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   Pharao & Hofstaat (290)
   Semenchkare (4)
  Autor/in  Thema: Semenchkare
semataui  maennlich
Member

  

Semenchkare 
« Datum: 26.04.2004 um 15:53:34 »   

Hi,
ich hab mal "Semenchkare" ins Lexikon gestellt, zunächst nur den Text. Warum der jetzt 3mal erscheint, weiss ich auch nicht (wird Thomas schon klären).

Auch die Tabelle wird noch korrigiert.

aaaber: eine Bitte hab ich!

Teilt mir doch mit, welche Textpassage ggf. gestrichen werden soll, ja

Gruß
semataui
Gitta  
Gast

  
Re: Semenchkare LD_III_99_d.jpg - 29,13 KB
« Antwort #1, Datum: 27.04.2004 um 01:12:26 »     

Hallo Sema,

der Eintrag hat bestimmt einigen Schweiß gekostet, so verworren, wie die Dinge hier liegen.


Zitat:
"Im Grab des Merire II kopierten beispielsweise sowohl Nestor L`Hote als auch Achille Prisse-d`Avennes dasselbe Relief in der Hauptkammer. Es ist zwar stark beschädigt, zeigt aber einen König und eine Königin, deren Kartuschen allerdings zerstört wurden.
Untersuchungen von Wissenschaftlern in jüngerer Zeit haben ergeben, dass sie ursprünglich lauteten „Semenchkare Djeser-chepru-re“ und „die Große Königsgemahlin Meritaton“.
Als später die britischen Inschriftenkundler Nina und Norman de Garis Davies die Darstellungen getreulich  von den Grabwänden kopierten, setzten sie diese Kartuschen in einer Ecke der Abbildung wieder ein."


Diese Rekonstruktion der Kartuschen muss nach Vorlagen von  Lepsius erfolgt sein. Ich hatte diese Zeichnung schon einmal hier reingestellt. Sie ist übrigens nicht, wie ich geschrieben hatte, aus dem Grab des Panehesi, sondern aus dem des Merire II. Die Gräber sind jetzt anders nummeriert als es Lepsius seinerzeit vorgenommen hat. Deswegen bin ich durcheinandergeraten. Und nach diesem Vorbild werden sicherlich die zerstörten Kartuschen wieder hergestellt worden sein. Mein Anhang zeigt nur einen Ausschnitt von LD III 99. Darauf ist auch noch der sitzende König dargestellt, dahinter die 6 Töcher, und hinter dem König sitzt eine weitere Person, die ihn mit dem rechten Arm umfängt und die linke Hand in die Linke des Königs gelegt hat. Es ist nur die Silhouette zu sehen. Das könnte die Königin sein, das könnte aber auch Semenchkare als Co-Regent sein.

Gitta
> Antwort auf Beitrag vom: 26.04.2004 um 15:53:34  Gehe zu Beitrag
Gitta  
Gast

  
Re: Semenchkare lepsius.jpg - 35,40 KB
« Antwort #2, Datum: 27.04.2004 um 01:15:19 »     

Und hier noch ein Auszug aus Lepsius' Texten (Band II), wo die Kartuschen ebenfalls noch einmal eingezeichnet sind. Der komplette Text beschreibt die Grabdekoration
> Antwort auf Beitrag vom: 27.04.2004 um 01:12:26  Gehe zu Beitrag
Leif  
Gast

  
Re: Semenchkare 
« Antwort #3, Datum: 13.10.2005 um 15:09:42 »     

Hallo @ all,

entschuldigt, wenn ich diesen alten Faden wieder hochhole, aber mir ist beim Durchstöbern der Beiträge hier etwas aufgefallen. Und da die von Gitta monierte Passage auch noch im Lexikon steht ...

Aber zuerst noch die Bemerkung, daß hier bei Lepsius ein Unterschied in der Darstellung im Textband gegenüber der im Abbildungsband vorliegt. So gibt er im Textband dem Wunsch nach ewigen Leben für Semenchkare die Form '... ewig wie Re' und für Meritaton gar keinen. Im Abbildungsband dagegen bei beiden '... ewig und immerdar'.

Hier ist mir nun aufgefallen, daß bei Meritaton diese Formel nicht mit dem Stößel tj/t geschrieben ist, sondern mit dem Brot t. Ein Vergleich mit der fraglichen Abb. b) auf dem gleichen Blatt zeigt, daß auch hier diese Formel unter der dritten Kartusche (sollte ein Mitregent nicht zwei haben?) nach denen des Aton die gleiche Schreibweise zeigt. Daraufhin habe ich die weiteren Abbildungen der folgenden Blätter des Abbildungsbandes grob überprüft und festgestellt, daß diese Schreibweise auch in anderen Gräbern Verwendung findet. Aber bis auf die Ausnahme von Blatt 99 Abb. a) ausschließlich(?) bei Nofretete. Auch in der in Abb. b) hinter dem König (die Formulierung unter den Kartuschen deutet auf Echnaton) sitzenden Person nehme ich Nofretete an, da wegen der angesprochenen Schreibweise von einer Frau auszugehen ist. Auch spricht die Darstellung der sechs Töchter hinter dem Paar meiner Meinung nach für Nofretete.

Mir ist diese Schreibweise noch nie aufgefallen, aber das heißt ja nichts.
So frage ich mich bzw. Euch, ersetzt das Brot wirklich den Stößel, oder läßt sich das Geschlecht garnicht daraus erschließen? Und wurde diese Schreibweise häufiger gebraucht oder ist sie vielleicht Amarnatypisch?

Leif
> Antwort auf Beitrag vom: 27.04.2004 um 01:15:19  Gehe zu Beitrag
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