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  Mumienporträt
Als Mumienporträt bezeichnet man im Allgemeinen auf Holztafeln gemalte Porträts der Verstorbenen. Sie wurden zwischen die Bandagen eingebunden und bedeckten den Kopf der Mumie.
Die ersten Mumienporträts werden in das 1.Jhd. n.Chr. datiert. In der griechisch/römischen Epoche wurden die traditionellen ägyptischen --> Mumienmasken durch die Mumienporträts ersetzt. Im Gegensatz zu den idealisierten Mumienmasken wird der Verstorbene auf den Mumienporträts realitätsnäher und in Frontalansicht dargestellt. Kleidung, Frisur und Schmuck orientieren sich dabei am griechischen bzw. römischen Stil. Das Mumienporträt wurde entweder auf eine Holzplatte oder direkt auf das Leichentuch gemalt. Die gemalten Mumienporträts waren besonders in Faijum weit verbreitet.


Mumienportraits auf Kindermumien; aus dem Album von Tonechna


Daneben gab es noch das plastische Mumienporträt, das außerhalb von Faijum sehr beliebt war. Dabei wurde die traditionelle Mumienmaske um individuelle Merkmale erweitert, sodass eine realitätsnahe Büste des Verstorbenen entstand.
Die Mumienporträts verschwanden gegen Ende des 4. Jhd. n. Chr.


Quelle:
Hans Bonnet, Lexikon der ägyptischen Religionsgeschichte, Berlin - New York 2000 S. 481-482

Eingestellt durch: Luc (21.09.2008)
Bearbeitet durch: -
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