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   Ägypten und die Canaren (31)
  Autor/in  Thema: Ägypten und die Canaren
semataui  maennlich
Member



Ägypten und die Canaren 
« Datum: 15.03.2002 um 11:37:03 »   

Hi,
Cippi hat in der Rubrik "Alltagsleben" unter "Handel" auf Gemeinsamkeiten zwischen Ägypten und den Canaren hingewiesen.
Beim Nachlesen bin ich auf einige Info´s gestossen, die ich Euch nicht vorenthalten möchte.
(Quelle: Dominik Josef Wölfel, Leipzig 1940 und Leonardo Torriani)
1. Die erste Besiedung der Canaren erfolgte im 3. Jhtsd vor Chr. durch Menschen der Cromagnon-Rasse, deren Spuren noch heute in der berberischen Bevölkerung Nordwestafrikas, bei Basken, Bretonen und Westiren vorhanden sind. Etwas später folgte ein Zuzug mit Menschen mediterranen Typs.
2. Die spärlich erhaltenen Sprachreste der Altkanarier haben Gemeinsamkeiten mit der berberischen Sprache, die wie das ägyptische zur libyschen Sprachgruppe gehört (nach Wölfel).
3. Die kanarischen Funde zeigen Beziehungen zum nordafrikanischen Raum im Megalithikum, einschließlich den unterirdischen Mehrkammerbau für Bestattungen.
4. Die Toten wurden mumifiziert, es fehlen jedoch Bandagen (keine Textilherstellung). Die Eingeweide wurden selten entfernt, das Gehirn nie. Zitat: "Sie brachten die Leiche in eine Höhle, streckten sie auf Steine aus und leerten die Bäuche; jeden Tag wuschen sie 2 mal mit frischem Wasser die empfindlichen Teile, die Achselhöhlen, hinter den Ohren, die Weichen, die Stellen zwischen den Fingern, die Nasenlöcher, Hals und Handgelenke. Danach rieben sie die Leichen mit Ziegenbutter ein und füllten ihnen Pulver von Kiefer- und Heidekraut und zerriebenen Bimsstein ein, damit sie nicht verwesten."
Eine direkte Beziehung zwischen altkanarischer und ägyptischer Mumifizierung wird ausgeschlossen, eine gemeinsamer Ursprung jedoch vermutet. Neben der Höhlenbestattung erfolgten auch Bestattungen in Tumuli.
5. Die vorgefundenen Reste von Haushaltsgeräten zeugen von einer primitiven Entwicklungsstufe. Parallelen lassen sich im spätneolithischen Kreta finden. Verbreitet war jedoch die aus Ägypten bekannte Tiefstichkeramik.
6. Die Bevölkerung bestand aus Viehzüchtern und Ackerbauern. Fischerei erfolgte nur vom Ufer aus, Schiffsreste wurden nie gefunden. Die Inseln hatten untereinander keinen Kontakt.
7. Das Herrscherhaus (oder die Herrscher) heirateten nur standesgemäß, Geschwisterehe normal. Die Alleinregentschaft von Königinnen ist belegt.
8. Erstmals nach der Besiedlung der Inseln haben um 1100 v. Chr. die Phönizier von Gades (Cadiz) aus die Inseln angesteuert und von dort die Orchilla-Flechte (Rocella tinctoria) importiert; sie dient zur Purpurherstellung.
Auch die Karthager kannten den Archipel, der jedoch nach dem Untergang dieser Reiche wieder in Vergessenheit geriet.
9. Claudius Ptolomäus (um 85-160 n.Chr.)wählte in seinem Kartenwerk Hierro für seinen Null-Meridian aus und bezeichnete die Inseln als "insulae fortunatae".

Zur Stufenpyramide auf Teneriffa habe ich nichts ermitteln können. Hierzu brauche ich die genaue Lage/Bezeichnung.

semataui


Gitta  
Gast

  
Re: Ägypten und die Canaren 
« Antwort #1, Datum: 15.03.2002 um 14:42:35 »     

Ich meine, mal Folgendes entweder gelesen oder als TV-Doku gesehen zu haben:

In prädynastischer Zeit muss es so eine Art "Mini-Völkerwanderung" in Nordafrika gegeben haben. Ein Teil der Bevölkerung wanderte west-, ein anderer ostwärts. Es gibt z.B. ich glaube in Marokko auch Felsgräber, die denen der Kanaren ähnlich sind (angeblich auch denen der Ägypter, mit Säulenhallen u.ä.). Vielleicht liegen hier die Ursprünge für die Ähnlichkeiten von frühzeitlicher Sprache, Kunst und Bestattungsriten.

Vielleicht finde ich die Quelle, aus der ich das habe, ja wieder. Werde mal forschen.

Gitta
semataui  maennlich
Member - Themenstarter



Re: Ägypten und die Canaren 
« Antwort #2, Datum: 15.03.2002 um 15:41:03 »   

Hi,
eine prädynastische Kultur in der Sahara ist ja wohl belegt.
Mit der beginnenden Versteppung zum Ende der letzten Eiszeit sind die Menschen wohl ausgewandert- die einen zu Nil hin, andere zum Mittelmeer und in den Atlas.
Möglicherweise hat man gemeinsame Bräuche mitgenommen.

Die Besiedlung der Kanaren ist von Marokko aus erfolgt- Lanzarote liegt nur ca. 60 SM entfernt.

Trotzdem: die Altkanarier hatten eine Steinzeitkultur!
An spätere ägyptische Einflüsse (Pyramiden!) kann ich nicht glauben, zumal auch die Ägypter erst nach der Besiedlung des Niltals mit dem Bau der Pyramiden begonnen haben.


Güimar (Tenerife), Hauptort des fruchtbaren Güimar-Tales, Umschlagplatz für landwirtschaftliche Produkte, in der Umgebung viele Terrassenkulturen (TOmaten, Kartoffeln, Bananen, Zitrusfrüchte).
Das war´s.

sema

« Letzte Änderung: 15.03.2002 um 17:37:18 von semataui »
cippi1234  
Gast

  
Re: Ägypten und die Canaren 
« Antwort #3, Datum: 16.03.2002 um 20:25:31 »     

hi

semataui jetzt weiche ich mal kurz vom thema ab, aber woher wussten die Guanchen wo sie den menschen wuschen mussten denn sie wuschen ihn ja da wo die Bakterien gedeihen können, Ok selbst die Neandertaler wussten das sie keine Inzucht betreiben dürfen, aber bis vor 100 Jahren haben wir Europäer nicht mal vorstellen können das es überhaupt Bakterien bzw Viren gibt. Also woher wussten die Guanchen das nun hat jemand von euch ne ahnung ( das würde mich echt mal interresieren)?
Und wie lange wuschen sie die Toten denn? Wenn man das über Jahrezehnte macht müssten doch Leichenberge wie in dt KZ entstanden sein? Habt ihr ne ahnung?

cu cippi
semataui  maennlich
Member - Themenstarter



Re: Ägypten und die Canaren 
« Antwort #4, Datum: 18.03.2002 um 10:54:05 »   

Hi,
das ist eine Frage für Iuffa, der ist Biologe.
Die Verwesung eines Körpers beginnt m.E. im Hirn und den Innereien, es folgen die "Weichteile".
Das Waschen mit -glaube ich- Salzwasser kann den Prozess nur aufhalten. Daher sind die "Mumien" der Guanchen in sehr schlechtem Zustand. Die Waschungen erfolgten wohl nur wenige Tage. Wichtiger war auch der Ort der Bestattung.
In Trockengebieten, wie auf Lanzarote, Fuerteventura und im Süden von Gran Canaria und Tenerife hat die niedrige Luftfeuchtigkeit zur Konservierung beigetragen. Im Norden der Inseln mit ihren starken Regenfällen hat´s nichts gebracht. In Ägypten ist es ähnlich: manche Mumie, die man unkonserviert im Sand gefunden hat, ist besser erhalten als die so aufwendig präparierten der Spätzeit (z.B. Hennutaui).

Gruss
semataui

Iufaa  maennlich
Moderator



Re: Ägypten und die Canaren 
« Antwort #5, Datum: 18.03.2002 um 18:37:28 »   

Hi,

sie wußten nichts von Bakterien, woher auch. Aber sie haben natürlich beobachtet, wo tote Tiere (und Menschen) anfingen zu gammeln.
Die Waschungen dürften darüber hinaus zuerst mal nur zur Reinigung der Toten gedient haben - man tritt halt sauber vor den Göttern an. Die Verwendung von Salzen und "Spezereien" dürften dann gezeigt haben, daß die auf den Verfallsprozess eine "hindernde" Wirkung hatten.

Gruss, Iufaa
cippi1234  
Gast

  
Re: Ägypten und die Canaren 
« Antwort #6, Datum: 18.03.2002 um 22:04:13 »     

hi
danke gut zu wissen, das mit den lagerstätten der mumien, hab ich nicht gewusst, obwohl es logisch ist! und ich hab mal weiter herumgekuckt wegen ägypten und latainamerika ( ich screib das jetzt hier ins thema rein): Chitzen Iza hat 365 Stufen ( steht zu 99% für die 365 Tage) und hatte 52 Wandplatten ( steht wahrscheinlich für die Wochen ), aber die Juden haben doch die Woche erfunden um ihren Gott Jahwe zu ehren, und die Woche ist nicht Astronomisch! Also muss es eine verbindung geben! Oder haben sich so viele Wissenschaftler geirrt? Aber mein Buch kann auch wieder zu alt sien und es ist wieder widerlegt!
Aber was haltet iht davon von diesem Argument?

csa cippi
semataui  maennlich
Member - Themenstarter



Re: Ägypten und die Canaren 
« Antwort #7, Datum: 19.03.2002 um 10:59:50 »   

Hi cippi,

Zitat:
Dein Buch beruht wohl auf der alten These, dass die Zivilisation einen gemeinsamen Ursprung hatte und sich ähnlich wie eine Grippewelle auf dem Globus ausgebreitet hat. Diese Ansicht ist allerdings schon einige Jahre widerlegt.

Glaube es nur, es gibt absolut keine Verbindung zwischen Ägypten und Mexiko! Die in Deinem Buch aufgestellte Theorie stammt aus dem 19. Jahrhundert.
Die Tatsache, dass die Erde für die Umkreisung der Sonne 365 Tage braucht, ist nicht umbedingt ägyptisch. Diese Beobachtung haben auch andere gemacht, genau so wie auch die Kugelform der Erde mehrfach und von verschiedenen Personen festgestellt wurde.
Wenn 52 Wandplatten festgestellt werden, denkt man natürlich an Wochen. Aber bewiesen ist da nix! (Man suche so lange, bis man was finde!) Wären es nur 12 Platten gewesen, hätte man das mit den Monaten in Zusammenhang gebracht. Bei sieben mit den Tagen und bei 60 mit den Minuten pro Stunde oder den Kilometern oder Meilen bis zur Küste oder der Anzahl der Ehefrauen oder oder oder.
Man kann sich eben alles passend machen.
Gruss
semataui
cippi1234  
Gast

  
Re: Ägypten und die Canaren 
« Antwort #8, Datum: 19.03.2002 um 18:31:19 »     

hi semataui!

365 Tage muss ja echt nicht von den ägyptern stammen, aber 52 Wochen und eine woche ist nicht astronomisch sondern frei erfunden und wenn 2 Kulturen die 10.000KM weit von einander entfernt leben und beide Völker nie so mächtig waren das sie so eine Expedition zu machen! Also hat wohl ein anderes Volk gemacht und deshalb schließe ich auf die Ägypter oder Phönikier, und das alle Zivilitiaonen ihren gemeinsamen Ursprung haben ich nicht Behauptet und mein Buch auch nich!

csa cippi
cippi1234  
Gast

  
Re: Ägypten und die Canaren 
« Antwort #9, Datum: 20.03.2002 um 20:02:30 »     

Hi

Was haltet ihr davon: Atlantis=Canren? Und ihr müsst jetzt darauf antworten die Canaren sind zu Klein für ein Kontinent, aber woher wussten die Menschen in der Antike wie groß ein Kontinent ist und das mit der Riesen Seestreitmacht kann ja erfunden sein, oder selbst wenn die Guanchen keine Seefahrer waren, es gab ja noch die Phönikier die es beherschten und man kennt das doch von den Ägyptern und vor allem von den Griechen das sie immer "aus einer Mücke ein Elefanten machen". Und warum soll es schon wieder ein Märchen von Platon sein? Wenn es wahr wäre?
Und auf die Canaren passen 3 Wichtige Punkte:
1 Atlantis soll hinter den " Säulen des Herakles"(Gibraltar) liegen
2 Es gibt ein Vulkan auf den Canaren
3 Die Canaren waren Zivilisiert!

Ok ich halte das auch eher für unwahrscheinlich, aber ich wolte mal wissen was Ihr davon haltet! Achja bevor ich es vergesse die anderen Länder wo man Atlantis meint
Minoische Reich ( ist lange wiederlegt)
Britische Inseln
Azoren
Malta
Sahara
Grönland
Helgoland
Spitzbergen
Arktis
Krim
Nigermündung
Skandinavien
Amerika( Latainamerika?)

csa cippi
manetho  maennlich
Member



Re: Ägypten und die Canaren 
« Antwort #10, Datum: 20.03.2002 um 20:25:14 »   

Atlantis ist und bleibt ein Mythos
cippi1234  
Gast

  
Re: Ägypten und die Canaren 
« Antwort #11, Datum: 20.03.2002 um 20:30:57 »     

manetoh meinst du wirklich! warum soll es ein mythos sein nur weil es noch nicht bewiesen ist? mythos ist immer leicht zu sagen, weil man dann zu faul ist um zu die fragen zu beantworten, denn manche fragen sind lebensaufgaben!

csa cippi
Apedemak  maennlich
Administrator



Re: Ägypten und die Canaren 
« Antwort #12, Datum: 20.03.2002 um 20:48:11 »   


Zitat:
Atlantis soll hinter den " Säulen des Herakles" (Gibraltar) liegen


Na da fallen aber ein paar Orte (Malta, Spitzbergen usw.) aus deiner Liste raus. Aha sogar der nackte Felsen Helgoland ist mit dabei. Ich schließe mich der Meinung von manetho an.

http://www.skeptischeecke.de/Worterbuch/Atlantis/atlantis.html
http://www.heise.de/tp/deutsch/inhalt/lis/9624/1.html
semataui  maennlich
Member - Themenstarter



Re: Ägypten und die Canaren 
« Antwort #13, Datum: 21.03.2002 um 10:36:52 »   

Hi,
...und die Canaren fallen geologisch raus.

semataui
cippi1234  
Gast

  
Re: Ägypten und die Canaren 
« Antwort #14, Datum: 21.03.2002 um 17:25:49 »     

semataui warum fallen die canaren geologisch aus?
und gaubst du an atlantis, semataui?

csa cippi
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