprache der Pharaonen (2800 - 950 v. Chr). Großes Handwörterbuch, Ägyptisch - Deutsch, Mainz 1995, S. 1209 - 1210.
(8) Mariette, Auguste : Ebenda, Platte 31.
(9) Lepsius, Carl Richard : Ebenda, S. 266 - 267.
(10) Lepsius, Carl Richard : Ebenda, S. 268 - 269. Sowie : Breasted, James Henry : Ebenda, § 787, S. 395 u. S. 399. Siehe dazu : Flinders-Petrie, William Matthew : S. 230 - 231.
(11) Flinders-Petrie, William Matthew : Ebenda, S. 244 - 245. Sowie : Yoyotte, Jean : Osorkon, fils de Mehytouskhé : Un Pharao oublié ? In : Bulletin de la Societé francaise d'égyptologie, tome 77 - 78, Paris 1976 / 1977, S. 39 - 54.
(12) Kitchen, Kenneth Anderson : The Third Intermediate period in Egypt : 1100 - 650 BC, Warminster 1986, §§ 6, S. 61 u. 69 u. S. 230 - 232.
(13) Schneider, Thomas : Lexikon der Pharaonen, Düsseldorf 2002, S. 184.
(14) Breasted, James Henry : Ebenda, S. 399.
(15) Flinders-Petrie : William Matthew : Notes on the later Egyptian Dynasties. In : Proceedings of the Society of Biblical Archaeology, Vol. XXVI, London 1904, S. 284.
(16) Lepsius, Carl Richard : Ebenda, S. 266.

Eingestellt durch: Lolli2u (13.04.2021)
Bearbeitet durch:  Lolli2u (14.04.2021)


5) Iuput (Hohepriester, 21. Dyn)
Iuput, 1. Hohepriester des Amun zu Theben, Nachfolger des 2. u. 3. HPA Djedptahefankh, Sohn des Pharao Scheschonq I. und der Mehetenwskhet. 21. Dynastie. Seine Kartusche bietet Kees (1964), S. 84.


Quelle:
Quibell, James Edward ; Spiegelberg, Wilhelm : The Ramesseum. Egyptian research Account 1896, London 1898, S. 21 u. Platte XXX a.
Lepsius, Carl Richard : Denkmäler aus Aegypten und Aethiopien, Abt. III, Bd. 8, Berlin 1852, Blatt 254 c.
Wallis Budge, Ernest : Guide to the Egyptian Galleries of the British Museum, London 1909, S. 211, No. 765.
Schneider, Thomas : Lexikon der Pharaonen, Düsseldorf 2002, S. 139.
Kees, Hermann : Die Hohenpriester des Amun von Karnak, von Herihor bis zur Äthiopenzeit, Leiden 1964, S. 83 - 86.

Eingestellt durch: Lolli2u (10.03.2021)
Bearbeitet durch:  Lolli2u (10.03.2021)


6) Iuwelot (Hohepriester, 22. Dyn)
Iuwelot, 1. Hohepriester des Amun zu Theben, Sohn des Pharao Osorkon I, Neffe des Generals Namlit, hatte mit seiner Gemahlin Tadenitenbasted einen Sohn Chaemwaset (Waskes ?). 22. Dynastie. Seine Kartusche bietet Kees (1964), S. 93.


Quelle:
Legrain, Georges : La stele dite de l'apanage. In : ZÄS, Zeitschrift für Ägyptische Sprache und Altertumskunde, Bd. 36, Leipzig 1897, S. 12 - 16 u. S. 19 - 24.
Wallis Budge, Ernest : Guide to the Egyptian Galleries of the British Museum, London 1909, S. 215, No. 777 u. Platte XXVIII.
Schneider, Thomas : Lexikon der Pharaonen, Düsseldorf 2002, S. 140.
Kees, Hermann : Die Hohenpriester des Amun von Karnak, von Herihor bis zum Ende der Äthiopenzeit, Leiden 1964, S. 93 - 100.

Eingestellt durch: Lolli2u (10.03.2021)
Bearbeitet durch:  Lolli2u (10.03.2021)


7) Mesdem
Mesdem, auch smed und sdem genannt, ist eine Augenschminke, die im Rahmen des --> Mundöffnungsrituales verhüttet wurde. Sie besteht aus Antimonium (Stibium) und wurde teils aus dem heutigen Wadi Ballit an der Westseite des Golfes von Suez, sowie insbesondere aus dem Lande Punt (Südafrika), teils auch aus dem Land der Hethiter importiert und galt als sehr kostbar.


Quelle:
Dümichen, Johannes: Der Grabpalast des Patuamenap in der thebanischen Nekropolis, Leipzig 1885, S. 32 - 34.
Quiring, Heinrich: Die metallischen Rohstoffe, ihre Lagerungsverhältnisse und ihre wirtschaftliche Bedeutung, 7. Heft, Antimon, Stuttgart 1945, S. 47.

Eingestellt durch: Lolli2u (06.02.2021)
Bearbeitet durch: -


8) el-Omari
El-Omari bezeichnet ein jungsteinzeitliches (neolithisches) Siedlungsgebiet südlich von Cairo. Das Gebiet liegt auf der östlichen Seite des Nils, nördlich von Helwan (Entfernung etwa 3 km). Ursprünglich wurden damit zwei Siedlungen, Omari A – B (Hoffman) bezeichnet, heute identifiziert man zusätzlich Omari C – F. Fast alle Siedlungen liegen verteilt um die Mündung des Wadi Hof. Die Siedlungsspuren erstrecken sich auf einer Fläche von ca. 750 x 500 m, die aber wohl zu keinem Zeitpunkt komplett besiedelt war. Die südlichste der drei Siedlungen, Omari A, ist vermutlich die älteste der drei, gefolgt von Omari B. Kalibrierte Radiocarbon-Messungen datieren den Beginn der Besiedlung in die Zeit zwischen 4600 und 4400 vor Chr.
Das Areal wurde ausgiebig durch Räuber geplündert und durch Sebakh-Graberei zerstört. Die erhaltenen Überreste zeigen jedoch, dass dort während der Jungsteinzeit wohl zuerst eine Gesellschaft entstand, die vom Fischen und vielleicht auch Jagen lebte, sich später dann zunehmend Ackerbau und Viehzucht betrieb.

Berichte über Funde von Feuersteinartefakten gab es laut Debono u. Mortensen bereits am Ende des 19. Jahrhunderts. Aber erst der französische Archäologen und Priester Paul Bovier-Lapierre plante eine systematische Untersuchung des Geländes und wies den jungen ägyptischen Mineralogen Amin El-Omari an, das Areal gezielt nach Plätzen mit Feuerstein-Artefakten abzusuchen. Im Frühjahr 1924 entdeckte El-Omari mehrere Fundplätze und plante Ausgrabungen für die nächste Saison. Unglücklicherweise verstarb el-Omari kurz danach. Mit Erlaubnis des ägyptischen Service des Antiquités führte Bovier-Lapierre im Winter 1925 14-tägige in dem Areal durch und benannte es nach Amin El-Omari (Hayes).

1943-1944, 1948, und 1952 wurden die Ausgrabungen von Fernand Debono fortgesetzt, aber durch den 2. Weltkrieg und später durch Gebietsansprüche des ägyptischen Militärs wiederholt unterbrochen. Die Ergebnisse der Ausgrabungen wurden letztlich erst 1990 publiziert (Debono u. Mortensen), eine aktuellere Zusammenfassung liefert Bard.

Von den Siedlungen blieben nur Pfostenlöcher und Gruben erhalten. Die Häuser/Hütten bestanden vermutlich aus mit Schlamm verputztem Flechtwerk. Alle Funde (Tonwaren aus lokalem Ton, Nadeln, Äxte, Sicheln aus Stein) stammen aus den Gruben, auf der Oberfläche des Areals fanden sich keine Siedlungsabfälle. Einzigartig für die Omari-Gesellschaft sind groß-griffige Messer aus grauem, nicht-lokalem Feuerstein (Schmidt).

Die Toten wurden offensichtlich nahe den Wohnhütten in aufgegebenen Vorratsgruben oder flachen Gräbern bestattet. In der Regel wurden die Toten auf die linke Körperseite mit dem Kopf nach Süden und Blickrichtung nach Westen in die Gruben gelegt. Die Mehrzahl der ausgegrabenen Toten waren zudem in Matten eingewickelt, einige wenige in Tierfelle. Grabbeigaben waren selten, häufig fand sich ein kleines Tongefäß vor dem Kopf oder den Armen, oder zwischen Armen und Beinen. Auffällig war die Grablege eines erwachsenen Mannes, vor dessen Händen ein Holzstab lag – möglicherweise ein Zeichen seiner Autorität oder ein Hinweis, auf magische Kräfte. Das Grab selbst war von Überresten von Holzpfosten umgeben, die entweder zu einer Hütte oder zu einem Zaun gehört haben könnten. Auch das Grab einer älteren Frau war von einer ähnlichen Reihe von Pfosten umgeben (Bard, loc. cit., S. 594).


Quelle:
Bard, K., Encyclopedia of the Archaeology of Ancient Egypt. 1999
Debono, F. u. Mortensen, B., El Omari. A Neolithic settlement and other sites in the vicinity of Wadi Hof, Helwan. Archäologische Veröffentlichungen 82. Mainz, 1990
Hayes, W. C., Most Ancient Egypt: Chapter III. The Neolithic and Chalcolithic Communities of Northern Egypt. Journal of Near Eastern Studies, Vol. 23, 1964, pp. 242ff
Hoffman, M., Egypt before the Pharaohs. London 1984
Schmidt, Kl., Lower and Upper Egypt in the Chalcolithic Period. Evidence of the lithic industries: a view from Buto. Interregional Contacts in the Later Prehistory of Northeastern Africa, Posen 1996

Eingestellt durch: Iufaa (10.10.2017)
Bearbeitet durch: -


9) Schoschenq VI (König, 23. Dyn)
um 720 - um 715/10 v. Chr.
Nach Kitchen

SSno


  • Eigenname: SSno  (Schoschenq)
  • Thronname: - (-)
  • Horusname: - (-)
  • Nebtiname: - (-)
  • Goldnamen: - (-)
  • auch bekannt als: Scheschonq VI

Vater: -
Mutter: -
Geschwister: -
Ehefrau: -
Söhne: -
Töchter: -

Schoschenq VI wurde provisorisch an das Ende der 23. Dynastie gesetzt. Ob er existiert hat, ist zweifelhaft. Möglicherweise ist er mit einem seiner Vorgänger zu identifizieren.


Quelle:
Schneider, Th., Lexikon der Pharaonen. Düsseldorf 2002
von Beckerath, J., Handbuch der Ägyptischen Königsnamen. Mainz 1999

Eingestellt durch: semataui (30.07.2012)
Bearbeitet durch: -


10) Paj-ef-tjau-em-aui-Bastet (König, 23. Dyn)
um 742/37 - um 732/27 v. Chr. (nach D.A. Aston)

PA(j).f-TAw-m-aw(j)-BAstt, nfr-kA-Ra


- Vollbild -


  • Eigenname: PA(j).f-TAw-m-aw(j)-BAstt  (Pajeftjau-em aui-Bastet)
  • Thronname: nfr-kA-Ra (Nefer-ka-Rê)
  • Horusname: - (-)
  • Nebtiname: - (-)
  • Goldnamen: - (-)

Vater:  ?
Mutter: ?
Geschwister: ?
Ehefrau: Ir-bastet-udja-en-neferu
Söhne: ?
Töchter: ?

Als König von Herakleopolis war Paj-ef-tjau-em-aui-Bastet Nachfolger des Takelot III, der ein Onkel der Ehefrau des Königs war.

Bei der Eroberung Ägyptens durch Pije verteidigte er Herakleopolis erfolgreich gegen Tefnacht und Namilt und unterwarf sich dann dem nubischen König Pije.

Zwei Stelen aus seinem 10. Jahr wurden von einer Königin Ta-scherit-en-Aset an zwei seiner Töchter Pharao geschenkt. Weier wurde eine goldene Statuette des Herischef in seine Zeit datiert.


Quelle:
Schneider, Th., Lexikon der Pharaonen. Düsseldorf 2002
von Beckerath, J., Handbuch der Ägyptischen Königsnamen. Mainz 1999

Eingestellt durch: semataui (30.07.2012)
Bearbeitet durch: -


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