Die Szene gehört auf jeden Fall zu den Handwerkern links daneben, die Gegenstände und Möbel aus Holz herstellen (Beischrift ws[j].t "das Sägen").
Der "Käfig" scheint eine Art Baldachin aus Holzstützen, die mit einem weißen Stoffdach überspannt sind, zu sein. Innerhalb des "Käfigs" steht ein Mann, der einen Gegenstand hochhält. Für die beiden anderen Männer habe ich zwei Vorschläge: Entweder sie bearbeiten (glätten?) einen Balken auf einem Werktisch und benutzen dabei Klingen, die man an beiden Enden hält. Seltsam ist jedoch, dass dieser Balken weiß dargestellt ist. Oder sie beziehen ein Bett, das sie gerade geliefert haben. Am Boden liegt eine weiße Kopfstütze (und ein zweiter Gegenstand mit einer Schlaufe). Die zweite Annahme erscheint mir plausibler.
Der Schriftzug rechts oben (von rechts nach links zu lesen) hilft uns nicht weiter. Er gehört meines Erachtens zu dem größeren Mann darunter als Funktionsbezeichnung. Er inkludiert die Eule auf Mund, vielleicht ein Schiff mit hochgezogenem Heck (?), Hausgrundriss, die Hieroglyphe Aa20 (apr), und noch mindestens ein weiteres Zeichen. Er ist wahrscheinlich der Vorsteher der Werkstätte (jmj-rA ... ).
N. Kanawati hat da bestimmt etwas in seiner Bücherreihe "The rock tombs of el-Hawawish" geschrieben. Rein zufällig habe ich die 10 Bände heute via Fernleihe bestellt. Vielleicht gibt's zu dem "Käfig" ja eine Beschreibung
Im April/Mai werde ich es wohl nicht schaffen, nach Sohag und Achmim zu kommen. Aber das Jahr hat ja gerade erst begonnen.
wir waren in achmim um genau zu sein in el-Hawawish im grab von Ka Hep / Theti Iker (H26) und fragten uns schon vor ort was machen die denn da „hinter gittern“ nun bin ich aber zu hause auch irgendwie nicht fündig geworden, da (ich) die männer davor, als handwerker identifiziert habe kann ich mir erst recht nicht erklären warum diese szene sich hinter gittern abspielt ??
weis jemand von euch was die da machen ?? oder liege ich ganz falsch mit der handwerker vermutung
In der prädynastischen Zeit Ägyptens (ca. 3300 bis 3100 v. Chr.) gab es einen König namens "Horus Ni-Njt", das bedeutet "Horus, zugehörig zu Neith". Er ist wie die meisten Könige dieser Periode nur durch Inschriften auf Tongefäßen bekannt.
Die weibliche Form des Namens müsste "Njt-Njt" sein. Ich weiß nicht, ob dieser Name in einer altägyptischen Quelle belegt ist. In der Sammlung altägyptischer Personennamen von Hermann Ranke kommt er nicht vor.
Die Frau des Mose ist Zippora (vgl. Ex 2,21) und war die Tochter des Priesters von Midian (vgl. Ex 2,16). Asenat ist die Tochter des Priesters von Iunu und Frau des Josef (vgl. Gen 41,45).
Im Alten Testament ist der Name von der Frau Moses mit Aseneth überliefert..
KI sagt: "Der Name Aseneth (auch Asenath, Asenat oder Asenit) hat seinen Ursprung in der Bibel, genauer im Alten Testament. Er stammt aus dem Hebräischen (אָסְנַת, ʾĀsənat) und bedeutet vermutlich "Sie gehört zu [der Göttin] Neith" oder "Geschenk der Neith".
Das ist schon mal seltsam, wenn es "Geschenk der Neith" heissen soll und aus dem Hebräischen stammen angegeben wird. Wenn es ein echt ägyptischer Name ist, muss er im Ägyptischen öfters vorkommen. Vllt kann man sogar, wie heute üblich, eine Tabelle machen, in welcher Zeit er gehäuft auftaucht, und wann sein erstes Aufscheinen ist. Dies würde dann Rückschlüsse auf die Abfassungszeit der Pentateuchtexte erlauben. Ebenso mit den anderen Namen.
Hallo, kennt hier zufällig jemand eine frei zugängliche Veröffentlichung einer Transkription vom Original-Keilschrift-Text der akkadischen Geburtslegende von Sargon von Akkad? Also, die Version, wo behauptet wird, dass er seinen Vater nicht kannte, von seiner Mutter in einem Körbchen ausgesetzt und von einem Gärtner adoptiert wurde?
(Ist kein Ägyptisch, aber die Experten hier im Forum kannten generell immer erstaunlich viele Veröffentlichungen von Transkriptionen und Übersetzungen alter Texte.)
Der französischen Ausgrabungsmission um Frédéric Payraudeau (EPHE/PSL) und Ahmed Nakshara (MFFT) gelang am 9. Oktober auf dem Gelände der nordägyptischen Fundstelle Tanis (San el-Hagar) die Entdeckung der Grabkammer des Pharao Scheschonq III. In der Grabkammer wurden unter anderem insgesamt 225 kleine aus Fayence gearbeitete Uschebti-Figuren gefunden anhand derer die Identifizierung des Grabinhabers erfolgte, welcher in der Zeit der 22. Dynastie, ca. 830 bis 791 v. Chr., regierte. Über diese Entdeckung konnte nun zudem auch ein bislang namenloser Sarkophag, welcher bereits 1939 im Grab Osorkon II. entdeckt worden war, zugeordnet werden. Es handelt sich um die bedeutendsten in Tanis gemachten Funde seit 1946.
Die im Dateianhang befindlichen Fotos wurden von Simone Nannucci (MFFT) und Raphaele Meffre (EPHE/PSL), sowie von Frédéric Payraudeau (EPHE/PSL) erstellt und über die Université Paris Sciences et Lettres (PSL) in open access veröffentlicht. Eine wirklich sehr interessante Entwicklung.
jbsA Dsr r Tnj Heiliges Ibsa-Öl zur Ehre/Erhöhung/Aufrichtung [des Verstorbenen]
Zu jbsA Dsr: Eigentlich steht hier Dsr jbsA. Die Vertauschung von Nomen regens und Nomen dependens in einer Genetivphrase kommt in der Frühzeit und im frühen Alten Reich nicht selten vor (z. B. mH.w-jw.t "Lieferung (Gekommenes) von Unterägypten" auf Produktetiketten).
Zu Tnj: Wb 374.1: erheben u. ä., jmd. aufrichten; Wörterbuch Hannig S. 1028 (38034): Erhöhung, Ehrerhöhung, Ehre. Das Wort hatte sehr unterschiedliche Schreibweisen, inklusiv einer mit dem Klassifikator A2 (siehe Hannig). Zugegeben, t-s-n-j mit dem Klassifikator A2 mittendrin ist eine besonders kuriose Schreibweise, aber in einem so frühen Text nicht überraschend. Die Schreibkunst der Grabhandwerker war zu dieser Zeit noch nicht ganz „ausgereift“.
das ist ein kniffliger Text der ägyptischen Frühzeit! Es handelt sich wohl um den Teil einer Opferliste bzw. Magazinbeschreibung. Die Übersetzungen müssen daher in diese Kategorie fallen.
Vielleicht steht in der ersten Zeile jbsA "eine Art feines Salböl" (Wb I, 64.14). Für den Rest der Zeile kann ich keinen Vorschlag machen.
Die zweite Zeile beginnt mit awgw.t "Röstkorn" (siehe Wb I, 235.5 ag.t "Art Zubereitung des Getreides (Schrot o.ä.)"). Dazu passen die drei ovalen Getreidekörner als Determinativ. Das 2. Zeichen hat Jochem Kahl als ein Zeichen aus der Kategorie "Schiffe, Schiffsteile" identifiziert, das in der Gardiner-Liste nicht vorkommt und es mit dem Identifikator p11 versehen (Das System der ägyptischen Hieroglyphenschrift in der 0.-3. Dynastie, Wiesbaden, 1994, S. 666). Es soll die Lesung wg haben; daher die vom Wb abweichende Umschrift. Was danach kommt, ist unklar.
Ich bin dabei die bemalte Wand an der Ostseite des Grabes von Hesire mir näher anzuschauen. aus Buch: EXCAVATIONS AT SAQQARA (1911-12) - THE TOMB OF HESY BY J. E. QUIBELL
Es gibt da ja wenig Hieroglyphen.
Und da dachte ich die Tür mit den Hieroglyphen, das wäre etwas leichter, da dies wie ein Satz aussah.
Aber irgendwie ist das für mich verdammt schwierig ... Anfangs nahm ich an " sich wenden " und dann am Schluss " passieren " , dass das mit der Tür zu tun hat oder hat es vielleicht doch etwas mit dem Inhalt der Krüge zu tun aber ich komme hier nicht weiter.
Die erste Zeile mit einem Arm mit Stock srw sich wenden ?,
dann ein Tier
(Xnw) oder
(jb)?
Bei dem Vogel bin ich mir nicht so sicher, aber im Wörterbuch finde ich nur Wörter mit dem Schmutzgeier.
sAr.t snj Klugheit, Vernunft passieren (?)
oder das s hinter dem Tier : jbs Ar.t Xrd snj ? Himmel des Kindes passieren (?)
oder das sA hinter dem Tier : jbsA rt snj Salböl ? passieren
Und in der unteren Zeile verstehe ich das 2. Zeichen nicht so ganz.
Am 27. Oktober verstarb nach schwerer, langer Krankheit der seit 1991 im Nekropolenabschnitt Dra' Abu el-Naga tätige Archäologe und Ägyptologe Daniel Polz (1957–2025). Polz hatte seinen wissenschaftlichen Schwerpunkt auf die Erforschung der Gräber und der Bestattungspraxis der Pharaonen und Vornehmen in der Epoche der Zweiten Zwischenzeit und des frühen Neuen Reiches gelegt. 2001 gelang ihm in Dra' Abu el-Naga die Entdeckung der Pyramide des Pharao Nub-Cheper-Re Intef, 2004 dann der Nachweis der Pyramide seines Bruders, des Pharaonen Sechem-Re Wep-Maat Intef. Wir führen sie in unserem Lexikon als Jnj-jt=f'3 unter Antef V. der Ältere (ca. 1580 v. Chr.), sowie Jnj-jt=f Antef VI. (ca. 1580 v. Chr) und datieren diese also in die Zeit vor Kamose (1560–1556). Polz gelang mit dem Nachweis dieser beiden kleinen Pyramiden die Entdeckung ihrer Gräber K 93.11 und K 93.12, welche während der ausgehenden 20. Dynastie im Rahmen einer Nachnutzung durch die Hohenpriester des Amun Ramsesnacht und Amenophis erneut belegt worden sind. Damit hatte Polz gleich zwei große Wissenslücken geschlossen, nämlich eine in Hinblick auf die ausgehende Zweite Zwischenzeit, sowie eine zweite in Bezug auf die späte Zeit der 20. Dynastie, also des ausgehenden Neuen Reiches. Polz hatte seine Forschungen in der thebanischen Nekropole 40 Jahre lang vom Deutschen Haus in Qurna aus durchgeführt, welches ihm zur zweiten Heimat wurde. Mit seinem Eintritt in den Ruhestand im Jahre 2022 ging die Leitung der Grabungen an Ute Rummel über, welche die Fundlage seither in Zusammenarbeit mit Stéphane Fetler und weiteren auswertet.
Polz, Daniel : The royal and private necropolis of the seventeenth and early eighteenth dynasties at Dra' Abu el-Naga. In: Khaled Daoud : Studies in honor of Ali Radwan, Vol. 2, Kairo 2005, S. 233–245 https://archiv.ub.uni-heidelberg.de/propylaeumdok/2604/.
Polz, Daniel : The location of the tomb of Amenhotep I: A reconsideration. In: Richard Wilkinson : Valley of the Sun Kings, new explorations in the tombs of the Pharaohs, Tucson 2005, S. 8–21 https://archiv.ub.uni-heidelberg.de/propylaeumdok/1973/.
Fetler, Stéphane : Traces of transition: Funerary envelopes from K 93.12 in Dra' Abu el Naga as artistic indicators of political and cultural change, Deutsches Archäologisches Institut, Kairo 2016 https://egyptiancoffins.org/assets/pdfs/nespawershefyt/Fetler.pdf.
Mit Dank für den Hinweis auf den Verbleib von Herrn Dr. Polz an DerMaxdorfer
Das Foto von Herrn Dr. Polz wurde erstellt von Frau Dr. Ute Rummel, Deutsches Archäologisches Institut, Abteilung Kairo, DAI CC BY-NC-ND-SA 4.0.
Die zeichnerische Darstellung der im Dra Abu el-Naga befindlichen Gräber der Könige Intef stammt aus der Feder von Georges Montbard und findet sich in Moberly Bell (1888), Seite 118. Sie befindet sich daher in public domain und ist also Gemeinfrei.
ich bin hier ganz neu, ich bin Georg, 45 Jahre alt und interessiere mich sehr für Ägypten und vor allen für das Nilkrokodil. Ich lese jetzt immer im Internet, das es vom Nildelta bis Assuan keine Nilkrokodile mehr geben soll. Ist das wirklich so? Das wäre ja total blöd. Ich wollte eigentlich nach Ägypten reisen und so eine Nil Tour machen und dachte mir das ich da wenigstens ein paar Krokodile sehen kann. Aber jetzt mal im Ernst, ist das wirklich so schlimm das man vom Nildelta bis Assuan keine Krokodile sieht? Und gibt es dort wenigstens ein paar vereinzelte Tiere? Auf einigen anderen Seiten ließt man, 6 Meter Nilkrokodil gesichtet im Nil und das kleine Nilkrokodile von einem Meter länge am Nildelta Strand im Mittelmeer schwimmen. Ist das Fake oder doch etwas dran?
Könnt ihr mir hierzu eventuell weiter helfen? Ich wäre euch da sehr dankbar.