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  Autor/in  Thema: Die Texte der Koenigin von Saba
Gitta  
Gast

  
Die Texte der Koenigin von Saba  
« Datum: 09.03.2004 um 21:21:01 »     

Eine Pressemitteilung der Uni Jena, die ich ganz interessant finde:

Informationsdienst Wissenschaft - idw - - Pressemitteilung
Friedrich-Schiller-Universitaet Jena, 09.03.2004

Die Texte der Koenigin von Saba

Orientalist der Universitaet Jena an Jubilaeumsband zu Forschungen im Jemen beteiligt/Neue Grabungen geplant

Jena (09.03.04) Den Jemen haben die meisten Menschen hoechstens im Blick, wenn dort eine Touristengruppe entfuehrt wird. Doch das Land der Koenigin von Saba ist eine Gruenderstaette der modernen Kultur, deren
Details allerdings noch weitgehend unentdeckt im Wuestensand harren. An ihrer Erschliessung sind seit langem deutsche Wissenschaftler beteiligt. Dazu ist vor kurzem der 170-seitige deutsch-englisch-arabische Band "25 Jahre Ausgrabungen und Forschungen im Jemen (1978-2003) des Deutschen Archaeologischen Instituts (DAI) erschienen. Die Publikation eroeffnet gleichzeitig die Reihe der "Hefte zur Kulturgeschichte des Jemen".

An der Rettung und Erkundung des jemenitischen Kulturerbes sind auch Forscher der Friedrich-Schiller-Universitaet Jena beteiligt. Prof. Dr. Norbert Nebes gehoert zum interdisziplinaeren Team von verschiedenen Universitaeten und Wissenschaftseinrichtungen. Der Jenaer Lehrstuhlinhaber fuer Semitische Philologie und Islamwissenschaft unterstuetzt seit 1990 regelmaessig die Grabungen im Jemen. Sein Beitrag im neuen Band ueber "25 Jahre epigraphische Forschungen in Marib" zeigt, wie muehsam selbst in der antiken Hauptstadt der Sabaeer das Auffinden lesbarer Inschriften ist. Denn die fruehen sabaeischen Inschriften
liegen ueberwiegend in Stein gehauen vor - und ueber diese Steine schmirgelt seit Jahrhunderten der Wuestensand. Dennoch konnte der Jenaer Sprachexperte zahlreiche Texte entschluesseln und dadurch Aussagen ueber die Geschichte und Kultur des Landes treffen.

War bisher die Oase von Marib das bevorzugte Grabungsziel, so widmet man sich in Zukunft der Stadt. "Nach wie vor ist die Stadt Marib selbst archaeologisches und epigraphisches Neuland", sagt Prof. Nebes. Gemeinsam mit dem DAI und der Jemenitischen Antikenbehoerde will er die Erforschung von Marib-Stadt vertiefen, "wobei das fruehe 1. Jahrtausend
v. Chr. unsere besondere Aufmerksamkeit verdient, da in dieser Zeit die Stadt und Oase von Marib eine politische, oekonomische und auch kulturelle Schluesselstellung innerhalb der Oasenstaedte Altsuedarabiens innehatte". Prof. Nebes wird also noch viele weitere Sommer im Jemen
forschen, bereits am 12. Maerz startet er das naechste Mal.

Zu dieser Mitteilung existieren Bilder im WWW. Siehe
* http://idw-online.de/public/zeige_bild?imgid=9541
Der neue dt.-engl.-arab. Band ueber Ausgrabungen im Jemen (Foto:
Uni-Jena)

Gitta
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