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   Die Schrift (448)
   Übersetzungsübung: Inschriften in einem Königsgrab (36)
  Autor/in  Thema: Übersetzungsübung: Inschriften in einem Königsgrab
Seschen  weiblich
Member

  

Re: Übersetzungsübung: Inschriften in einem Königsgrab 
« Antwort #30, Datum: 04.11.2016 um 11:11:20 »   

Hallo, Haiko!

jmnt.t (bzw. auch jmnt.jt) bedeutet "der Westen" / "Totenreich"

jmnt.jw bedeutet "die Westlichen" (die sich im Totenreich Befindlichen")

Osiris wird sowohl als "der an der Spitze des Westens ist" als auch als "der an der Spitze der Westlichen (= die Toten) ist" bezeichnet.
jmnt.jw wird oft mit G4
  geschrieben.


Gruß, Seschen
> Antwort auf Beitrag vom: 04.11.2016 um 10:52:29  Gehe zu Beitrag
Haiko Hoffmann  maennlich
Member

  

Re: Übersetzungsübung: Inschriften in einem Königsgrab 
« Antwort #31, Datum: 04.11.2016 um 11:57:53 »   

Hallo Seschen,
welche Umschrift trifft aber in diesem Falle nun zu? Jmnt.t (bzw. jmnt.jt), die ich als eher zutreffend annehme, oder doch jmnt.jw gem. Vygus* ?

* d.h. S. 69.14 einerseits:
xnty imntyw Foremost of the Westerners

aber S. 2366.10:
xnty imntt Foremost of the West

sowie S. 2366.18:
xnty imntt Foremost of the Westerners

Schreibfehler? Oder "nur" Wegfall der Pluralendung? Gibt's dann aber nur diese Lesung mit Plural-Endung? ...

Nachtrag:
Mr. Vygus hat mir nun geantwortet. Er räumt ein, dass die Daten, die er aus seinen Quellen genommen hat, möglicherweise mit Irrtümern behaftet sein können. Sein Wb hat er eigentlich nur für sich selber konzipiert, weil er nicht ständig die dicken Wörterbücher rumschleppen wollte. (Unfortunately, the dictionary was started as personal work meant only for my eyes, as I didn't like carrying heavy books around with me all the time, and I didn't think to include sources (which I would have done if starting now !)).

Er hat in seiner bisher noch nicht veröffentlichten Version von diesem Monat bei den Einträgen auf S. 2366 (in der Version Nov. 2016 nun S. 2406 und 2407) die Transkription xnty imntt / xnty imntyw gesetzt bzw. ergänzt, d.h. als beides möglich bezeichnet. (I believe the usual transliteration is  xnty - imntyw, but on two occasions (so far) both spelled with an initial 'W17', I have found that the transliteration has been published as  'imntt).

Der Eintrag auf S. 69 ist allerdings unverändert geblieben, d.h.
xnty imntyw .
« Letzte Änderung: 07.11.2016 um 14:43:20 von Haiko Hoffmann »
> Antwort auf Beitrag vom: 04.11.2016 um 11:11:20  Gehe zu Beitrag
Seschen  weiblich
Member

  

Re: Übersetzungsübung: Inschriften in einem Königsgrab 
« Antwort #32, Datum: 08.11.2016 um 13:32:45 »   

Hallo, Haiko!

Vorab: Ich kenne die Publikation von Mr. Vygus nicht, und somit kenne ich den Kontext der von dir angeführten Stellen nicht!
So wie du die 3 Beispiele grafisch zitiert hast, würde ich immer jmnt.t - Westen lesen und zwar aufgrund des Determinativs (und eines fehlenden Plurals).
Auch hier, in unserer Übersetzungsübung, entscheide ich mich überzeugt für Westen / Totenreich (auch aufgrund des Determinativs).
Das soll aber nicht heißen, dass diese Schreibung im Kontext nie als "Westbewohner" zu verstehen ist. Es gibt sicherlich Inschriften die das belegen...
Mein Rat: Verlasse dich auf Hannig, Wörterbuch, DZA, Faulkner und berücksichtige den Kontext ...und "die Macht der Determinative"!

Gruß, Seschen
> Antwort auf Beitrag vom: 04.11.2016 um 11:57:53  Gehe zu Beitrag
Seschen  weiblich
Member

  

Re: Übersetzungsübung: Inschriften in einem Königsgrab 
« Antwort #33, Datum: 08.11.2016 um 13:57:46 »   

Hallo,

hier die Worte des Osiris:

Versteckten Text anzeigen...

Gruß, Seschen
« Letzte Änderung: 08.11.2016 um 19:16:17 von Seschen »
> Antwort auf Beitrag vom: 03.11.2016 um 17:07:47  Gehe zu Beitrag
Haiko Hoffmann  maennlich
Member

  

Re: Übersetzungsübung: Inschriften in einem Königsgrab 
« Antwort #34, Datum: 08.11.2016 um 14:23:21 »   

Hallo Seschen,
danke für Deine Ausführungen. Ich sehe das genauso wie Du. Als Laie möchte ich einfach nur sichergehen. Daher frage ich lieber noch einmal nach. ...

Die Macht der Determinative ... gefällt mir!

Ich bezog mich hierbei auf Lutz

By the way: Ich bin schon heute sehr gespannt auf die (7.) Hildesheimer Auflage von Hannigs Handwörterbuch in wohl 2 Jahren, welches sicher auch im Zusammenhang mit dem angekündigten Belegstellenwörterbuch zum Neuen Reich und dem zahlreichen neuen Vokabular darin hoffentlich auch zu unserer Freude entsprechend kräftig profitieren wird.
> Antwort auf Beitrag vom: 08.11.2016 um 13:32:45  Gehe zu Beitrag
Michael Tilgner  maennlich
Member - Themenstarter

  

Re: Übersetzungsübung: Inschriften in einem Königsgrab 
« Antwort #35, Datum: 09.11.2016 um 00:18:04 »   

Hallo, Seschen, hallo, Haiko,

Versteckten Text anzeigen...

Viele Grüße,
Michael Tilgner
> Antwort auf Beitrag vom: 08.11.2016 um 14:23:21  Gehe zu Beitrag
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