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Jeweils letzter Beitrag der 10 aktuellsten Themen.

 1
 Die Schrift / Re: Übersetzungsübung: Eine Kartonnagehülle
 Datum: 04.04.2020 um 23:25:36 
Thema von Michael Tilgner | Letzter Beitrag von Seschen
Hallo!

Meine Umzeichnung:



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Gruß, Seschen

 2
 Ägyptische Götterwelt / Re: Amuns Penis
 Datum: 04.04.2020 um 12:04:08 
Thema von otto | Letzter Beitrag von Michael Tilgner
Hallo,

auf dem Fußteil tauchen Namen und Titel auf, die wir schon hatten, bis auf den:

wn aA.wj n.w p.t
"der die Türen des Himmels (d.h. der Kapelle) öffnet" (Wb I, 311.5) - thebanischer Priestertitel

m Jp.t-s.wt
"im 'Tempel von Karnak'" (Wb I, 66)

Im Lexikon der Götter und Götterbezeichnungen, Bd. II, S. 383 wird dieser Titel mit "Der die Türflügel des Himmels in Karnak öffnet" übersetzt und seine Funktion als "Bezeichnung des Verstorbenen" angegeben. Beleg ist ein Sarg in Leiden. Ein ähnlicher Beleg ist am 8. Pylon im Tempel von Karnak: wn aA.wj m Jp.t-s.wt (LD III, 237, b).

Viele Grüße,
Michael Tilgner

 3
 Literatur & Lernen / Anthony Spalinger : Leadership Under Fire (2020)
 Datum: 03.04.2020 um 06:34:22 
Thema von Lutz | Letzter Beitrag von Lutz
Anthony Spalinger : Leadership Under Fire - The Pressures of Warfare in Ancient Egypt. - [Four Lecons at the Collège de France, Paris, June 2019]. - Paris : Edition Soleb, 2020. - ISBN : 978-2-918157-41-0. - 336 S., 14 Pl., 9 S. Indices. - [PDF - 15 MB].
Zitat:
The investigation of the personal aspects of ancient Egyptian pharaohs is a hazardous undertaking owing to the purposeful orientation of our textual records. Most studies on their reigns concentrate upon the series of monuments and written accounts which have been left to us as well as the numerous high ranking private individuals who worked and performed their duties under the aegis of various rulers. Yet, as is known to every Egyptologist, all of the royal material is particularly difficult to analyze owing to their purposeful orientations. Specifically, what the monarchs wanted to publicize was not their innermost feelings at any specific time and place as we would wish but instead indicate certain reactions to specific events, usually for them very important ones, and most certainly not a psychological summary of their identities. Researches therefore have to sift though a quantity of disparate sources in order to limn the monarch’s persona. On the other hand, so long as the royal accounts are detailed enough some distinct characteristics of a pharaoh can be discerned. Fortunately, when it came to war, the New Kingdom pharaohs, and Pianchy of Kush as well, were determined to provide extensive records of their major campaigns, both pictorially and textually.

The following chapters attempt to do just that. This volume expressly avoids extensive linguistic coverage of the key narratives, partly because of the theme but equally due to the already well-researched historiographic studies that appear.

Gruß, Lutz.

 4
 Die Schrift / Obelisken
 Datum: 30.03.2020 um 18:05:15 
Thema von otto | Letzter Beitrag von otto
Hallo,

gibt es irgendwo im Netz eine Zusammenfassung der Übersetzungen von Inschriften auf den römischen Obelisken, soweit diese ägyptischer Provenienz?

Danke für die Littipps.

 5
 Die Schrift / Re: Schenkel und Henkel
 Datum: 22.03.2020 um 22:57:54 
Thema von otto | Letzter Beitrag von Michael Tilgner
Lieber Otto,

in der Tat handelt es sich um das Wort "Hand" Dr.t (Wb V, 581 ff). Wb V, 584.13 führt in der Rubrik "(Hand) von Gegenständen" an: "an einem Steingefäss: aus Silber - (ob Henkel?)" und hat dafür auch nur einen Beleg (DZA 31.651.500). Ob Rainer Hannig mehr Belege hat? In seinem Großen Handwörterbuch Ägyptisch-Deutsch, 1995, S. 1009 führt er an: Dr.t m HD "ein *Henkel aus Silber" - das ist doch der Beleg aus dem Wb! * bedeutet bei Hannig: "unsicher, unklar, noch nicht beweisbar". So steht es auch im Großen Handwörterbuch Deutsch-Ägyptisch", Mainz, 2000, S. 607 f. Als Determinativ hat er im letzteren Werk auch F51 "Fleischstück" angegeben, was für einen Henkel allerdings keinen Sinn ergibt - und auch nicht im DZA-Beleg steht. Da hat er die hieroglyphische Schreibung für "Hand" einfach schematisch übernommen.

Viele Grüße,
Michael Tilgner

 6
 Architektur & Kunst / Konstruktionsidee zum Pyramidenbaupyramidenbau.jpg - 23,88 KB
 Datum: 22.03.2020 um 14:08:57 
Thema von Obelisk | Letzter Beitrag von Obelisk
Gerade gestern habe ich mich hier registriert – ein extra optimistisches Hallo an die Community, gerade Corona zum Trotz!
Ich hoffe, ich finde hier Leute , die sich auch Gedanken machen, wie die ägyptischen Baumeister mit den Steinblöcken die Pyramiden aufgebaut haben. Ich will nur kurz erwähnen, dass ich keinen Ägyptologie-Background habe, sondern von der Landschaftsarchitektur her komme, mich dort mit Arbeitsorganisation auf der Baustelle und mit Realisation von Konstruktionen befasse.

Die Idee mit einer riesigen, kilometerlangen Rampe wurde zurecht bald verworfen, auch eine Rampe, die sich um die Pyramide schlängelt, gilt als ebenso unrealistisch. Von daher herrscht Erklärungsmangel. Vielleicht kann man aus meiner Idee was machen.

Voraussetzung für die Umsetzung dieser Idee ist, dass den alten Ägyptern zur Zeit des Pyramidenbaus die Funktion des Hebels und der Waage bekannt war. Ich habe altägyptische Zeichnungen gesehen, wo Steinblöcke auf Schlitten vom Nil hin zu den Pyramiden gezogen wurden. Vorn hat eine Person aus einem Krug eine Flüssigkeit auf die Kufen geschüttet. Das sollte vermutlich die Reibung herabsetzen. Wenn das alles eine eingeführte Technik war, dann lag es nahe, sie auch beim eigentlichen Pyramidenbau einzusetzen.

Zum Bau der ersten Steinlage reichte es vermutlich zunächst aus, die Blöcke mit dem Schlitten einfach an ihren Ort auf dem Felsplateau zu ziehen (Offen bleibt, inwieweit der Innenraum mit behauenen Steinquadern gefüllt wurde, und wie viel Bruchmaterial zum Einsatz kam). Bei der zweiten Lage war es dann notwendig, per Hebelkonstruktion die Blöcke auf die erste Steinlage zu hieven. Für die Wegedistanz zum Einbauort oben auf dem Block-Plateau könnte wiederum der Schlitten zum Einsatz gekommen sein. Auch die dritte Lage könnte noch per Hebel bewältigt worden sein, eventuell mit Einsatz von stufigen Hilfsplateaus, von wo aus die Steinblöcke dann Stufe um Stufe hochgehebelt wurden. Es wird aber bald klar, dass bei dieser Vorgehensweise der Bau immer langsamer und aufwändiger vonstatten geht. Deshalb halte ich es für wahrscheinlich, dass vielleicht ab der vierten Steinlage eine andere Transportmethode zum Einsatz kam. Und zwar hat man nach dem Prinzip der Waage zwei Schlitten mit Seilen verbunden. Der erste Schlitten lehnt mit den Kufen an einer Seitenfläche an. Er wird einen Steinblock transportieren. Der zweite Schlitten steht an der oberen Kante der gegenüberliegenden Seitenfläche und soll als Gegengewicht Ballastmaterial aufnehmen. Nun sind diese Seitenflächen ja noch sehr oberflächenrauh, und stark stufig ausgebildet. Darauf gleiten die Kufen eines Schlittens sehr unbefriedigend. Also werden die Konstrukteure sicher auf die Idee gekommen sein, den Gleitweg der Kufen mit Brettern zu belegen. Eventuell sogar so etwas wie Schienen, oder Rillen für die Führung der Kufen. Dann kann auch gut Schmiermaterial (Wasser oder Öl) vorneweg eingegossen werden, um wiederum die Reibung zu mindern. Die Steilheit der Seitenflächen ist durchaus von Vorteil, denn viel Gewicht hängt an den Seilen, und weniger Druck lastet auf den Kufen, was weniger Reibung bedeutet. Jetzt muß der zweite Schlitten, der oben noch leer steht, befüllt werden. Dazu müssen z.B. Arbeiter Material hochtragen. Damit die Arbeiter zügig und sicher aufsteigen können, wäre eine Treppe parallel neben den Schlittenrillen sehr vorteilhaft.

Um welche Massen es geht, dazu ein kleines Rechenbeispiel: Hätte ein Steinwürfel eine Kantenlänge von 93 cm, würde er in etwa 2 Tonnen wiegen. Wenn 100 Arbeiter jeweils 20 Kilogramm Sand oder Bruchsteine hochtragen, dann könnten sie den oberen Schlitten auch mit  2 Tonnen Material befüllen. Damit wäre theoretisch die "Schlittenwaage" im Gleichgewicht. Leider werden aber 2 Tonnen als Gegengewicht nicht ausreichen, denn es gilt die Reibung der Kufen und die Reibung des Seiles, dort wo es zweimal über die Plateau-Kante abknickt (eine Laufrolle wäre an dieser Stelle optimal), zu überwinden. Also sollten es vielleicht 120 Arbeiter sein, die dann 2,4 Tonnen Material hochtragen können.

Die Bauleiter werden auch damals schon aufgepaßt haben, dass im Arbeitsprozeß kein Leerlauf auftritt. Und der würde vorliegen, wenn das Personal ohne Arbeit zu verrichten, einfach so wieder absteigen würde. Deshalb kann es gut so gewesen sein, dass die Arbeiter beim Absteigen zusätzlich den Ballastschlitten nach unten geschoben, oder vermittels Seilen gezogen haben. Das hätte den Transportprozess noch einmal beschleunigt. Die Frage stellt sich, wurden die Blöcke nur bis oben zur Kante befördert, oder wurden sie noch ein Stück weiter, bis an den Einbauort auf den Schlitten transportiert? Ich vermute letzteres trifft zu, ein Umpacken wäre sicherlich sehr umständlich gewesen. Hätten die Bauleiter damals schon ein Handy gehabt, hätten sie dem Transportteam unten am Ballastschlitten einfach ein "Stopp" durchgegeben, wenn der Steinblock sein Ziel erreicht hatte. So mußten sie wahrscheinlich einmal kräftig an einem Signalseil ziehen.

Jemand hat einmal ausgerechnet, dass im Schnitt alle zwei Minuten ein Steinblock eingebaut werden müßte, damit bei den großen Pyramiden die Bauzeit nicht länger als zwanzig Jahre dauerte. Für die hier vorgestellte Konstruktionsidee würde das bedeuten, dass eine einzelne "Waage" mit je zwei Schlitten natürlich nicht ausreichte. Es ist vorest aber auch genug Platz vorhanden, 10 oder auch zwanzig "Waagen" parallel zu betreiben. Erst oben zur Spitze hin wird es später eng, aber dann ist die meiste Arbeit auch schon getan. Zusätzlich könnten an jeder "Waage" gleichzeitig zwei Teams arbeiten. Das Niveau der Arbeitsorganisation dürfte anspruchsvoll gewesen sein, denkt man einmal daran, dass wahrscheinlich oben auf dem Pyramidenplateau, wo gebaut wurde, zusätzlich  auch viele Seile bewegt wurden. Steinblöcke quer zu den Seilen zu bewegen, dürfte nahezu unmöglich gewesen sein. Also liegt es nahe zu vermuten, dass Steine nur parallel zum Verlauf der Seile bewegt wurden. Das hieße auch, kein Arbeiter durfte eigenständig irgendwo in der Gegend herumlaufen, jeder Schritt dürfte vorgegeben worden sein.

Eine große Herausforderung war sicherlich der Transport der großen Granitblöcke. 50 Tonnen sollte einer wiegen. Hat man diese Blöcke eventuell quer auf mehrere Schlitten gelegt, um die Lasten zu verteilen?

Ob die ganze Konstruktionsidee in der Praxis funktioniert, könnte am Modell nachgewiesen werden, vielleicht erst einmal im Maßstab 1:10, später durchaus 1:1.

 7
 Alltagsleben der Ägypter / Re: Hungersnot-Stele
 Datum: 19.03.2020 um 16:33:54 
Thema von otto | Letzter Beitrag von Michael Tilgner
Hallo,

die von Lutz zitierte Übersetzung von Carsten Peust gibt es online, und zwar hier. Sie enthält weitere Hinweise auf die bisherigen Diskussionen zur Stele und zu ihrer Datierung.

Viele Grüße,
Michael Tilgner

 8
 Die Schrift / Re: Nubiennebet_in_Wilkinson_Reading_Egyptian_Art_1992.pdf - 1,42 MB
 Datum: 19.03.2020 um 16:03:04 
Thema von otto | Letzter Beitrag von Michael Tilgner
Hallo, Otto,

es gibt ein Wort nb.t "Korb" (Wb II, 227.1), das als Hieroglyphe V30 mit Lesung nb dargestellt wurde. Gemäß dem Rebus-Prinzip wurde es für andere Wörter mit dem gleichen Konsonantenbestand verwendet. Zum einen bedeutet nb als Substantiv "Herr; Gebieter über ...; Herr einer Eigenschaft ..." usw., siehe: Wb II, 227-230. Zum anderen hat nb die Bedeutung "jeder; alle", wenn es einem Substantiv nachgestellt wird (Wb II, 234-236).


nb "Herr ...; jeder, alle" (V30)

Es gibt neben nb.t noch eine etliche Anzahl weiterer Korbbezeichnungen, die in Rainer Hannig, Großes Handwörterbuch Deutsch-Ägyptisch, Mainz, 1999, S. 738-739 aufgeführt sind. Das Lexikon der Ägyptologie, Bd. III, Sp. 740-741, Stichwort: "Korb" schreibt: "Die Zuordnung der überlieferten Termini zu erhaltenen oder dargestellten Typen ist nur negativ möglich ...", soll heißen: "nicht möglich", abgesehen davon, dass einige dieser Korbbezeichnungen eher einen Kasten oder eine Tasche bezeichnen.

Das heutige Wort "Nubien" (Lexikon der Ägyptologie, Bd. IV, Sp. 527)
Zitat:
verwendet zum erstenmal Eratosthenes (...), dann Plinius (...) und Ptolemäus (...). Die Herkunft des Wortes N. ist umstritten; es wurde vermutungsweise mit dem äg. Wort für "Gold" (...) (N. als Herkunftsland des Goldes) in Zusammenhang gebracht.



nbw "Gold" (Wb II, 237), geschrieben mit S12, einem Perlenkollier.

Nubien hieß im Ägyptischen kAS "Kusch" (Wb V, 109.1) oder tA nHsj "Nubierland" (Wb II, 303.8). darüber hinaus gab es weitere Bezeichnungen diverser Regionen in Nubien, über deren genaue Lage viel diskutiert wurde.

Betrò lobt zwar die Handwerkskünste der heutigen nubischen Korbmacher, behauptet aber nicht, dass das Wort "Nubien" vom ägyptischen Wort für Korb herkommt. Das scheint mir ein Missverständnis Deinerseits zu sein.

Zu dieser Thematik hänge ich die Ausführungen an, die in Richard H. Wilkinson, Reading Egyptian Art, London, 1992, S. 198-199 zu finden sind.

Viele Grüße,
Michael Tilgner

 9
 Die Schrift / Re: Horusauge
 Datum: 19.03.2020 um 11:52:25 
Thema von otto | Letzter Beitrag von Lutz
Georg Möller : Die Zeichen für die Bruchteile des Hohlmaßes und das Uzatauge. - [Mit einem Nachtrag von H. Junker]. - In: Zeitschrift für Ägyptische Sprache und Altertumskunde - ZÄS 48. - 1911. - S. 99 - 106.
Zitat:
Seite 100 : ... Wie die einzelnen Teile zu den betreffenden Zahlenwerten gekommen sind, wird sich kaum feststellen lassen. Jedenfalls sind die Bruchzeichen uralt, sie finden sich hieratisch schon auf einem Papyrus der 6. Dynastie (Berlin P 10500, unveröffentlicht). ...

 10
 Die Schrift / Hornet-sys down? Vector office geht nicht mehr
 Datum: 07.03.2020 um 15:25:48 
Thema von Auxilium-Artis | Letzter Beitrag von Auxilium-Artis
Hallo,

kann mir jemand sagen was mit der Seite Hornet-sys passiert ist?

Ich hatte die letzte Version von Vector Office noch runtergeladen und habe auch den Key bekommen aber plötzlich funktioniert dieser nicht mehr. Das Programm lässt sich zwar aufrufen und bedienen aber speichern geht nicht mehr und es kommt die Fehlermeldung "function disabled in trial mode"

Da die webseite down ist, kann ich den guten Mann leider auch nicht per Mail erreichen.

Für jede Hilfe wäre ich dankbar!

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